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Ärger über Sonderangebote

Wer einige tolle Sonderangebote in einem Prospekt entdeckt, ärgert sich verständlicherweise, wenn die Produkte dann im Supermarkt oder Warenhaus nicht zu finden sind. Kann man in einem solchen Fall eigentlich auf die Sonderangebote bestehen? Und wie lange müssen sie vorrätig sein?

25.06.2012 10:00 | 3:29 Min | © SAT.1

Kann man auf Sonderangebote aus einem Prospekt bestehen?

Prospekte verfolgen in erster Linie ein Ziel: Kunden in den Laden locken, die nicht nur bei den Schnäppchen, sondern auch sonst kräftig zugreifen. Diese Absicht ist legitim. Ärgerlich ist es für den Verbraucher allerdings, wenn die Waren im Markt teurer sind, als es der Prospekt versprochen hat oder die Sonderangebote nicht vorrätig sind. Händler greifen auch auf die Masche zurück, ihre eigenen Sonderangebote schlecht zu reden oder sehr lange Lieferzeiten anzukündigen, damit der Kunde ein teureres Produkt kauft. All diese Tricks sind unzulässig. Folgen können Abmahnungen und Unterlassungsklagen sein, die Verbraucherzentralen oder Mitbewerber veranlassen können. Letztere können sogar Schadenersatz geltend machen. Außerdem ist ein solches Verhalten unter Umständen sogar strafbar. Dem Verbraucher im Laden bringt das im Moment der Enttäuschung natürlich wenig: Einen Anspruch auf die Sonderangebote hat er nämlich nicht. Prospekte stellen kein verbindliches Angebot dar. Allerdings wirkt ein kurzer Hinweis auf die oben beschriebenen Folgen für den Markt oft Wunder und der Händler sorgt mit einem Mal schnell für Ersatz.

Wie lang müssen Sonderangebote vorrätig sein?

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Wie lang müssen Sonderangebote überhaupt vorrätig sein? Tatsächlich halten einige Händler ihre Sonderangebote extra knapp, damit der Kunde, wenn er vor der leeren Palette steht, zu einem anderen, teureren Produkt greift. Wer mit Schnäppchen wirbt, muss aber dafür sorgen, dass auch eine angemessene Menge der Sonderangebote im Lager bereit steht – und zwar entsprechend der zu erwartenden Nachfrage. Angemessen bedeutet in diesem Zusammenhang: Die Sonderangebote sollten etwa zwei Tage lang verfügbar sein. Das schließt natürlich nicht aus, dass Sonderangebote auch schon einmal nach zwei Stunden vergriffen sein können. Ist das allerdings die Regel, liegt der Verdacht auf unzulässige Lockangebote nahe. In einem solchen Fall sollte man sich nicht scheuen, die Verbraucherzentrale zu informieren.

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