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Kindererziehung: Die größten Irrtümer

Meinungen über die angeblich richtige Kindererziehung gibt es wie Sand am Meer. Dennoch ziehen sich einige Erziehungsmythen wie ein roter Faden durch viele Familien. Hier erfahren Sie mehr.

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© MEV-Verlag

Einheitlicher Stil in der Kindererziehung?

Viele Eltern glauben, für die Kindererziehung sei es wichtig, dass Vater und Mutter in allen Fragen der Kindererziehung einer Meinung seien. Das stimmt keineswegs. Dafür ist es umso wichtiger, dass beide Partner die Erziehungsstile des anderen akzeptieren und ihm nicht in den Rücken fallen. Auch bei der Frage, ob ein regelmäßiges, gemeinsames Familienessen wichtig für das Familienleben ist, gehen die Meinungen auseinander. Tatsächlich ist es typisch für unsere schnelllebige Gesellschaft, dass das gemeinsame Zusammenkommen und Zeitverbringen innerhalb einer Familie zu kurz kommt. Familienrituale wie etwa ein gemeinsames Abendessen, bei welchem über Sorgen, Probleme, Erlebnisse und auch Alltägliches gesprochen werden kann, sind sehr wichtig.

Kindererziehung: Erst Hausaufgaben, dann spielen?

Gespielt wird erst, wenn die Hausaufgaben erledigt sind – diese Maxime findet man in der Kindererziehung häufig. Sie passt allerdings nicht zu jedem Kind. Manche Kinder sind nach der Schule so erschöpft, dass an Hausaufgaben erst einmal gar nicht zu denken ist, andere möchten ihre Hausaufgaben möglichst schnell hinter sich bringen. Auf diese individuellen Bedürfnisse sollte in der Kindererziehung geachtet werden. Dies bezieht sich auch auf das Lernen für die Schule. Einer unter vielen Lerntipps besagt, dass Lernen mit Spaß wichtig ist – und hier kommt es auch darauf an, wann der beste Zeitpunkt zum Lernen ist beziehungsweise wann Kinder Spaß am Lernen aufbringen können.

Schadet Fernsehen der Entwicklung?

Streit bricht oft auch über der Frage aus, ob und wie viel Fernsehen erlaubt ist. Hier kann festgehalten werden: Fernsehen im Allgemeinen ist nicht schädlich für die Kindererziehung. Wir leben heute in einer medialen Welt – eine Kindererziehung ganz ohne Medien ist weder möglich noch sinnvoll. Der Experten-Rat: Gemeinsam mit dem Kind eine Kinderfernsehzeitschrift durchsehen, für eine bestimmte Sendung entscheiden und im Anschluss die Gedanken darüber austauschen. Einen zu großen Teil im Alltag des Kindes sollte Fernsehen jedoch nicht einnehmen.

Streitkultur in der Kindererziehung ist wichtig

Eine Standardsituation: Ein Geschwisterteil nimmt dem anderen etwas weg und es gibt Tränen. Die Standardreaktion vieler Eltern: Das Kind, welches falsch gehandelt hat, wird ausgeschimpft. Diese Reaktion ist allerdings für die Kindererziehung nicht sehr förderlich. Grund: Die Kinder lernen, dass sie Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie anderen etwas wegnehmen. Besser für die Kindererziehung wäre es, das Kind, dem etwas weggenommen wurde, zu trösten und das andere ein wenig zu ignorieren, ihm also kurzfristig Aufmerksamkeit zu entziehen.

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