Ratgeber

Vor und Nachteile über Kaffee

Kaffee – Segen oder Fluch? – und was ist eigentlich mit Fairtrade?

Kaffee gehört weltweit zu den beliebtesten Heißgetränken – alleine in Deutschland werden täglich 73 Millionen Tassen getrunken. Während einige Menschen den Tag nicht ohne eine Tasse Kaffee beginnen können, sind andere wiederum wahre Kaffeegenießer, die sich nur hier und da eine Tasse Cappuccino oder Espresso gönnen. 

Kaffee mit Milch und Zucker
© Pixabay

Die Vor- und Nachteile des Kaffees

Der Kaffeegenuss wird sozusagen antrainiert. Viele Kinder sehen bei ihren Eltern, dass die erste Handlung des Tages das Anschalten der Kaffeemaschine ist und wenn sie alt genug sind „dürfen“ auch sie endlich die Kakao- gegen die Kaffeetasse eintauschen. Kaum ein anderes Getränk ist dabei so umstritten wie Kaffee . Viele Jahre wurde dem starken Gebräu nachgesagt, dass es dem Körper Wasser entziehe und daher ungesund sei. Diese These wurde mittlerweile zwar widerlegt, Kaffeekritikern und –Befürwortern gehen die Argumente im Kampf um die Wirkungen des Kaffees jedoch noch lange nicht aus. 

Die Vorteile des Kaffeegenusses Die Nachteile des Kaffeegenusses
Blutgefäße werden erweitert, was die Durchblutung der Organe verbessert Stresshormon Adrenalin, welches den Körper in einen angespannten Zustand versetzt wird verstärkt ausgeschüttet
Anregende Wirkung, durch Erhöhung der Herzschlagfrequenz Herzfrequenz und Blutdruck steigen an
Die Atmung wird beschleunigt und die Bronchialgefäße werden erweitert Der Noradrenalinspiegel wird erhöht, während der beruhigende Serotoninspiegel gesenkt wird – Stress wird im Körper simuliert
Kurbelt den Stoffwechsel an Großer Kaffeegenuss kann Angstzustände, Depressionen oder Reizbarkeit auslösen

Ob nun gesund oder gesundheitsgefährdend und ob Genuss oder bittere Brühe - Kaffee wird die Gemüter wohl auch noch in Zukunft, nicht nur durch seinen Koffeingehalt, erhitzen.

Seit einigen Jahren hört man auch immer mehr vom fairen Handel und dass man nur noch „fairen“ Kaffee kaufen sollte. Was versteckt sich aber hinter dieser netten Umschreibung und ist bei Fair Trade alles Gold, was glänzt?

Der „faire“ Kaffee – ist er wirklich so fair?

Fairtrade, fairer Kaffee oder fairer Handel, die Bezeichnungen sind verschieden, gemeint ist jedoch immer dasselbe, und zwar, dass das Geld, welches Konsumenten für ihren Kaffee bezahlen auch wirklich bei den Kaffeebauern und Arbeitern ankommen soll. Das ist ein schöner Grundgedanke, denn Fakt ist, dass viele Bauern und ihre Arbeiter an der Armutsgrenze leben und große Schwierigkeiten haben, ihr tägliches Leben zu bestreiten. Im Wesentlichen wird der Weltmarkt des Kaffeehandels durch drei große Handelskonzerne beherrscht und 25 Millionen Kaffeebauern sind dem Preisdiktat dieser Händler mehr oder weniger ausgeliefert. Der Fairtradehandel setzt hier an und durch die Fairtrade-Organisationen sollen Bauern einen stabilen Preis und verschiedene Prämien erhalten. Diese Prämien sollen dabei nicht nur direkt an die Kaffeefarmer gehen, sondern auch dabei helfen, die Infrastruktur der Gemeinden und die dortigen Bildungsmöglichkeiten zu verbessern. 

Fairtrade scheint auch zu funktionieren, denn wie Studien belegen konnten, erwirtschafteten Bauern, die den Fairtradeorganisationen angehören, höhere Einnahmen, als Bauern, die nicht mit dem fairen Handel arbeiten. Durch den höheren Mindestpreis können sich Kleinbauern, die sich zu einer Kooperation oder zu einer Organisation zusammengeschlossen haben, bessere Gewinne erzielen und somit auch die Arbeiter besser bezahlen. Fairtrade hat jedoch nicht nur positive Eigenschaften, so sind die Produkte zum Beispiel weitaus teurer als Kaffee, der nicht aus Fairtrade stammt.

Weit verbreitet ist auch die Aussage, dass das Geld der teureren Produkte nicht vollständig bei den Bauern ankommt. Diese Aussage stimmt zum Teil auch, denn hinter Fairtrade stehen mehrere Organisationen, die alle etwas mitverdienen. Ebenso gibt es natürlich auch „schwarze Schafe“, die mehr Geld kassieren, davon aber so gut wie nichts weitergeben. Zu den weiteren Nachteilen gehört auch, dass die Bauern von den Fairtrade Organisationen abhängig gemacht werden und dass das Siegel „Fairtrade“ auch vergeben wird, wenn nur ein Teil der Produktion auf Fairtrade basiert. Außerdem werden Bauern, die nicht Fairtradeorganisationen angehört nochmals schlechter und vor weitere wirtschaftliche Probleme gestellt. Hinzu kommt, dass die Auswahl eingeschränkt wird und Verbraucher in der Regel billigere Produkte vorziehen. 

Auch wenn sich Defizite finden lassen, kann man trotzdem sagen, dass der Fairtradehandel ein Schritt in die richtige Richtung ist. Mit dem Kauf von Fairtradeprodukten kann jeder einen kleinen Betrag zur Verbesserung der Welt leisten. Einige Nachteile sind zwar zu erkennen und es kann nicht immer mit Gewissheit gesagt werden, ob das Geld auch wirklich dort ankommt, wohin es bestimmt ist, dennoch ist Fairtrade eine gute Alternative, bei der die Chance relativ hoch ist, dass man etwas Gutes getan hat! 

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