Ratgeber

Cybermobbing

Zahlreiche Jugendliche werden zu Mobbing-Opfern im Internet - Tendenz steigend. Doch wie können sie sich schützen und dagegen vorgehen?

20.09.2012 10:00 | 1:40 Min | © SAT.1

Was ist Cybermobbing?

Mobbing findet heutzutage nicht mehr nur am Arbeitsplatz oder in der Schule statt, sondern auch und vor allem in der virtuellen Welt. Besonders Jugendliche sind von der Form des psychischen Fertigmachens im Internet, auch Cybermobbing genannt, betroffen. Rund 20 Prozent aller jugendlichen Internetuser sind Schätzungen zufolge Ziel von Lästereien, Beleidigungen oder Bedrohungen im World Wide Web - mit steigender Tendenz. Im Internet, so scheint es, ist durch die Anonymität die Hemmschwelle für derlei Übergriffe niedriger als in der realen Welt.

Darüber hinaus sind vielen Tätern die Konsequenzen ihres Handelns oftmals gar nicht bewusst. Sie sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie mit solchen öffentlichen Diffamierungen eine Straftat begehen, die mit einer hohen Geldbuße bis hin zur Freiheitsstrafe geahndet wird. Auch denken viele nicht darüber nach, was sie mit derartigen Internet-Hetz-Kampagnen bei ihren Opfern anrichten: Was für den Einen bloß ein harmloser Scherz sein mag, löst bei dem Anderen enorme Ängste und psychische Probleme aus und kann im schlimmsten Fall in einem Selbstmord enden.    

Was tun gegen Mobbing im Internet?

Verleumdungen und Beleidigungen im Internet sind alles andere als harmlos und können nicht nur das Image ankratzen, sondern eine Karriere und mitunter sogar ein ganzes Leben zerstören. Wer sich einer ernsten Cybermobbing-Attacke ausgesetzt sieht, sollte sich dagegen schnell und entschlossen zur Wehr setzen.  

Werden Beleidigungen oder peinliche Bilder auf einer öffentlichen Plattform wie Facebook oder Studi VZ verbreitet, sollte man unverzüglich den Betreiber der Webseite darüber informieren und die Einträge von der Seite löschen lassen - notfalls mit Hilfe eines Anwalts. Wer alle negativen Spuren von sich im Internet zuverlässig löschen will, kann sich auch professionelle Hilfe von Experten holen zum Beispiel über www.secureme.de oder www.deinguterruf.de.  

In schwerwiegenden Fällen von Cybermobbing sollte man sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Wichtig: Zuvor Beweismaterial sichern - also Screenshots beziehungsweise Kopien von unangenehmen Bildern, beleidigenden E-Mails, SMS oder Internet-Posts machen. 

Wie kann man sich vor Cybermobbing schützen?

Natürlich lässt sich Cybermobbing nicht immer gänzlich verhindern. In einigen Fällen kennen sich Mobbing-Opfer und Täter nicht einmal persönlich und nicht alle Täter benötigen einen Grund, um jemanden öffentlich fertigzumachen. Dennoch kann man sich in einem gewissen Rahmen vor Online-Übergriffen schützen. 

Dazu gehört es in erster Linie, keine allzu persönlichen Daten wie private Fotos oder Handynummern und E-Mail-Adressen von sich im Internet preis zu geben! Bei öffentlichen Profilen sollten zudem die Sicherheitseinstellungen für den Privatbereich genau beachtet werden, damit dieser wirklich nur engsten Freunden zugänglich ist.

Wer diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, rät die Polizei-Beratung auf ihrer Homepage, schützt sich so nicht nur vor Cybermobbing, sondern darüber hinaus auch vor Phishing-Attacken und Schadsoftware.

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare