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Kredite gibt es viele – aber welcher Kredit ist wofür geeignet?

Mittlerweile ist es relativ einfach und mitunter auch recht günstig geworden, Geld zu leihen. Da es jedoch eine Vielzahl von unterschiedlichen Krediten gibt, ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.

Um aber für sich selbst den wirklich passenden Kredit zu finden, sollte man zumindest die wichtigsten Kreditarten kennen. Wir erklären die Unterschiede!

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Dass sich Kredite vor allem bei den Zinsen unterscheiden, ist den meisten Menschen bewusst. Es gibt bei Krediten aber noch viel mehr zu beachten:

Laufzeiten, flexible Rückzahlungen oder auch Voraussetzung zur Bewilligung sind nur einige der Dinge, die sich bei den verschiedenen Kreditarten unterscheiden.

Kredite sind heute flexibler geworden und gerade weil der Markt der Kreditgeber so umkämpft ist, sind neue Kreditarten für unterschiedliche Verwendungszwecke entstanden.

Wir erklären die wichtigsten Kreditarten – übersichtlich und auf einen Blick!

1. Annuitätendarlehen

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Ein Annuitätendarlehen ist an sich das klassische Darlehen und wir oftmals für die Baufinanzierung genutzt, weshalb es mitunter auch als Immobilienkredit bezeichnet wird. Bei dieser Darlehnsart werden der Kreditbetrag, die Zinshöhe und auch gleichzeitig eine monatliche Rate zur Rückzahlung festgelegt. Die Rate besteht dabei aus einem Teil der Tilgung und einem Teil Zinsen.

Da die Rückzahlungsrate beim Annuitätendarlehen immer gleichbleibt, ist diese Kreditart günstig, sehr gut kalkulierbar und wird vor allem zur Finanzierung von größeren Beträgen, wie beispielsweise beim Hausbau genutzt.

In zinsgünstigen Zeiten wie jetzt, kann das Annuitätendarlehen natürlich besonders günstig aufgenommen werden, es ist aber grundsätzlich weniger flexibel. Wenn sich die finanzielle Situation also ändert, kann das Darlehen nicht ohne weiteres abgelöst oder Ratenzahlungen ausgesetzt werden.

2. Ratenkredit

Der Ratenkredit ist ähnlich wie das Annuitätendarlehen, auch hier werden wieder ein Teil der Kreditsumme und ein Teil der Zinsen abbezahlt. Während beim die Zinsen beim Annuitätendarlehen jedoch über die komplette Laufzeit konstant sind, ändern sich diese beim Ratenkredit.

Mit abnehmender Restschuld minimiert sich beim Ratenkredit die Zinsbelastung.

3. Schnellkredit

Beim Schnellkredit geht alles, wie der Name schon sagt – schnell! Ganz anders als beim Annuitätendarlehen, dem in der Regel ein längerer Prozess mit Prüfung der Kreditwürdigkeit etc. vorausgeht, wird der Schnellkredit sehr zeitnah genehmigt und ausgezahlt.

Bei einigen Kreditvermittlern wie etwa Vexcash wird der Kredit sogar innerhalb einer Stunde genehmigt und dann auch noch innerhalb von 60 Minuten am selben Tag ausgezahlt. So schnell geht es bei keiner anderen Art von Krediten. Und so schnell wie der Kredit ausgezahlt wird, fast genauso schnell kann er auch zurückgezahlt werden. Auf diese Weise spart man sich die lange Rückzahlung, die man von herkömmlichen Krediten kennt.

Die Laufzeiten sind hier sehr kurz, weshalb Schnellkredite auch eher etwas für den kurzfristigen Geldbedarf von nicht allzu hohen Summen sind. Hinzu kommt auch, dass die Zinsen bei Schnellkrediten in der Regel geringfügig höher sind, als bei anderen Kreditarten.

4. Dispokredit

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Der Dispokredit, offiziell auch als Dispositionskredit bezeichnet, ist den meisten Menschen zwar bekannt, aber hier trotzdem eine kurze Erklärung:

Bei diesem Kredit handelt es sich um einen festgelegten Kreditrahmen, um welchen das Girokonto überzogen werden darf. Der Dispokredit ist natürlich extrem flexibel, weil er in Anspruch oder auch wieder abgezahlt werden kann, wie es gewünscht ist.

Der große Nachteil ist hier aber, dass die Dispokreditzinsen meist sehr hoch sind und es für Personen, die ihren Kreditrahmen dauerhaft überziehen, schwierig werden kann, diesen auszugleichen. In diesen Fällen sollte überlegt werden, ob eventuell die Aufnahme eines anderen Kredits sinnvoll sein kann.

5. Abrufkredit / Rahmenkredit

Die beiden Bezeichnungen werden normalerweise für Dasselbe verwendet – sie bezeichnen einen Kredit, bei dem ein festgelegter Betrag auf einem Kreditkonto zur Verfügung gestellt wird. Der Kreditnehmer kann über dieses Geld dann frei verfügen, er kann die Summe entweder komplett abheben oder auch nur Teilbeträge.

Zurückgezahlt wird der Kredit einfach durch Einzahlungen auf dieses Konto. Der Abrufkredit ist also ähnlich wie ein Dispokredit, die Zinsen sind jedoch günstiger – wenn meist auch nicht so günstig, wie bei einem Ratenkredit.

6. KfW-Kredit

Das KfW in der Kreditbezeichnung steht für die staatliche „Kreditanstalt für Wiederaufbau“. Im Rahmen von Förderungsprogrammen werden hier Kredite an Privatpersonen und auch Unternehmen vergeben - diese zeichnen sich durch besonders günstige Konditionen aus.

Typische Kreditnehmer von KfW-Krediten sind Existenzgründer , kleine und mittelständische Unternehmen oder Eigenheimkäufer. Ebenso werden die Kredite häufig an Personen vergeben, die sich in der Aus- bzw. Weiterbildung befinden.

Weitere Kredite:

Neben diesen Hauptkreditarten gibt es natürlich noch viele weitere Kreditformen, die entweder auf bestimmte Verwendungszwecke oder auch auf bestimmte Personengruppen ausgelegt sind, wie:

  • Gründerkredit: Für Existenzgründer, Gründer von Unternehmern
  • Beamtenkredit: Für Beamten und Angestellte des öffentlichen Dienstes
  • Autokredit : Für die Finanzierung beim Autokauf
  • Kontokorrentkredit: Dispokredit für Unternehmen

Selbstverständlich unterscheiden sich auch die einzelnen Banken bei den angebotenen Krediten, wobei die Höhe der Zinsen auch bei gleichen Kreditarten von Bank zu Bank natürlich nochmals unterschiedlich sein kann.

Speziell, wer eine höhere Summe aufnehmen möchte und wer sich somit auch längerfristig an eine Bank und einen Kreditrahmen bindet, sollte von der Entscheidung genau prüfen , welcher Kredit der Richtige ist!

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