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Winterstiefel-Test: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Der perfekte Winterstiefel – wie sollte er aussehen? Warm, wasserfest und robust muss er definitiv sein. Aber auch teuer? Was sind die Hinweise auf gute Qualität? Antworten liefert dieser Test.

02.12.2009 19:10 | 12:12 Min | © ProSieben nutzt Material von Reuters und APTN

Warme Winterstiefel: Preis entscheidend für gute Qualität?

Fällt das Thermometer unter null Grad, versagen viele Winterstiefel. Trotz Innenfutter kühlen die Zehen aus. Entscheidend ist das Material, das für das Innenfutter verwendet wurde. Ein hochwertiger Winterstiefel mit Lammfell, ein Mittelklasse-Schuh mit Teddyfutter, ein Billigstiefel mit Synthetik-Plüsch – im Test soll ermittelt werden, welches Innenfutter sich am angenehmsten anfühlt und am besten warmhält.

Tatsächlich lässt sich die gute Qualität ertasten. Das hochwertige Innenfutter ist schön weich und angenehm flauschig, die Billigware kratzt – davon sollten Sie beim Kauf lieber die Finger lassen, wenn Sie gute und warme Winterstiefel erwerben möchten. Lammfellstiefel und Schuhe mit Teddyfutter hingegen speichern dank besonderer Lufteinschlüsse die Wärme, der Fuß bleibt warm. Anhand des Etiketts können Sie das verwendete Material zweifelsfrei identifizieren.

Winterstiefel-Test: Außen- und Innensohle

Zweites Qualitätsmerkmal ist die Innensohle. Diese sollte dafür sorgen, dass keine Nässe von außen in den Schuh eindringt und Feuchtigkeit in Form von Schweiß abtransportiert wird. Das kann nur eine mehrschichtige Innensohle mit einer Decksohle aus Leder leisten. Die sogenannte Brandsohle, die zweite Schicht unter der Decksohle, sollte ebenfalls aus Leder und nicht aus Pappe sein – denn Pappe trocknet schlecht.

Auch die Außensohle muss spezielle Anforderungen erfüllen, nicht nur beim Winterwandern , sondern auch im Alltag: Sie muss rutschfest, dicht und möglichst stabil sein. Ob dies der Fall ist, ermitteln Sie in einem einfachen Test: Drücken Sie den Stiefel auf den Boden und versuchen, ihn nach vorne zu schieben. Je mehr er sich wehrt, desto rutschfester ist die Sohle. Mindestens 3 Millimeter tief muss das Profil sein, damit Wärmedämmung und Rutschfestigkeit gewährleistet sind. Und: Eine gute Sohle beziehungsweise gute Winterstiefel erkennen Sie tatsächlich auch am Preis, das zeigt der Test im Video.

Tipps zum Kauf von Winterstiefeln

Ob Stiefeletten , Ankle Boots oder Overknee-Stiefel : Auch die Verarbeitung ist ein wichtiger Punkt, auf den Sie beim Kauf von Winterstiefeln achten sollten. Bei schlechter Qualität halten die Stiefel nicht dicht, der Fuß wird feucht und kühlt anschließend aus. Schlechte Verarbeitung erkennen Sie an Lücken und Rillen an den Nähten, an denen Wasser eindringen kann. Geklebte Winterstiefel versagen im Test auf ganzer Linie, besser schneiden Schalenschuhe und genähte Schuhe ab.

Ein Tipp zum Material: Wasserabweisend sind zwar auch Stiefel aus den Kunstmaterial PU, dafür aber auch so dicht, dass Schweiß nicht nach außen gelangt. Die bessere Alternative: Leder, und zwar fettgegerbt, also mit Fett haltbar gemacht. Auch Winterstiefel mit sogenannter Klimamembran halten die Füße warm, diese ist wasserdicht, aber auch atmungsaktiv. Verfügen Winterstiefel über eine solche Membran, endet der Name auf "tex".

Neben einem weichen Innenfutter, einer hochwertigen Sohle, einer guten Verarbeitung sowie dem richtigen Material ist ein weiterer Aspekt entscheidend: Winterstiefel sollten immer eine Nummer zu groß gekauft werden, damit sich vorne im Schuh ein Luftpolster bildet, welches die Wärme speichert.

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