Ratgeber

Waldorfschule: Ohne Druck lernen

Das Erziehungskonzept von Waldorfschulen orientiert sich an der Weltanschauung von Rudolf Steiner: Freiheit in der Entwicklung und Gleichheit aller Schüler sind wichtige Grundsätze seines Konzepts.

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© MEV-Verlag

Was sind Waldorfschulen?

Ob Ihr Kind Sprachen lernen, Lesen lernen oder Rechnen lernen soll – in Waldorfschulen wird auf spezielle Lerntechniken gesetzt. Die Schulen wollen Ihrem Nachwuchs Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln, die weniger mit der Anhäufung von Wissen zu tun haben und sich stattdessen an der individuellen Persönlichkeit des Schülers orientieren. Der Philosophie des Begründers Rudolf Steiner folgend, spielt Faktenwissen in den ersten Lebensjahren eines Menschen keine Rolle. Daher sollen Kinder nicht mit streng durchgeplanten Lehrplänen Wissen pauken, sondern sich im eigenen Tempo entwickeln – mit Neugier und Lust auf Neues soll Ihr Nachwuchs seinen Weg finden.

Kreativität entwickeln und in der Gruppe leben

Ihr Nachwuchs soll in einer Waldorfschule lernen, Kreativität zu nutzen und weiter zu entwickeln. In der Gruppe lernen die Kinder schließlich, miteinander umzugehen. Von dem positiven Einfluss in der Jugend sollen die Schüler ihr ganzes Leben lang profitieren. Zählen und Rechnen ist beispielsweise nicht einfach nur eine abstrakte Kopfsache, sondern wird bei der Waldorfpädagogik mit dem ganzen Körper erlernt. Kinder stehen in einem Kreis und stampfen beim Erlernen der Zahlen einfach mit – die Zahlen sollen dadurch fassbarer werden.

Schulabschluss auf einer Waldorfschule

Waldorfschulen sind staatlich anerkannte Ersatzschulen, das heißt, je nach Bundesland werden Prüfungen für die unterschiedlichen Schulabschlüsse angeboten – von der Sekundarstufe I, also dem Haupt- oder Realschulabschluss, bis zur Sekundarstufe II, dem Abitur. Die Abschlüsse haben genau dieselbe Gültigkeit wie in staatlichen Schulen. Externe Prüfungen werden beispielsweise von einem Lehrer aus einer staatlichen Schule, einem Vertreter der jeweiligen Schulverwaltung und dem Fachlehrer aus der Waldorfschule abgehalten. In Hamburg und Hessen haben die Schulen meistens sogar eine gymnasiale Oberstufe integriert, wodurch sie den staatlichen Abschluss selbst abnehmen dürfen.

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