Der Manuka-Honig erobert die Welt

Gute und wirksame Heilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel müssen nicht zwingend bitter schmecken. Das beste Beispiel hierfür ist eine süße, wohlschmeckende Naturmedizin aus Neuseeland: aromatischer Honig aus dem Blüten-Nektar des Manuka-Strauches. Seine Heilkraft übertrifft die aller anderen Honige um ein Vielfaches. Schon seit Jahrhunderten wird der Honig von den Ureinwohnern Neuseelands innerlich wie äußerlich zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Die Maori streichen ihn zur schnelleren Heilung auf Wunden, nehmen ihn aber auch bei Erkältungskrankheiten sowie bei Magen- und Darmbeschwerden ein. Dass Manuka-Honig tatsächlich wirkt, sogar gegen gefährliche multiresistente Krankenhauskeime, wurde vor kurzem in einer Studie nachgewiesen.

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Seit Beginn der Geschichtsschreibung werden von Chronisten immer wieder der Honig und die Bienen erwähnt. Während vieler Jahrhunderte war der Honig sogar das einzige bekannte und verfügbare Süßmittel. Auf über 9.000 Jahre alten Felszeichnungen findet man Hinweise auf Menschen, die Honig aus Wildbienenstöcken sammeln. Honig wurde aber auch schon früh als Wellnessprodukt verwendet. Kleopatra soll ihre Haut in Bädern aus Milch und Honig geschmeidig gehalten haben.

Dass Honig , der im Alltag der Deutschen vorwiegend als Brotaufstrich, zur Versüßung von Tee oder als Beimischung in Dressings und Soßen eingesetzt wird, viele weitere Anwendungsmöglichkeiten hat, war schon den Steinzeitmenschen offenbar bewusst. Sie nutzten ihn aktuellen Studien zufolge bereits vor tausenden von Jahren als natürliches Heilmittel. Kein Wunder, dass auch Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, wusste, dass Honig offene Wunden und Geschwüre sehr schnell abheilen lässt.

Heute weiß man auch warum: Wirkstoffe des Manuka-Honigs  fungieren als natürliches Antibiotikum. Ein Geheimnis des süßen Honigs aus der Südsee besteht darin, dass er als neben den Zuckern des Honigs als wesentlichen Inhaltsstoff das nicht-peroxidisch antibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal (MGO) enthält, welches sogar gegen multiresistente Keime wirkt.

Manuka-Honig aus Neuseeland wirkt antiseptisch und wundheilend

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Zwar enthält im Prinzip jeder Naturhonig Methylglyoxal, doch der Manuka-Honig enthält MGO in einer außerordentlich hohen Konzentration. Der neuseeländische Honig wirkt nachweislich antiseptisch, antioxidativ, wundheilend und kann trotz seiner Süße angeblich sogar Karies bekämpfen. Manuka-Honig hat sich nicht nur als Naturheilmittel gegen Erkältungen bewährt, sondern auch als Einschlafhilfe.

Weder die Blätter noch der Blütennektar des Manuka-Strauchs enthalten größere Mengen an MGO. Erst nach Verarbeitung des Nektars durch die Bienen , wenn der Honig in der Wabe reift, bildet sich nach und nach immer mehr von der antibakteriellen Substanz. So kommt es, dass der verzehrfertige Manuka-Honig bis zu 800 Milligramm MGO pro Kilogramm Honig enthält, wohingegen es normaler Honig nur auf 20 Milligramm pro Kilogramm bringt.

MGO gilt in der medizinischen Forschung als Bakterienkiller, der auch in vielen anderen Lebensmitteln zu finden ist. Allerdings meist nur in verschwindend geringen Mengen. Man müsste zum Beispiel (je nach MGO-Gehalt des Honigs) 50 bis 100 Tassen Kaffee trinken, um die Wirkung von ein bis zwei Löffeln Manuka-Honig zu erreichen. Und die ist unbestritten. Manuka hat sich in klinischen Studien bei kleineren und größeren Verletzungen als Wundheilmittel bewährt.

Medizinische Wirkung von MGO erst ab 100 Milligramm pro Kilo

Studien haben erwiesen, dass eine medizinische Wirkung erst ab einem Gehalt von 100 Milligramm MGO zu erwarten ist. Da es sich beim Manuka-Honig um ein Naturprodukt handelt, ist der Gehalt an MGO im Honig nicht einheitlich groß. Deshalb sollte beim Kauf auf die MGO-Wertangabe geachtet werden, die in Deutschland meistens auf dem Etikett zu finden ist.

Der vielseitige neuseeländische Honig lässt sich gegen eine Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen anwenden, wobei er natürlich passend dosiert und angewendet werden muss. Er trägt zum Beispiel zur Heilung von Akne bei, indem er mit dem Wattestäbchen dünn auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen wird. Bei Entzündungen im Mund sollte man hingegen mehrmals täglich einen Teelöffel Manuka-Honig nach dem Essen im Mund zergehen zu lassen.

Bei Halsschmerzen empfiehlt sich eine Gurgellösung aus lauwarmem Wasser und einem Esslöffel Manuka-Honig. Und wer dauerhaft seine Abwehrkräfte stärken möchte, rührt sich einen Teelöffel Manuka in den Tee oder Kaffee. Keine Angst: der Wirkstoff MGO ist nicht hitzeempfindlich.

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Manuka-Honig dient aber nicht nur als Heilmittel  gegen Krankheiten und Beschwerden, sondern auch als Balsam für die Schönheit. Um aus Manuka-Honig eine Gesichtsmaske für geschmeidige, glatte Haut herzustellen, mischt man zum Beispiel einfach etwas von dem Honig mit ein paar Tropfen Zitrone und trägt es auf die Haut auf. Manuka spendet Feuchtigkeit, reinigt und beruhigt die Haut. Last but not least lässt sich der in Deutschland frei verkäufliche Manuka-Honig natürlich auch ganz einfach als süßer, wohlschmeckender und gesunder Brotaufstrich genießen. 

Beim Einkauf lieber auf Nummer sicher gehen

Den Manuka-Honig kann man in Deutschland im Online-Versand, in Reformhäusern und in Bioläden erwerben. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass weniger als 20% der als Manuka-Honig angebotenen Produkte tatsächlich aus Neuseeland und vom Manuka-Strauch stammen. Von der Insel im Pazifik stammen rund 1.700 Tonnen der jährlich auf dem Weltmarkt umgesetzten 10.000 Tonnen Manuka-Honig. Über 80% der als Manuka-Honig angebotenen Produkte sind also mehr oder weniger gefälscht.

Um beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen, sollte Angebote mit Fantasienamen wie etwa ACTIVATE oder ACTIVE 10 meiden und ausschließlich Produkte kaufen, auf denen ein MGO-Wert angegeben ist. Ein höherer MGO-Wert bedeutet zwar immer auch eine stärkere Wirksamkeit, aber ein Honig mit 400 Milligramm MGO pro Kilogramm ist nicht doppelt so wirksam wie ein Honig mit 200 Milligramm MGO.

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