Predators
Kinder wachsen heutzutage mit viel Technik und Elektronik auf. Der Computer gehört für sie zum Alltag. Viele haben schon in der Grundschule ein Handy, einen MP3-Player und sind von Apple und Facebook mehr als von Lego und Barbie begeistert. Aber ab welchem Alter sollte man Kindern den Umgang mit Elektronik, moderner Technik und neuen Medien erlauben oder dies sogar fördern?
Chatten hat für Kinder die größte Anziehungskraft im Internet. Kommunizieren mit Gleichaltrigen mit Hilfe von Technik – das begeistert. Statt zu Dosen, die mit einer Schnur verbunden sind, oder zu einem Walki-Talki zu greifen, tauschen sich die Kinder und Jugendlichen heutzutage lieber über Skype und Facebook aus. Doch es lauern auch Gefahren. Kinder sollte man den Umgang mit dem Internet und dem Computer genauso beibringen wie das Spielen auf der Straße.
Nicht nur kognitive Fähigkeiten können bei Kindern mit Hilfe von Technik geschult und verbessert werden, sondern auch die motorischen. Drehen, Ziehen, Drücken - Aktionen, die Reaktionen nach sich ziehen, und Ursachen, die bestimmte Wirkungen haben – so können Kinder lernen, wie verschiedene Dinge und Prozesse zusammenhängen.
Mit Lerncomputer kann man bereits bei den ganz Kleinen anfangen, sie auf die digitalen Medien vorzubereiten. Die Lerncomputer, die genau für diesen Zweck hergestellt werden, sind sicher und lernfreundlich. Mit bunten Spielen, Aufgaben und Programmen können Eltern völlig sorglos die Kinder einfach mal machen lassen.
Auch die Spielzeugindustrie bietet sehr viele Möglichkeiten, die Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder zu fördern. Aus einzelnen Bausteinen können Fahrzeuge oder kleine Roboter zusammengebaut werden. Dabei sind der Fantasie der kleinen Ingenieure fast keine Grenzen gesetzt. Dennoch müssen die Kinder sich an gewisse mechanische und physikalische Gesetze halten, wenn sie ein funktionierendes Ergebnis haben wollen.
Doch Spielzeugtechnik geht noch weiter und bietet nicht nur die Möglichkeit der Konstruktion. Die Kinder können außerdem, ihre Roboter und Fahrzeuge mit Motoren ausstatten und sie mit einem Computer verbinden. Da kommen Schaltkreise, Motherboards und Speichereinheiten zum Einsatz. Mit dem richtigen Programm kann dann das gebaute Modell bewegt und gesteuert werden.
Auch in der Umwelttechnik können sich Kinder mittlerweile austoben. An vielen Schulen finden AGs zur umweltfreundlichen Stromerzeugung mit Hilfe von Sonne oder Wind statt. Oft kommen mehrere Bereiche zusammen und Schüler und Schülerinnen mit verschiedenen Interessen können an einem größeren Projekt zusammenarbeiten.
Die Möglichkeit, sich früh mit Technik auseinandersetzen zu können, ist wichtig für den späteren Bildungsweg und vielleicht auch für die Berufsentscheidung. So können sich die Kinder bereits im jungen Alter diese Berufsfelder genau anschauen und gegebenenfalls ihr Interesse dafür ausbauen.
In Vereinen und Clubs finden technikbegeisterte Kinder Gleichgesinnte, die ihre Begeisterung teilen. Hier können sie an größeren und komplizierteren Modellen und Maschinen arbeiten und bei Wettbewerben mitmachen. Das stärkt den Teamgeist und das Selbstvertrauen und bereitet die Kinder auf Wettbewerbssituationen vor.
Für das Gemeinschaftsgefühl und das Selbstbewusstsein der Kinder sind technische Herausforderungen sehr gut, da sie mit dem Erreichen des Ziels das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken. Das bewältigen einer schwierigen Aufgabe steigert den Mut und erleichtert die kreative Herangehensweise an andere Probleme.
Auch in anderen technischen und digitalen Bereichen lernen Kinder oft sehr schnell. Auch hier sollten erkennbare Interessen und Talente früh gefördert werden. Doch Förderung ist natürlich nicht alles. Lasst den Kindern auch ihre Freizeit zum Spielen und Ausprobieren. Schließlich müssen die kleinen auch mal im Dreck wühlen, um zu wissen, wie das ist.
Kommentare