Die wilden Kerle 2
Fastfood kommt sicher nicht vom Fasten, sondern stellt sich eher als ein Gegenteil dessen dar. Wer fasten will, sollte vor allem auf diese Art von Speisen verzichten können. Dabei muss das Fasten nicht völlig ohne Essen stattfinden. Vor allem Gemüse kann während der Fastenzeit zu sich genommen werden. Man sollte sich jedoch vorher für eine Art des Fastens entscheiden.
Auf besonders kalorien- und fetthaltige Speisen sollte man bereits in der Zeit vor dem Fasten verzichten. Mindestens drei Tage Eingewöhnungszeit sollte man vor dem Fasten einberechnen, in denen weniger gegessen werden sollte.
Auf Süßigkeiten sollte während der Fastenzeit verzichtet werden. Den Zuckerentzug kann man je nach Art des Fastens durch Obst ausgleichen. Viele setzen beim Fasten auf Honig, der die nötige Glukose liefert und so eine Ketose verhindern kann.
Im 16ten Jahrhundert hatte Papst Pius V. auf eine Anfrage der Bischöfe von Mexiko das Kakao-Getränk für die Fastenzeit erlaubt. Beim richtigen Fasten sollte Schokolade jedoch vom Ernährungsplan gestrichen werden.
Nach der Fastenzeit sollte man noch ein paar Aufbautage hintendran hängen, in denen man langsam beginnt, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Äpfel und Suppen eignen sich gut für den Einstieg. Wichtig ist, ganz langsam zu essen und gründlich zu kauen.
Während des Fastens gilt ein striktes Genussmittelverbot. Das heißt, dass alles, was für den Körper nicht so gut ist, nicht eingenommen werden darf. Dazu gehören zum Beispiel Alkohol und Zigaretten. Dieses Verbot sollte man ernst nehmen, weil die Giftstoffe den Körper aus dem Gleichgewicht bringen können, das man zu erreichen versucht.
Vor und während des Fastens ist ein gesunder und sauberer Darm sehr wichtig. Da dem Körper die Menge an Verdautem fehlt, um normal den Stuhlgang fortzusetzen, sollte man zu abführenden Lebensmitteln wie Pflaumen oder Sauerkraut greifen, die zusätzlich die Darmflora in Schuss halten.
Am wichtigsten während der Fastenzeit ist die Zufuhr von Flüssigkeit. Man sollte mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken. Das hilft bei der Entschlackung und Entgiftung des Körpers. Und wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, sollte man auch nach dem Fasten das Wassertrinken fortsetzen.
Man sollte während des Fastens jedoch nicht jede Art von Flüssigkeit zu sich nehmen. Wie schon erwähnt, ist Alkohol tabu. Außerdem sollte man keinen schwarzen Tee und keinen Kaffee zu sich nehmen, und das am besten schon in der Eingewöhnungsphase vor dem Fasten. Naturbelassener Kräutertee eignet sich dagegen sehr gut.
Beim Schlaf reagiert der Körper unterschiedlich auf das Fasten. Manche schlafen mehr, andere weniger. Wichtig ist, dass man nicht zu wenig schläft, sondern dem Körper seine benötigte Schlafenszeit gibt. Schließlich soll das Fasten den Körper und den Geist ins Gleichgewicht bringen.
Auch das entspannen steht beim Fasten im Vordergrund. Man sollte sich bewusst Zeit für sich nehmen. Innere Ruhe und Stressabbau können mit verschiedenen Mitteln erreicht werden: Massagen, Bäder, Atemübungen oder Yoga.
Viele berichten, dass sie während und nach dem Fasten eine gesteigerte Sinneswahrnehmung erleben. Man nimmt die Welt um sich herum viel klarer wahr. Man selbst und die Natur um einen herum kann bewusster erlebt werden. Da lohnt es sich erst recht, viel Freizeit auf dem Land zu verbringen.
Fasten ist auch Erholung und Distanz vom Alltag. Frische Luft hilft dabei, den Stress abzubauen und sich positiv zu fühlen. Bewegung ist ebenfalls sehr wichtig für den Körper. Lange Spaziergänge oder Wanderungen lenken nicht nur vom Essen ab, sondern fördern die Durchblutung
Leichter Ausdauersport ist neben Flüssigkeit und frischer Luft das A und O beim Fasten. Fahrradfahren oder Schwimmen stabilisiert den Kreislauf und hält den Körper fit. Außerdem verhindert man so den verstärkten Abbau von Muskeleiweiß.
Auch Joggen ist ein sehr guter Sport für die Fastenzeit. Es steigert die Durchblutung, die gegen Symptome wie kalte Füße und Frösteln, die beim Fasten häufig auftreten, hilft. Auf Kraft- und Leistungssport sollte jedoch während des Fastens verzichtet werden.
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