Ratgeber

Tarife vergleichen und sparen: Bis zu 5000 Euro mehr zum Leben

Ob ungünstige Versicherungsverträge mit zu hohen Prämien oder überteuerte Girokonten mit schlechten Konditionen, ob zu hohe Kosten für Strom, Gas und Wasser oder üppige Rechnungen für Mobilfunk und Internetanschluss: wir alle verschenken regelmäßig Geld!

Bis zu 5000 Euro können Familien laut Verbraucherzentralen im Jahr sparen, die ihre Verträge und Policen regelmäßig (am besten jährlich) auf den Prüfstand stellen. Für einen Singlehaushalt sind pro Jahr bis zu 3500 Euro Sparpotenzial möglich.

Dabei kann es ganz einfach sein, mittlerweile gibt es viele wirklich sinnvolle Online-Vergleichsportale , mit denen man schnell einen Vergleich durchführen und dann nicht nur Geld sparen, sondern auch die Leistung des Anbieters, Versicherers oder Versorgers erhöhen kann.

Doch etwas aufpassen muss man trotzdem, wir verraten worauf es ankommst!

Geld-Geldrechner
© Pixabay

So leicht der Vergleich von Versicherungen und Tarifen auf den ersten Blick scheint, muss man dennoch sorgfältig auf die Vertragsdetails achten. Wer ausschließlich auf den Preis schaut, bekommt am Ende nicht unbedingt das beste Angebot. Deckt die günstigere Hausratsversicherung auch wirklich alle relevanten Schäden ab? Rechnet sich der niedrigere Grundpreis für Strom oder Gas wenn die monatliche Grundgebühr dafür steigt? Welche Auswirkungen hat der Wechsel des Mobilfunkanbieters auf die Empfangsqualität des Smartphones? Auch die Servicequalität und Kundenfreundlichkeit sollte wenn möglich beachtet werden. Hier können auch immer die Kundenmeinungen von anderen Usern hilfreich sein! 

Bei den Energiekosten können über 1000 Euro im Jahr gespart werden

stromzähler-energie
© Pixabay

Allein bei den Energiekosten kann eine vierköpfige Familie durch einen Anbieterwechsel über 1000 Euro im Jahr sparen. Um den für die eigenen Bedürfnisse und Verhältnisse besten Gas- oder Stromversorger zu ermitteln, nutzt man bequem eins der zahlreichen, unabhängigen  Vergleichsportale im Internet, die bis zu 1.000 Anbieter mit über 12.000 verschiedenen Tarifen berücksichtigen. Man kann beim Vergleich Prioritäten setzen (zum Beispiel Verzicht auf Strom aus bestimmten Quellen) und erhält eine Auswahlliste, die in der Regel nach der jährlichen Ersparnis gegenüber dem aktuellen Stromversorger sortiert ist.

Bei Energielieferverträgen sollte außerdem darauf geachtet werden, eine monatliche Zahlweise zu vereinbaren und keine Vorauskasse zu akzeptieren. Paketpreis-Modelle (Abnahme einer festgelegten Menge Strom/Gas) rechnen sich nur, wenn man seinen Verbrauch genau kennt. Die Kündigungsfrist sollte sechs Wochen nicht überschreiten und die Vertragslaufzeit idealerweise bei einem Jahr liegen. So erhält man sich die Chance, in Zukunft flexibel auf noch günstigere Angebote umzusteigen.

Während man Strom und Gas auf jeden Fall braucht, sollte man seine Versicherungsverträge regelmäßig auf den Prüfstand stellen sich von überflüssigen Policen trennen und mit dem Wechsel zu einem günstigeren Versicherer die monatliche Prämie senken. Aus Sicht des Bundes der Versicherten gehören die Sterbegeldversicherung, die Insassenunfallversicherung und die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr zu den unnötigsten Versicherungen. Aber auch Versicherungen für Brillen, Smartphones und andere technische Geräte sollten genau geprüft werden.

Bei Hausrat- und Kfz-Versicherungen besonders auf den Leistungsumfang achten

Eine Hausratversicherung lohnt sich für jeden, der sein wichtiges Hab und Gut im Schadensfall nicht ohne finanzielle Probleme ersetzen könnte. Sie deckt Schäden an beweglichem Besitz in der Wohnung durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch und Raub ab. Man kann gegen einen Prämienaufschlag auch Fahrräder und Elementarschäden wie Überschwemmung versichern. Am besten nutzt man die Vergleichsportale im Internet, um Angebote verschiedener Versicherer einzuholen. Hausbesitzern empfehlen Versicherungsexperten den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung.

