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Umfrage: Vornamen müssen gut klingen

Kristina oder Ronja? Karsten oder Ruben? Welchen Vornamen Eltern ihren Kindern geben, hängt vor allem von seinem Klang ab. Das hat eine Studie der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ergeben.

27.09.2011 08:30 | 4:37 Min | © Sat.1

Der Klang ist entscheidend bei der Namensgebung

Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der GfdS fasst das Ergebnis einer Umfrage unter 1.000 Eltern in Deutschland zusammen: „Die Vornamen müssen sich in erster Linie schön anhören.“ Etwa drei Viertel der Befragten legen großen Wert auf den Wohlklang des möglichen Vornamens für den Nachwuchs. Früher war das anders. Da waren traditionsreiche Vornamen wie Wilhelm, August, Katharina oder Elisabeth vor allem unter Bildungsbürgern verbreitet. Übrigens: Der angenehme Klang scheint bei weiblichen Vornamen wichtiger zu sein als bei männlichen. Jungennamen sollten in erster Linie Stärke und Würde abbilden. Alexander und Maximilian erfüllen dieses Kriterium heute am besten, berichtet die GfdS. Bei den Mädchennamen stehen Sophie, Marie und Katharina ganz oben auf der Liste der am häufigsten vergebenen Vornamen. Im Kommen sind Namen wie Ben, Luca, Mia und Emma.

Vornamen wie Chantal oder Kevin sind verpönt

Kinder mit den Namen Chantal und Kevin haben es heute hingegen schwer. Sie werden stigmatisiert und diskriminiert. Auch Jungen und Mädchen mit den Namen Dennis, Justin, Jacqueline und Mandy ereilt dieses Schicksal. Ihnen wird nicht viel zugetraut, weder auf persönlicher noch auf beruflicher Ebene. Die meisten Menschen ordnen diese Vornamen niederen Bildungsschichten zu.

Fällt die Entscheidung für einen Vornamen schwer?

Die Umfrage hat noch ein weiteres Ergebnis zutage gebracht: Ein Drittel der befragten Eltern gab an, sich sehr leicht auf einen Vornamen für das Kind geeinigt zu haben, rund die Hälfte immerhin eher leicht. Anregungen und Ideen stammten überwiegend aus dem Freundeskreis und der Familie. Dass die Namensgebung in der Realität so unkompliziert abgelaufen sein soll, können die Forscher kaum glauben. Womöglich, dass die Eltern die langen und hitzigen Diskussionen erfolgreich verdrängt haben.

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