Ratgeber

Alkohol in der Stillzeit: Besser verzichten

Was für Zigaretten gilt, gilt auch für Alkohol in der Stillzeit: Darauf sollten Sie lieber verzichten: Schadstoffe werden über die Muttermilch auf das Kind übertragen. Einige Ausnahmen gibt es jedoch.

Baby-stillen-dpa
© dpa

Vorsicht bei Alkohol in der Stillzeit

Ein Glas Wein am Abend oder Sekt zum Anstoßen auf einer Party? Alkohol nach der Geburt sollte – wie in der Schwangerschaft – wenn möglich vermieden werden. Wenngleich in geringerer Dosis, wird Alkohol über die Muttermilch beim Stillen an das Baby weitergegeben. Am höchsten ist die Konzentration des Alkohols etwa eine halbe Stunde nach Aufnahme. Da die Leber des Kindes noch nicht voll entwickelt ist, ist sein Organismus nicht in der Lage, den Alkohol so abzubauen wie bei einem erwachsenen Menschen. Dadurch kann es zu einem veränderten Schlafverhalten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Doch auch auf Mütter, die in der Stillzeit regelmäßig Alkohol trinken, kann der Konsum negative Auswirkungen haben. So kommt es in diesen Fällen beispielsweise öfter zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie Milchstau, wunden Brustwarzen oder eingeschränkter Milchproduktion, wodurch Mütter nicht stillen können.

Ausnahmen unter bestimmten Voraussetzungen

Möchten Sie trotz Stillen doch einmal Alkohol trinken, können Sie das mit entsprechenden Vorkehrungen tun. Das allerdings erfordert, dass Ihr Baby einen gleichmäßigen Stillrhythmus hat. Nach dem Alkoholkonsum sollten bis zum nächsten Stillen zwei Stunden vergehen – dann ist der Alkohol im Blut größtenteils abgebaut.

Bekommt Ihr Kind ausschließlich Muttermilch, ist auch Abpumpen eine Möglichkeit, um eine Stillmahlzeit "auszusetzen". Pumpen Sie im Vorfeld bei jedem Stillen ein wenig Milch ab und stillen Sie, kurz bevor Sie Alkohol trinken, Ihr Baby noch einmal. Meldet sich der nächste Hunger, erhält Ihr Kind das Fläschchen mit der Muttermilch. Entscheiden Sie sich für diese Möglichkeit des Überbrückens einer Mahlzeit, bedenken Sie jedoch, dass dies nur funktioniert, wenn Sie nach ein bis zwei Gläsern Wein oder Sekt bald wieder nüchtern sind. Ganz wichtig: Eltern, die Alkohol getrunken haben, sollten nicht mit ihren Kindern in einem Bett schlafen, weil sie dann nicht mehr auf kindliche Signale reagieren können.

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Fan werden