Ratgeber

Zuckerersatz

Waffeln, Gummibären und Kekse: Die Liebe zu Zucker und Süßigkeiten ist uns angeboren. Doch es gibt den ein oder anderen Zuckerersatz, der darüber hinaus auch noch gesund ist.

02.01.2012 09:00 | 5:59 Min | © SAT.1

Auf Zuckerersatz zurückgreifen

Die Liebe zum Süßen ist uns angeboren und Zucker ist unser bester, wenn auch ungesündester Freund. Doch Naschkatzen müssen nicht komplett auf Zucker beziehungsweise Süßes verzichten, um dem Körper und der Figur etwas Gutes zu tun, sondern nur auf Zuckeralternativen zurückgreifen. Doch welcher Zuckerersatz ist wirklich gesünder als Zucker, welcher schmeckt zudem und wie alltagstauglich ist der Ersatzstoff? Starkoch Christian Henze benutzt derzeit schon Agavensaft als Zuckerersatz und testet für uns ebenfalls die beiden anderen Zuckeralternativen Xylitol und Stevia.

Agavendicksaft als Zuckerersatz

Agavendicksaft, auch bekannt als Agavensirup, ist ein Süßungsmittel, das auf Basis verschiedener Arten der Agave in Mexiko produziert wird. Agavensirup ist süßer als Honig, jedoch weniger dickflüssig und schmeckt dezenten nach Karamell. Der Zuckerersatz wird in den mexikanischen Staaten Jalisco, Michoacán, Guanajuato und Tamaulipas hergestellt und gerne zur Süßung und Garnierung von Pfannkuchen oder Waffeln verwendet. Gut geeignet für Diabetiker, ist der Saft zwar gesünder als Zucker, jedoch nicht besonderspreiswert: ein Kilo kostet etwa zehn Euro.

Stevia als Zuckerersatz

Stevia ist ein aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnenes Stoffgemisch, das als Süßstoff verwendet wird und etwas nach Lakritze schmeckt. In Asien ist Stevia schon seit Jahren ein beliebtes Süßungsmittel, in der EU ist die Pflanze bisher nur zum Süßen von Joghurt oder Marmelade zugelassen. Der Zuckerersatz süßt bis zu 300-mal mehr als Zucker, das bedeutet ein Gramm des weißen Pulvers soll genauso süßen wie 300 Gramm gewöhnlicher Haushaltszucker. Deshalb, so Starkoch Henze, ist bei diesem Zuckerersatz auch Vorsicht bei der Dosierung geboten! Das Erfreuliche: Der Zuckerersatz hat kaum Kalorien und ist ungefähr genauso preiswert wie Zucker.

Xylitol als Zuckerersatz

Muffins mit Zucker schmecken bekanntlich ausgezeichnet, vorausgesetzt man hat beim Backen Zucker und nicht aus Versehen Salz in den Teig gemischt. Doch wie schmeckt die Süßspeise, wenn man anstatt Zucker Xylitol nimmt? Der Zuckerersatz Xylitol, auch Birkenzucker genannt, wurde von dem späteren Nobelpreisträger Emil Fischer entdeckt und wird heute oft industriell aus Maiskolben hergestellt. Die Herstellungist sehr aufwendig und deshalb teuer, so auch das Produkt: Der Zuckerersatz kostet pro Kilo etwa zehn Euro.

Die Verarbeitung von Xylitol ist dagegen unkompliziert: Der Muffin-Teig ist genauso geschmeidig, als wäre er mit Zucker hergestellt worden. Obwohl der Zuckerersatz nicht ganz so süß wie Kristallzucker ist, schmecken die Muffins überraschend süß. Der Nachteile vonXylitol: Der Zuckerersatz schmeckt etwas künstlich und kann zu Verdauungsproblemen führen.

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