Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Schock-Urteil für ebay-Verkäufer

Ein neues Urteil des BGH kannn für ebay-Verkäufer problematisch werden. Rechtsanwalt Tim Hoesmann erklärt den aktuellen Fall.

13.11.2014 10:00 | 4:16 Min | © Sat.1

Verkäufer muss Schadenersatz zahlen

Der Bundesgerichtshof hat einem Ebay-Bieter bezüglich seiner Schadenersatzforderung recht gegeben. Der Bieter hatte gegen einen Verkäufer geklagt, weil dieser eine Auktion vorzeitig beendet hatte.

Was war passiert? Der Besitzer eines VW Passats hatte sein Auto bei Ebay eingestellt – Startgebot ein Euro. Als er dann wenige Stunden später den Wagen anderweitig für 4.200 Euro verkaufen konnte, zog er das Ebay-Angebot einfach wieder zurück. Da hatte allerdings bereits ein Interessent ein Gebot von einem Euro auf den Passat abgegeben – das bis dahin höchste Gebot.

Verärgert über den vorzeitigen Auktionsabbruch forderte der Bieter Schadenersatz von dem Verkäufer in Höhe des Schätzwertes des Gebrauchtwagens: stolze 5.250 Euro. Der BGH hat der Schadenersatzforderung nun zugestimmt, denn der Bieter hatte den Wagen juristisch wirksam erworben.

Schließlich war ein wirksamer Vertrag zwischen beiden Parteien zustande gekommen: Wer einen Artikel über Ebay anbietet, macht damit ein verbindliches Angebot, der Höchstbietende nimmt dieses Angebot an.

Vorsicht vor Abbruch-Jägern

Wer also einen Artikel über die Auktionsplattform Ebay verkaufen will, sollte sein Angebot noch einmal gründlich checken, bevor er es tatsächlich veröffentlicht. Nach dem rechtskräftigen Schadenersatz-Urteil werden sich wahrscheinlich noch mehr sogenannte Abbruch-Jäger auf der Plattform tummeln, die auf vorzeitige Auktionsabbrüche spekulieren.

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Fan werden