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Schule im Schwarzwald verbietet aufreizende Kleidung

Mit steigenden Temperaturen fallen in der Regel immer mehr Hüllen – auch in der Schule. In einer baden-württembergischen Schule wird freizügiger Mode jetzt ein Riegel vorgeschoben: Sexy Hotpants und bauchfreie Tops sind ab sofort verboten. Doch wann ist eine Grenze des guten Geschmacks überschritten?

08.07.2015 10:00 | 4:20 Min | © Sat.1

#Das Gesetz bleibt uneindeutig

An öffentlichen Schulen dürfen Schüler in der Regel anziehen, was sie wollen – das gilt bundesweit. Lehrer und Rektoren sind nicht berechtigt, den Kindern und Teenagern ihrer Individualität, welche sich häufig durch Styling und Frisuren ausdrückt, zu berauben.

In besonderen Fällen kann jedoch der Schulrat einberufen werden. Denn: Stört die Kleidung dem Schulfrieden, ist es Zeit, zu intervenieren. Das betrifft vor allem diejenige Kleidung, die die Aufmerksamkeit der Schüler so stark ablenkt, dass sie nicht mehr entsprechend am Unterricht teilnehmen können.

#In Sack und Leinen

So geschehen in der Schule in Horb am Necker, im Schwarzwald. Dort gab es einen blauen Brief an die Eltern der freizügigen Kids: „Wer zu aufreizend gekleidet ist (zum Beispiel bauchfreies Shirt, Hotpants...), der bekommt von der Schule ein großes T-Shirt gestellt, das er/sie sich bis zum Schultagsende anziehen muss“, zitiert der „Schwärzwälder Bote“. Kaum eine Strafe, die die Schüler härter treffen könnte.

#Ist Schulkleidung die Lösung?

Ob eine einheitliche Schulkleidung sinnvoll ist oder nicht, wird immer wieder heftig diskutiert. Pädagogen sehen viele Vorteile in dieser Maßnahme:  Mobbing  und Markenfetischismus würden unterbunden, die Teenies könnten sich auf Augenhöhe begegnen.

Trotzdem gilt eine Schuluniform heute als veraltet und spießig. Eltern wollen ihren Kindern möglichst viel Freiraum bieten. Doch das bedeutet auch, dass sie immer mal wieder eingreifen müssen, denn...

#Eltern sollten ein Auge auf ihre Kinder haben

Natürlich ist es die falsche Methode, Minirock, knappe Shirts und Hotpants einfach verschwinden zu lassen. Auch Androhungen mit erhobenen Finger stoßen oftmals nur auf Widerstand.

Wollt ihr also mit euren Kindern über geeignete Kleidung für die Schule sprechen, seid kompromissbereit. Ein Top mit Spaghetti-Trägern ist schon in Ordnung, einen zu  tiefen Ausschnitt sollte es jedoch nicht haben. Redet mit eurem Kind über diese Entscheidung – es muss verstehen können, warum zu aufreizende Kleidung in der Schule nicht angebracht ist. Nur so verhindert ihr, ständig das gleiche Thema diskutieren zu müssen. 

Angeber-Fact: Kleider machen Leute. Das bestätigt eine Studie des Arbeitsministeriums Nordrhein-Westfalen. Wegen ihrer Kleidung oder ihrer Frisur werden etwa 1,6 Millionen Deutsche zu Mobbing-Opfern.

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