Wandern mit Kindern – So gelingt der Outdoor-Spaß

Davon, dass die Natur so einiges zu bieten hat, müssen Kinder gelegentlich erst überzeugt werden. Was bei Ausflügen zu Abenteuerspielplätzen und Badeseen noch leicht gelingt, gestaltet sich beim Wandern etwas schwieriger. Schließlich ist das Zurücklegen weiter Strecken für die meisten Kinder mit Langeweile und müden Füßen verbunden. Eltern, die gerne die Natur auf Wanderschuhen entdecken, können jedoch so einiges tun, um auch ihre Sprösslinge auf den Geschmack zu bringen.

Kind-Wanderweg
Gut ausgerüstet wandern auch Kinder lieber. © Quelle: blanca_rovira (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Auch Kinder brauchen gute Ausrüstung

Wandern gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. In einer Umfrage bestätigten 6,6 Prozent der Teilnehmer, dass sie häufig zum Wandern gehen, während 31,31 Prozent ab und zu die Wanderschuhe schnüren. Gerade Wanderfreunde, die auch anspruchsvolle Wege gehen und mehrere Stunden in der freien Natur verbringen, wissen um die Notwendigkeit einer guten Ausrüstung. Auch bei Wanderungen mit Kindern sollten deshalb auch schon die Kleinsten gut ausgestattet auf Entdeckungstour gehen - denn auch Rucksack und Co. können durchaus motivierend wirken.

Um beim Wandern glücklich zu werden, brauchen Kinder Ausrüstungsgegenstände wie:

  • gute Wanderschuhe,
  • einen eigenen Rucksack,
  • ein Entdecker-Set mit Becherlupe,
  • robuste Outdoor-Bekleidung
  • und der Witterung angepasstes Zubehör wie Handschuhe, Mütze oder Sonnenschutz.

Es lohnt sich, diese Ausrüstung gemeinsam mit den Kindern auszusuchen, denn dann können sie selbst über Farben und Muster entscheiden. Mit einem Rucksack, der auch wirklich gefällt, wandert es sich gleich leichter. Doch nebst der optischen Aufmachung des Wander-Equipments spielt für Eltern auch dessen Qualität eine Rolle. An ihr sollte nicht gespart werden, denn bei Entdeckungstouren in der Natur müssen die Materialien so einiges aushalten können. Auf gute Qualität der Materialien der Outdoor-Accessoires wird bei Campz.de geachtet. Eltern können so sichergehen, dass die gekauften Schuhe auch tatsächlich den Witterungsanforderungen entsprechen. Während beispielsweise Wanderschuhe für den Herbst und Winter wasserabweisend und vor Regen schützen sollten, sollten Sommerschuhe dagegen möglichst atmungsaktiv und leicht sein – hier ist eine gute Beratung wichtig!   

Zum vollständigen Wander-Equipment gehört ebenfalls ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe Set. Pflaster, Zeckenschutz, feuchte Tücher, desinfizierendes Wundspray, Sonnencreme im Sommer und auch eine Pinzette für kleine Holzsplitter erweisen sich als hilfreich, wenn in der Natur einmal etwas schiefgeht.

Die richtige Strecke für Wanderungen mit Kindern

Spielplatz-Freiheit
Ein Spielplatz entlang der Wanderroute lockert lange Strecken auf. (Quelle: Antranias (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Selbstverständlich verfügen Kinder nicht über die gleiche Ausdauer und Leistungsfähigkeit, wie sie bei erwachsenen Outdoor-Fans vorhanden ist. Die Streckenauswahl spielt daher bei einer Wanderung mit Kindern eine besondere Rolle. Schließlich soll es unterwegs weder langweilig werden, noch darf die Strecke Kinder überfordern. Dann nämlich ist es mit der Lust auf regelmäßiges Wandern schnell vorbei.

Laut Fernwege.de gibt es eine Möglichkeit, die optimale Wanderdistanz zu berechnen. Das Alter des jüngsten Mitgliedes der Wandergruppe wird hierfür mit dem Faktor 1,5 multipliziert, woraus sich die maximale Länge der Wanderroute ergibt. Ein vierjähriges Kind sollte daher nicht mit Strecken von über sechs Kilometern konfrontiert werden, während es zehnjährige Wanderer durchaus mit 15 Kilometern aufnehmen können. Auch ist die optimale Streckenlänge stets abhängig von möglichen Steigungen, da diese natürlich anstrengender sind. Dabei sollten Eltern auch wissen, dass Kinder nicht so schnell wandern wie sie selbst. Die Dauer, die für eine Wanderung ohne Kinder veranschlagt werden kann, verdoppelt sich mit Kindern.

Zur perfekten Wanderroute – egal ob in Deutschland oder in anderen Ländern -  gehört bei einer Tour mit Kindern stets auch ein abwechslungsreiches Angebot. Liegen am Wegesrand Spielplätze oder handelt es sich um einen speziellen Familienwanderweg mit Info- und Spielstationen, so kommt keine Langeweile auf. Auch sind Rundwege stets vorteilhaft, denn hier wird die gleiche Strecke nicht zweimal gegangen und es bietet sich von Anfang bis Ende des Kurses immer wieder Neues.

Unterhaltung „to go“ – Tipps gegen Langeweile

Kinder-Spielen
Lustige Spiele bringen auch Wandermuffel auf Trab. Quelle: lenkafortelna (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Eine abwechslungsreiche Wanderroute mit kindgerechter Länge ist bereits eine gute Voraussetzung für Spaß mit der ganzen Familie. Einhundertprozentigen Schutz vor aufkommender Langeweile bietet jedoch auch der spannendste Rundweg nicht. Daher ist es für Eltern gut, wenn sie in Form zusätzlicher Aktivitäten ein Ass aus dem Ärmel ziehen können. Es gibt einige Wanderspiele, die bequem während des Gehens gespielt werden können und auch längere Durststrecken verkürzen.

So können Eltern mit ihren Kindern während der Wanderung klassische Spiele wie „Ich packe meinen Koffer“, „Wörterkette“, und „Wer bin ich“ spielen, um Nörgelei und Unzufriedenheit vorzubeugen. Ebenfalls ein cleverer Schachzug gegen Langeweile beim Wandern ist Geocaching. Mit einer App, in der die Caches angezeigt und per GPS gesucht werden können, begibt sich die ganze Familie auf Schatzsuche und der Wandertag verfliegt im Nu. Einige Geocaching-Apps stellt Chip.de in einem Artikel vor .

Und soll der Wandertag zu einem ganz besonderen Erlebnis werden, kann mehr als nur ein gewöhnliches Picknick geplant werden. An Stellen, die Lagerfeuer ausdrücklich erlauben, grillt die Familie gemeinsam Stockbrot, Marshmallows oder Würstchen und genießt die Natur dabei auch in den Abendstunden. Dass beim Kochen mit Kindern selbstverständlich auch in der Natur auf deren Sicherheit geachtet werden muss, liegt auf der Hand. So sollten Kinder nicht mit einem Campingkocher oder einem scharfen Messer hantieren, um Verletzungen zu verhindern. Von einem Wander-Ausflug mit Abenteueressen werden die Kinder sicherlich auch in der Schule oder in Kindergarten erzählen. Und vielleicht lassen sich dann auch weitere Sprösslinge anderer Eltern von der Wanderlust anstecken. Dann sind Wandertouren mit mehreren Familien und vielen Kindern ein ganz besonderer Spaß.

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