Um in Deutschland ein Fahrzeug zulassen zu können, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden, deren Höhe sich nach dem Schadenfreiheitsrabatt, der Typ- und Regionalklasse des Fahrzeugs sowie nach individuellen Merkmalen richtet. Da die Versicherer in ihrer Beitragsgestaltung weitestgehend frei sind, gibt es auf dem Markt erhebliche Preisunterschiede. Das gilt erst recht für die freiwilligen Kfz-Zusatzversicherungen wie Teilkasko oder Vollkasko. Mit einer preisgünstigen Police können Autofahrer im Jahr hunderte Euro sparen. Deshalb sollte man regelmäßig einen Kfz-Versicherungsvergleich anstellen.

Beim Vergleich der besten Kfz-Versicherungen sollte man neben der Prämienhöhe unbedingt auch auf die Vertragsgestaltung und auf den Versicherungsumfang achten. Viele Versicherungsleistungen empfehlen sich im Grunde nur bei teuren Neufahrzeugen. Für ältere Fahrzeuge lohnt sich angesichts des Wertverlusts eine Vollkaskoversicherung kaum noch. Wer nach einem Vergleich im Internet seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, muss darauf achten, dass die Kündigung zum Ende der Laufzeit (traditionell mit dem Kalenderjahr) den Versicherer bis zum 30.11. erreicht! Nach einem Schadensfall sowie bei einer Beitragserhöhung hat man ein Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats.  

Die Rechtsschutzversicherung gewinnt in Zeiten zunehmender Rechtsstreitigkeiten beruflich und privat an Bedeutung. Die Rechtsschutzversicherung sorgt dafür, dass man im Falle eines Falles die zum Teil sehr hohen Prozess- und Anwaltsgebühren nicht aus eigener Tasche zahlen muss. Beim Rechtsschutz ist darauf zu achten, dass Policen bereits bei einem Widerspruch zahlen. Sollte der Rechtsschutz nicht sofort greifen, sollten andere Angebote gefunden werden. Bei den Prämien können durch einen Online-Vergleich 100 bis 200 Euro im Jahr gespart werden.

Großes Sparpotenzial auch beim Mobilfunk und bei Bankgeschäften

frau-mit-handy
© Pixabay

Nicht nur mit Strom, Gas und Versicherungen lässt sich sparen, sondern auch bei unserem Liebling, dem Smartphone - und somit auch beim Mobilfunktarif. Der Verbraucher hat angesichts zahlreicher neuer Anbieter und Tarife auf dem Markt die Qual der Wahl, telefoniert aber dafür auch so günstig wie nie. Laut Statistischem Bundesamt fallen die Preise für Handytelefonate sowie für die mobile Datennutzung seit 2004 pro Jahr um zwei bis fünf Prozent. Die Suche nach dem optimalen Anbieter sollte man auf die Tarife eingrenzen, die für das eigene Telefonverhalten in Frage kommen. Man findet sowohl Handytarife mit günstigen Rundum-Konditionen als auch solche, die spezielle Angebote für Telefonate innerhalb der Community oder zum mobilen Surfen machen. Durchschnittstelefonierer können mit dem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter Experten zufolge bis zu 250 Euro jährlich einsparen.

Last but not least lässt sich natürlich auch bei Finanzangelegenheiten jede Menge Geld sparen. Die Stiftung Warentest hat beispielsweise ermittelt, dass deutsche Bankkunden im Schnitt 13,36 Prozent Zinsen für einen Dispokredit zahlen. Hier gibt es zum einen Banken mit deutlich günstigeren Konditionen. Insbesondere bei Direktbanken gibt es meist kostenlose Girokonten mit niedrigen Dispozinsen. Zum anderen empfiehlt sich die Überlegung, als Alternative zur Überziehung des Girokontos einen Verbraucherkredit aufzunehmen, den es zu deutlich besseren Zinssätzen gibt. Allerdings gilt auch hier die Devise, gerade bei besonders verlockenden Angeboten ganz genau auf die Vertragsdetails zu achten.  

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Fan werden