Ratgeber

Geschützt ins Frühjahr

Sonnenschutz: Haut und Augen auch im Frühjahr schützen

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr locken viele Menschen hinaus ins Freie. An Sonnenschutz für die Haut denkt dabei kaum jemand. Dabei birgt auch die Frühjahrssonne Gefahren. Wie Sie Ihre Haut und Augen am besten dagegen schützen, erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber.

Gefährliche Frühjahrssonne

Die Sonne im Frühjahr mag nicht ganz so intensiv sein wie im Sommer, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Die Haut ist durch die langen Wintermonate verblasst und hat keine Pigmente. Die sonnenentwöhnte Haut ist daher besonders anfällig für einen Sonnenbrand. Dazu kommt, dass die Sonne im April fast so stark sein kann wie im August. Das gilt auch für die gefährliche UV-Strahlung . Doch da die Luft im Frühjahr meist noch lau und kühl ist, wird die Gefahr oft erst zu spät bemerkt.

Die Folge: Sonnenbrand und Schäden, die schlimmstenfalls zu Hautkrebs führen können. Dabei können Sie schon mit ein paar Mitteln einen wirksamen Sonnenschutz für Ihre Haut schaffen. Einen davon gibt es gleich vorweg: Meiden Sie die pralle Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr.

Sonnenschutz für die Haut

Gesundheit_2016_04_08_Sonnenschutz Haut_Bild1_Fotolia_Dan Race
Eine hochwertige Sonnencreme schützt die noch blasse Winterhaut. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 30 betragen. © Dan Race - Fotolia

Hautpartien, die nicht von Kleidung bedeckt sind wie Gesicht, Hals, Arme, Dekolleté und Handrücken benötigen einen Schutz durch Sonnencreme . Wenn Sie Ihre Haut eincremen, schützen Sie diese vor den gefährlichen UV-Strahlen. Welche Stärke Sie dafür benutzen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Helle Hauttypen benötigen einen höheren Schutz als von Natur aus dunklere Menschen. Auch sollten die Cremes dem aktuellen UV-Index entsprechen.

Doch damit durch ein sanftes Vorbräunen der eigene Sonnenschutz der Haut aufgebaut werden kann, ist ein hoher und gleichzeitig hochwertiger Lichtschutzfaktor entscheidend: Er sollte mindestens 30 betragen. Manche Experten raten zum Einstieg im Frühjahr sogar zu Lichtschutzfaktor 50. Jetzt muss nur noch die Dosierung stimmen. Pro Quadratzentimeter Körperoberfläche sollten zwei Milligramm der schützenden Lotion verteilt werden. Zum Vergleich: Das sind 50 Milliliter für den ganzen Körper, was etwa vier Esslöffeln entspricht. Greifen Sie am besten zu einer wasserfesten Sonnencreme, denn die hält auch, wenn Sie schwitzen. Und das Nachcremen nicht vergessen. Nur dann bleibt der Sonnenschutz der Haut nämlich erhalten.

Tipps: Kleidung im Frühling

Sonnencreme ist das Eine, Sonnenschutz für die Haut bedeutet aber auch, die Haut mit Textilien zu schützen. Hier ist von den drei großen H’s die Rede: Hemd, Hose und Hut. Letzterer schützt gleichzeitig die Haare vorm Austrocknen. Doch Achtung: Bei der Kleidung spielt auch das Material eine Rolle. Nur dicht gewebte dicke Stoffe bieten einen effektiven Schutz. Transparente Materialien lassen UV-Licht auch im Frühjahr durch. Was hier erstaunlich ist: Kleidung aus Baumwolle ist weniger schützend als Gewebe aus Polyester. Schnitte und Farben sind ebenso von Bedeutung. Weite Kleidung bietet einen besseren Schutz als eine enge Montur. Schwarz zieht zwar die Sonne an, lässt aber weniger UV-Licht durch als helle Kleidung.

Sonnenbrille für die Augen

Gesundheit_2016_04_08_Sonnenschutz Haut_Bild2_pixabay
Mit einer guten Sonnenbrille sind auch die Augen vor der UV-Strahlung geschützt. Große Modelle sind besonders zu empfehlen. © pixabay

Die Modelle der Sonnenbrillen kommen so modisch daher, dass fast vergessen wird, wofür sie eigentlich bestimmt ist. Die Sonnenbrille sollte nämlich nicht nur ein stylisches Accessoire, sondern vor allem ein wirksamer Sonnenschutz im Frühjahr sein. UV-Strahlen können nämlich bleibende Schäden an Netz- und Hornhaut verursachen. Gute Sonnenbrillen bieten einen Schutz von bis zu 100 Prozent. Das muss keine teure Markenbrille sein, auch Gläser für fünf Euro können die Strahlung abschirmen. Dabei ist eine graue oder bräunliche Tönung zu empfehlen.

Achten Sie beim Kauf auf das CE-Zeichen. Sonnenbrillen mit diesem Gütezeichen bieten einen ausreichenden Schutz nach der gültigen Norm. Wer sich unsicher ist, kann den Schutz der Sonnenbrille beim Optiker prüfen lassen. Auch die Gläsergröße will bedacht sein. Sind Sie zu klein, kann das UV-Licht an den Seiten eindringen.

Hautkrebs vermeiden

Bei jedem ausgiebigen, ungeschützten Sonnenbad – ob im Sommer oder im Frühjahr – riskieren Sie einen Sonnenbrand. Der tangiert Sie vielleicht nur kurzfristig, doch er erhöht das Risiko, irgendwann an Hautkrebs  zu erkranken erheblich. Jeder Sonnenbrand kommt einer Hautschädigung gleich, die das Erbgut der Hautzellen verändern kann. Dabei ist zwischen hellem und dunklem Hautkrebs zu unterscheiden. Die helle Variante gehört zu den häufigsten Hautkrebsarten und kann meist geheilt werden. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass sich aus der harmlosen Variante der gefährliche schwarze Hautkrebs bilden kann. Und das auch erst in hohem Alter, denn die Haut vergisst nicht. Vielmehr summiert sich die über die Jahre aufgenommene Strahlung. Mit einem entsprechenden Sonnenschutz für die Haut muss es aber nicht so weit kommen.

Fazit: Sonnenschutz für die Haut sollte auch im Frühjahr keine Frage, sondern vielmehr selbstverständlich sein. Nur so schützen Sie sich vor den Gefahren der UV-Strahlung, die schlimmstenfalls Hautkrebs zur Folge haben kann. Mit der richtigen Kleidung, Sonnencreme und Sonnenbrille können Sie den Frühling aber ganz unbeschwert genießen.

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Fan werden