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Frühjahrsmüdigkeit: Symptome, Ursachen & Tipps

Eigentlich freut man sich über den Beginn des Frühlings. Wäre da nur nicht die leidige Frühjahrsmüdigkeit, die einen schlapp und antriebslos macht. Doch woher kommt das Phänomen eigentlich? Und was tun gegen die Mattigkeit, die viele Deutsche jedes Jahr befällt? Tipps dazu hier, im SAT.1 Ratgeber.

15.04.2014 22:15 | 10:04 Min | © Sat.1

Symptome zu Frühlingsbeginn

Nach einem langen Winter laden milde Frühlingstemperaturen und die warme Sonne zu Ausflügen in die Natur und anderen Aktivitäten ein. Doch eine bleierne Müdigkeit lähmt etwa jeden dritten Deutschen. Die Symptome sind bekannt: Betroffene fühlen sich  müde  und abgeschlagen. Dazu können Kreislaufproblem, Schwindel und Wetterfühligkeit auftreten. Doch ab wann treten diese Symptome auf? Je nach Wetterlage meist ab Mitte März bis Mitte April.

Die Müdigkeit kann bis zu einem Monat anhalten, dann hat sich der Körper umgestellt. Fühlen Sie sich über diesen Zeitraum hinaus schlapp und möglicherweise depressiv , sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn dann können auch andere Ursachen für das Unbehagen verantwortlich sein. Frühjahrsmüdigkeit tritt besonders häufig bei Menschen auf, die an niedrigem Blutdruck und Wetterfühligkeit leiden. Am häufigsten betroffen sind Frauen und ältere Menschen.

Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit

Was genau der Frühjahrsmüdigkeit zugrunde liegt, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. In diesem Punkt sind sich die Experten jedoch einig: Ausgelöst wird die Schlappheit durch die Umstellung des Klimas vom dunklen Winter auf den sonnigen Frühling. Doch warum hat das solch einen Einfluss auf den Körper? Weil dieser sich an die Bedingungen der kalten Jahreszeit angepasst hat. Der Körper läuft im Winter sozusagen auf Sparflamme: Die Körpertemperatur sinkt etwas, der Blutdruck steigt und es wird besonders viel Melatonin produziert, das Schlafhormon.

Doch die erste Wärmeperiode des Frühlings bringt alles durcheinander. Die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sackt ab. Folge ist bleierne Müdigkeit. Das Schlafhormon ist weiterhin präsent und wird nur langsam von dem jetzt aktiv werdenden Glückshormon Serotonin abgelöst. Diese Stoffwechselveränderung und die Wechselwirkung der Botenstoffe führen schließlich zur Frühjahrsmüdigkeit.

Tipps, wie Sie die Mattigkeit bekämpfen

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Die Sonne schüttet das Glückshormon Serotonin aus. Also raus ins Freie! © Martinan - Fotolia

Gut, dass es Möglichkeiten gibt, wie Sie diese Müdigkeit schneller abzuschütteln können. Dabei spielen vor allem frische Luft und Bewegung eine entscheidende Rolle. Ein wirksames Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit ist ein Spaziergang oder Jogging  an der frischen Luft. Dabei können Sie sprichwörtlich Sonne tanken und so die Serotoninreserven des Körpers auffüllen. Gleichzeitig senken die Strahlen der Sonne das so ermüdende Melatonin. Der Trick dabei: Immer wieder runter mit der Sonnenbrille! Denn nur, wenn die UV-Strahlung auf die Netzhaut trifft, kann sie ihre belebende Wirkung im Gehirn tun.

Bewegung tut zudem dem Blutdruck gut. Auch andere sportliche Betätigungen haben denselben Effekt und machen Sie für das Frühjahr fit . Doch was hilft zusätzlich? Mit kalt-warmen Wechselduschen bringen Sie den Kreislauf richtig in Schwung. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie die Wechseldusche mit einem kalten Duschgang beenden.

Bei all diesen Tipps ist es jedoch besonders wichtig, dass Sie sich dem Tagesrhythmus anpassen. Verschlafen Sie den halben Tag, haben sie keine Möglichkeit Sonne zu tanken. Daher lautet die Devise: Nicht zu spät aufstehen und früh ins Bett. Wenn Sie dann tagsüber doch wieder die Müdigkeit überfällt, legen Sie sich für etwa zehn Minuten hin und schließen Sie die Augen. Die kurze Pause setzt neue Energie frei. Mit diesen Tipps werden Sie garantiert schneller wieder munter.

Ernährung anpassen

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Obst und Gemüse versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das weckt die Lebensgeister. © pixabay

Auch ein Vitaminmangel kann Anteil am Phänomen Frühjahrsmüdigkeit haben. Früher, als im Winter kein frisches Obst zur Verfügung stand, hat dieser Aspekt eine stärkere Rolle gespielt. Doch auch heutzutage ernähren sich viele Menschen zu einseitig. Als Folge der schweren Winterkost fehlen dem Körper Vitamine und Mineralstoffe. Dazu zwei Tipps: Viel frisches Obst und Gemüse  helfen dabei, den Stoffwechsel anzuregen. Verzichten Sie gleichzeitig auf Fast Food sowie Süßkram und ihr Körper kommt schneller wieder in Schwung.

Fazit: Frühjahrsmüdigkeit ist kein Mythos. Der Mattigkeit liegen komplexe hormonelle Prozesse im Gehirn zugrunde. Das heißt aber nicht, dass Sie klein beigeben müssen. Mit Tipps wie der richtigen Ernährung und vor allem viel frische Luft sowie Bewegung können Sie die Schlappheit schnell abschütteln und das Frühjahr richtig genießen. 

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