Die wilden Kerle 2
Das Osterfest, das wir heutzutage feiern, geht auf die Auferstehung Jesu Christi zurück. Trotzdem hat das Fest noch andere Einflüsse, wie die alten, heidnischen Bräuche um den Frühlingsbeginn und das wiedererwachende Leben, oder das jüdische Pessachfest, das an den Auszug der Juden aus Ägypten erinnert.
Wissenschaftler nehmen an, dass das Wort Ostern sich vom altgermanischen Begriff für "Morgenröte" ableiten lässt, das auch mit dem Substantiv "Osten" verwandt ist. Außer im Englischen (Easter) wurde die Bezeichnung für das Fest in anderen germanischen Sprachen dem lateinischen Wort "pascha" entlehnt, was auch die Verwandtschaft zum jüdischen Passachfest aufzeigt.
Seit dem 4. Jahrhundert wird in der Kirche die Drei-Tage-Feier begangen. Sie beginnt mit dem Letzten Abendmahl am Abend des Gründonnerstags und geht bis zum Anfang der neuen Woche am Ostersonntag. Von der ehemaligen österlichen Freudenzeit ist uns heute nur noch der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag geblieben.
Das Osterlamm ist ein verbreitetes Symbol für Jesus Christus und ein häufiger Bestandteil in der christlichen Kunst. Traditionell stammt das Osterlamm, das sogenannte Agnus Dei, vom Lamm als Opfertier im Alten Testament, das bis heute als Lammbraten ein wichtiger Bestandteil des Pessachfestes ist.
Der Gründonnerstag ist der Tag mit dem Letzten Abendmahl und der Vortag zur Kreuzigung Jesu Christi. Zum Letzten Abendmahl trafen sich die zwölf Apostel gemeinsam mit Jesus, um das Brot und den Wein miteinander zu teilen. Daraus entstand auch die christliche Tradition des Abendmahls, bei dem Brot und Wein als Symbole für das Leib und das Blut Christi verzehrt werden.
Der Karfreitag ist der Freitag vor Ostern. Die Bezeichnung leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ für Klage oder Trauer ab. Der Karfreitag folgt auf den Gründonnerstag und ist dem Gedenken an die Kreuzigung und den Tod Jesu Christi gewidmet. In der katholischen Kirche ist der Hohe Freitag ein strenger Abstinenztag.
Der Ostersonntag ist der höchste Feiertag des christlichen Kirchenjahres. An diesem Tag wird die Auferstehung Jusu Christi, der dem Neuen Testament nach den Tod überwunden hat, gefeiert. Das Datum des Ostersonntags wird wie das jüdische Pessachfest über einen Mondkalender festgelegt und bestimmt somit auch die anderen Tage des Osterfestkreises.
Noch vor Weihnachten ist der Ostersonntag der wichtigste Festtag im christlichen Kalender. Während an Weihnachten die Geburt von Jesus von Nazareth gefeiert wird, symbolisiert der Ostersonntag die Auferstehung, das ewige Leben und die Vergebung aller Sünden. Außerdem endet am Ostersonntag die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt.
Wer bringt die Eier an Ostern? Natürlich der Osterhase! Dieses vorgestellte, niedliche Tierchen bemalt sie in seinem Bau und versteckt sie im Garten, damit die Kinder sie am Morgen des Ostersonntags suchen können. Verantwortlich für die Figur des Osterhasen ist die populäre Kultur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Kommerziell verbreitet, hat der Hase frühere und andere Eierbringer verdrängt.
Das Ei als Symbol für Auferstehung und Geburt existiert seit der Antike, seit dem Mittelalter auch als Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Es ist meist ein gefärbtes oder bemaltes, hartgekochtes Hühnerei, das zu Ostern verschenkt und gegessen wird. Das Osterei als Dekoration zum Osterfest ist ebenfalls weit verbreitet.
Es gibt gefärbte Eier und auch Farbe zum Eierfärben fertig zu kaufen. Selbst färben macht natürlich viel mehr Spaß und ist eine gute Gelegenheit, Kinder auf das Osterfest einzustimmen und daraus ein Bastel- und Malspiel zu machen.
Am schönsten sind natürlich selbstbemalte Ostereier. Dazu braucht man nur Wasserfarben, Pinsel und Bleistift. Mit dem Bleistift kann man die Motive dann auf das Ei vorzeichnen und später mit den Farben nachmalen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt und es ist eine schöne Vorbereitung auf das Osterfest für Groß und Klein.
Sind die Ostereier fertig gefärbt oder bemalt, wird es Zeit für die Dekoration. In einem Osterkorb, selbst gebastelt oder gekauft, werden diese zu einer tollen Osterdekoration. Ein wenig Stroh oder Gras in einem geflochtenen Korb tragen zur Frühlingsstimmung bei. Auch zum Verstecken im Garten eignen sich Osterkörbchen hervorragend.
Kinder lieben es, an Ostern in der Wohnung oder im Garten nach Eiern zu suchen. Wer keinen eigenen Garten hat, kann aus dem Eiersuchen einen kleinen Ausflug zum nächstgelegenen Park machen und dort die Ostereiersuche veranstalten. Hauptsache ist, dass die Familie eine gemeinsame Tradition findet und einen schönen Ostersonntag zusammen verbringt.
Damit die Kinder beim Ostereiersuchen genug Spaß haben, darf das Versteck nicht zu leicht oder zu schwer sein. Brauchen die Kinder zu lange, kann man ihnen kleine Hinweise geben oder einen Brotkrumen-Pfad aus Ostereiern legen. Eine gute Idee ist es auch, aus dem Eiersuchen eine Art Schnitzeljagd zu gestalten.
Ein typisches Osterspiel ist das Eierduell, bei dem Kinder Eier mit der Spitze gegeneinander schlagen. Das Ei, das kaputt geht, hat verloren. Auch der Eierlauf ist ein beliebtes Osterspiel. Dabei muss ein Ei auf einem Löffel über eine bestimmte Strecke getragen werden. Sieger ist, wer das Ei als erstes sicher ins Ziel balanciert.
Mittlerweile gehört es zur Tradition, an Ostern neben Eiern kleinere Geschenke zu machen. Das sind meistens Schokoladenhasen oder, vor allem bei Kindern, kleinere Spiel- und Bastelsachen. Im Vordergrund steht jedoch immer noch das gemeinsame Färben, Bemalen und Suchen von Eiern.
Natürlich gibt es an Ostern viele Eier zu essen. Doch auch das traditionelle Osterlamm gehört zu den beliebten Speisen an den Osterfeiertagen. Wer es lieber vegetarisch mag, hält sich an die Frankfurter Spezialität "Grüne Sauce" mit gekochten Kartoffeln. Der Ostertisch kann sehr schön dekoriert werden. Außerdem gehören natürlich auch frische Blumen, Ostereier und Gebäck auf einen Ostertisch.
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