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StVO für Fußgänger: Das ist verboten!

Fällt der Begriff StVO, denken viele sofort an Autofahrer. Doch auch für Fußgänger gibt es viele Verkehrsregeln – und nicht jede Vorschrift ist weithin bekannt. Darf ich etwa als Fußgänger betrunken im Straßenverkehr unterwegs sein?

31.08.2012 10:00 | 6:31 Min | © SAT.1

Die rote Ampel und die StVO: Was gilt für Fußgänger?

Bei Rot stehen bleiben? Was für Autofahrer eine Selbstverständlichkeit ist, scheint für viele Fußgänger reine Ermessenssache zu sein. Viele halten sich nur daran, wenn kein Fahrzeug in Sicht ist. Dass sie damit gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, scheinen viele nicht zu wissen. Wer bei Rot die Straße überquert und dabei erwischt wird, muss fünf Euro Verwarnungsgeld bezahlen. Das gilt im Übrigen auch für Fußgänger, die neben einer Ampel über die Straße huschen. Eine andere Verkehrsregel, über die gern gestritten wird: Dürfen auch Fußgänger die Straße benutzen? Ganz klar: nein. Fußgänger müssen sich stets auf dem Gehweg bewegen. Überqueren sie die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten, riskieren sie neben ihrer Gesundheit auch ein Bußgeld in Höhe von fünf Euro. Laut StVO müssen sie eine Straße zügig und auf dem kürzesten Weg überqueren – und zwar ausschließlich an Ampeln, Zebrastreifen und Einmündungen. 

Betrunkene Fußgänger sind nach der StVO ein No-Go

Fußgänger müssen den Gehweg also ohne Ausnahmen benutzen?! Nein, es gibt tatsächlich Ausnahmen. Führt ein Fußgänger etwa sperrige Gegenstände mit sich, muss er die Fahrbahn benutzen, um die übrigen Fußgänger nicht erheblich zu behindern. Er muss sich jedoch am rechten Fahrbahnrand bewegen. Möchte er nach links abbiegen, darf er sich allerdings keinesfalls auf der Straße links einordnen, sondern muss den Fußgängerüberweg benutzen. Eine andere Regel scheint auf den ersten Blick selbstverständlich: Fußgänger dürfen so viel Alkohol trinken wie sie wollen – immerhin soll man betrunken doch das Auto stehen lassen. Tatsächlich erlaubt die StVO allerdings auch Fußgängern keinen hemmungslosen Alkoholkonsum. Wer mehrmals mit mehr als 1,6 Promille im Straßenverkehr erwischt wird, kann zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, besser bekannt als Idiotentest, geschickt werden. Unser Rat: lieber ein Taxi nehmen.

Vom Fußgänger zum Radler: Dürfen Eltern laut StVO auf den Gehweg?

Besonders umstritten ist diese Frage: Dürfen Eltern, wenn sie ihre radelnden Kinder begleiten, mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren? Laut StVO nicht. Das Verkehrsrecht schreibt Kindern bis zum achten Lebensjahr das Fahren auf dem Gehweg vor, bis zum zehnten Lebensjahr dürfen sie ihn benutzen. Wer älter ist, muss auf der Straße fahren. Ansonsten könnten 25 Euro Strafe fällig werden. Problem nur: Verursacht das Kind auf dem Gehweg einen Unfall, müssen sich die Eltern wegen Verletzung der Aufsichtspflicht verantworten. Am besten sollte man als Elternteil situationsbedingt entscheiden, wo man mit seinem Rad fährt.

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