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Allergien auf dem Vormarsch

40 Prozent der Deutschen leiden heutzutage unter Allergien. Die Anzahl der Überempfindlichkeitsreaktionen hat sich in den letzten Dekaden drastisch erhöht.

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Allergien als Volkskrankheit

Allergien gehören in Deutschland heutzutage zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden bei Kindern. Immer wieder machen Allergologen auf die steigende Anzahl der Betroffenen aufmerksam und warnen vor den Folgen unbehandelter Krankheiten. Schätzungsweise entstehen in Europa durch nicht oder falsch behandelte Allergien jährlich Kosten von rund 100 Milliarden Euro. Aber nicht nur die Volkswirtschaften haben unter dem Anstieg zu leiden – vor allem die Patienten müssen mit gravierenden Auswirkungen auf die Lebensführung rechnen. So müssen in Europa jährlich 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung aufgrund einer Berufsallergie abbrechen.

Umweltbelastung fördert Allergien

Als einen wichtigen Grund für die steigende Anzahl an Allergien nennen Allergologen die erhöhte Umweltbelastung. Umweltschadstoffe tragen auf zwei Arten zum Allergien-Boom bei: Zu einen verändern sie die Struktur der Pollen, die heutzutage deutlich aggressiver in den Organismus eingreifen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Zum anderen wird das Immunsystem durch die Schadstoffe aus dem Gleichgewicht gebracht und es kommt zu allergischen Reaktionen.

Allergien vorbeugen?

Ob ein Kind an Allergien erkrankt, ist zum Teil genetisch bedingt. Dennoch gibt es spezielle Maßnahmen, mit denen das Risiko einer Erkrankung gesenkt werden kann. So hat sich herausgestellt, dass Kinder, die im Säuglingsalter gestillt werden, seltener an Allergien leiden. Zudem ist es förderlich, wenn Kinder in ihren ersten Lebensjahren mit möglichst vielen Allergenen wie Pollen , Tierhaaren und Hausstaubmilben in Berührung kommen. Statt ihr Kind in einer sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen, sollten Eltern ein natürliches Umfeld bevorzugen. Erwachsene können das Risiko minimieren, indem sie das Rauchen unterlassen.

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