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Soziale Netzwerke: Was darf mein Chef?

Kann ich Verträge via Facebook schließen, und darf mein Arbeitgeber in sozialen Netzwerken nach mir schnüffeln? Antworten zu diesen Fragen hat Rechtsexperte Richter Alexander Hold.

09.07.2012 10:00 | 3:35 Min | © SAT.1

Welche negativen Folgen können soziale Netzwerke haben?

Soziale Netzwerke helfen in Kontakt zu bleiben, Informationen zu teilen, über das Neueste informiert zu sein. Aber soziale Netzwerke vermögen auch noch mehr, leider wird das die meiste Zeit von ihren Nutzern vergessen. Richter Alexander Hold klärt darüber auf, dass soziale Netzwerke besonders für den Arbeitsplatz auch negative Folgen haben können. Der Experte für rechtliche Fragen erklärt außerdem, ob Informationen, die über soziale Netzwerke in Erfahrung gebracht wurden, im Bewerbungsgespräch verwendet werden dürfen. 

Darf mich mein Chef über soziale Netzwerke ausspionieren?

Ein Bewerbungsgespräch ist auch ohne weitere Zusatzbelastung durch soziale Netzwerke ein sehr anstrengendes Unterfangen. Was haben hier also Informationen über den Bewerber zu suchen, die über soziale Netzwerke in Erfahrung gebracht wurden? Eigentlich möchte man nicht, dass der Arbeitgeber zu viele private Informationen über einen selbst weiß. Doch in der heutigen Zeit scheint das digitale Selbst präsenter zu sein, als man denkt. Soziale Netzwerke sind auch Datensammler: Was man hier von sich preisgibt, zeigt man oft gleichzeitig der Öffentlichkeit und das kann leicht in falsche Hände gelangen. Sitzt man also in einem Vorstellungsgespräch, kann es passieren, dass der Chef in spe durch soziale Netzwerke mehr über den Bewerber weiß, wie dem vielleicht lieb ist. Am Ende kosten soziale Netzwerke womöglich die Arbeitsstelle. 

Informationen über soziale Netzwerke benutzen

Es ist heute weit verbreitet, dass sich Arbeitgeber über soziale Netzwerke Informationen über ihre Arbeitnehmer beschaffen. Zum Beispiel, ob sie viele Feste feiern, viel Alkohol trinken oder wie ihr Familienstand ist. Dabei geht es um verschiedene soziale Netzwerke: Facebook, xing oder LinkedIn sind nur drei unter vielen, die über eine einfache Suchmaschinen-Anfrage Informationen über die nutzenden Personen rausgeben. Die über soziale Netzwerke gefundenen Informationen darf der Arbeitgeber dann auch verwenden. Allerdings kommt es dabei auf die Art des Netzwerkes an: Facebook hat in seinen Datenschutzbestimmungen zum Beispiel festgelegt, dass die hier auffindbaren Informationen allein zu privaten Zwecken zu nutzen sind.

Informationen durch soziale Netzwerke mit diesen Richtlinien darf ein Arbeitgeber also nicht nutzen. Anders bei berufsorientierten Netzwerken. Generell gilt: Vor einem Bewerbungsgespräch jeden virtuellen Mist über die eigene Person löschen! So kommt es auch nicht zu unangenehmen Situationen. 

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