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Brennnessel: Allergiefluch und -segen?

Die Brennnessel ist eine der weitverbreitetsten Pflanzen überhaupt. Sie kommt fast überall auf der Welt vor. Für Allergiker kann die brennende Pflanze dabei zugleich Fluch als auch Segen sein.

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Brennnessel: Krautige Pflanze mit Schmerzgarantie

In Mitteleuropa gibt es vier Arten der Gattung Brennnesselgewächse. Die krautigen Pflanzen können Wuchshöhen von bis zu eineinhalb Metern erreichen, wachsen jedoch meistens deutlich kleiner in Bodennähe. Bekannt ist die Brennnessel in erster Linie aufgrund ihrer schmerzenden Eigenschaften. Brennhaare auf Stängeln und Blättern enthalten ameisensäurehaltigen Inhalt, welcher sich bei Hautkontakt direkt schmerzlich bemerkbar macht. Während Menschen im wahrsten Sinne des Wortes besser die Finger von Brennnesseln lassen sollten, sind die Pflanzen Lebensraum beziehungsweise Futtergrundlage für etliche Schmetterlingsraupen. Auch für Allergiker kann die Brennnessel in ambivalenter Art und Weise relevant sein.

Pollen können in seltenen Fällen Allergie auslösen

Brennnesseln blühen von Mitte April bis in den November hinein; die Hauptsaison ist von Mitte Juni bis Ende August. Die sich über Wind verbreitenden Pollen der Brennnessel sind durchaus dazu in der Lage, eine Allergie auszulösen. Da die allergene Potenz jedoch sehr gering ist, ist die Pflanze allergisch kaum relevant.

Obwohl die Brennnessel in seltenen Fällen Allergien auslöst, kann sie gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Allergien zu haben. Dies erklärt sich so: Brennnesseln enthalten viel Histamin. Ein regelmäßiger Verzehr oder Kontakt kann dazu führen, dass sich der menschliche Organismus an gewisse Mengen des Botenstoffs gewöhnt. Dadurch verringert sich wiederum das Risiko, auf diesen allergieauslösenden Stoff zu reagieren. Die interessanten Pflanzen können beispielsweise als Salat oder Gemüse zubereitet und verzehrt werden oder in Form von Tee oder Tabletten zu sich genommen werden. So sind Brennnesseln heute fester Bestandteil einer Anti-Heuschnupfen-Ernährung. Um die genaue Wirkung zu erfahren und für sich zu nutzen, sollten Sie mit einem Allergologen Rücksprache halten.

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