Voll gestellte Räume, niedrige Sitzmöbel, hohe Türschwellen - vor allem für ältere Menschen kann sich der Alltag in den eigenen vier Wänden zunehmend als beschwerlich erweisen. Dabei bedarf es oftmals keines großen (finanziellen) Aufwands, um die Wohnung barrierefrei zu gestalten. Die Stiftung Warentest zeigt ein paar Tipps für mehr Barrierefreiheit.
Barrierefreie Wohnungen immer gefragter
Schon jetzt herrscht ein Engpass bezüglich des Bedarfs und der tatsächlich vorhandenen barrierefreien Wohnräume in Deutschland. Von elf Millionen Seniorenhaushalten sind laut Stiftung Warentest gerade mal 5 Prozent barrierefrei. Bis 2025, so eine Studie des Pestel Instituts im Rahmen der Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau", werden etwa zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen.
Dabei bedarf es keiner kostspieligen Neubauten und oftmals nicht einmal größerer Umbauarbeiten am Haus oder in der Wohnung für mehr Barrierefreiheit. Schon wenige Handgriffe und ein paar kleine Veränderungen reichen aus, um älteren Menschen das Wohnen zu erleichtern. Hier können Wohnberater z.B. von Städten und Vereinen, die ihre Dienste oftmals völlig kostenlos anbieten, mit Ratschlägen helfen - wenn die Tipps dann auch leicht umzusetzen sind und keine hohen Kosten verursachen.
Wohnberater im Test
Zum Thema "barrierefreies Wohnen" hat die Stiftung Warentest Wohnberater eines Wohlfahrtverbandes, einer kommunalen Beratungsstelle und eines Architekten auf die Probe gestellt. Das Ergebnis: Zwar wiesen die Wohn- und Einrichtungs-Experten auf Barrieren in der Mietwohnung bzw. im Eigenheim hin, rieten jedoch vielfach eher zu teuren und aufwändigen Umbauarbeiten. Die sind jedoch völlig unnötig, findet die unabhängige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest. Schon mit ein paar kleinen Veränderungen lässt sich jedes Zuhause barrierefrei gestalten.
Tipps für barrierefreies Wohnen von Stiftung Warentest
Hohe Teppiche, die für ältere Menschen zu Stolperfallen werden können, sollten aus den Wohnräumen entfernt werden. Auch ist es ratsam, beim Kauf von Stühlen oder einem neuen Sofa darauf zu achten, dass die Sitzfläche nicht zu niedrig ist, um ein leichtes und problemloses Aufstehen zu gewährleisten. Bewegungsmelder steigern zudem die Sicherheit im Dunkeln und können schmerzhafte Stürze vermeiden. Diese Dinge kosten nicht viel, ermöglichen es älteren Menschen jedoch, länger aktiv zu bleiben und selbständig zu wohnen.
Dies sind nur ein paar Tipps, wie sich das Zuhause barrierefrei gestalten lässt. Eine Musterlösung gibt es hier jedoch nicht, da jeder Fall individuell betrachtet werden muss. Daher empfiehlt es sich auch, die Dienste eines (kostenlosen) Wohnberaters in Anspruch zu nehmen, da dieser zumindest auf Barrieren und Stolperfallen im Zuhause aufmerksam machen kann.
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