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Fastenzeit: Verzicht auf Alkohol, Süßes und Co.

Für viele Menschen ist sie eine harte Bewährungsprobe: die Fastenzeit. Verzicht auf Alkohol, auf Süßes oder auch auf Fleisch – das ist es, was die Phase nach Karneval prägt. Doch woher stammt dieser Brauch eigentlich und ist er nicht schon längst veraltet? Der SAT.1 Ratgeber bringt Licht ins Dunkel.

18.02.2015 10:00 | 5:53 Min | © Sat.1

Fastenzeit: Was bedeutet das?

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Nach Karneval werden die Masken abgelegt und auch der Alkohol wird in den Keller verbannt, denn dann folgt die Fastenzeit. © Jamrooferpix - Fotolia

Während des Karnevals ist nicht an sie zu denken: die Fastenzeit. Verzicht auf die Köstlichkeiten startet erst mit dem Aschermittwoch und wird im Regelfall bis Ostern durchgezogen. 40 Tage ohne Schokolade, Wein und Co. – das ist das Ziel. Die 40 ist dabei eine symbolische Zahl, die beispielsweise auf das ebenfalls 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste verweist.

Fastenzeit: Verzicht der Deutschen

Mehr als die Hälfte der Deutschen findet einen mehrwöchigen Verzicht auf Süßes und auf Genussmittel sinnvoll. Rund ein Drittel lässt dabei Handy, Fernseher oder Computer aus, 40 Prozent halten sich fern von Zigaretten und Fleisch, ganz oben auf der Liste steht jedoch zur Fastenzeit: Verzicht auf Alkohol und Zucker. Noch drastischer geht es beim Heilfasten zu: Hier wird komplett auf feste Nahrung verzichtet. Dabei sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen. 7 bis 14 Tage wird es durchaus empfohlen. Erfahrungsberichten zufolge fühlen sich Anwender dieser Methode nach drei Tagen leistungsstärker und fitter. Möchten Sie aber über einen längeren Zeitraum heilfasten, empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren, der Sie in der Zeit begleitet – denn allzu exzessiver Verzicht kann den Herzmuskel angreifen und schädigen.

Ist das wirklich sinnvoll?

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Das schwerste an der Fastenzeit: Verzicht auf Schokolade und Süßes. © Pixabay

Doch ergibt es wirklich Sinn, in der Fastenzeit Verzicht zu üben? Fitness-Expertin Claudia Scharf klärt auf. Ihrer Meinung nach ist es zu viel, sieben Wochen lang auf die kleinen Sünden des Lebens zu verzichten. Sieben oder zehn Tage seien durchaus vertretbar – auch um gewisse Dinge des Lebens wieder neu wertschätzen zu können. Möchten Sie dennoch in der gesamten Fastenzeit gewisse Lebensmittel meiden, lohnt es sich bei den Genussmitteln anzufangen: Zucker, Alkohol oder Nikotin beispielsweise sind Dinge, die der menschliche Körper nicht braucht, um zu überleben.

Fastenzeit: Verzicht leicht gemacht

Gute Vorsätze hin oder her – in der Fastenzeit auf die Köstlichkeiten des Lebens zu verzichten, ist gar nicht so einfach. Claudia Scharfs Tipp: einen sportlichen Wettkampf draus machen. Setzen Sie sich Ziele und halten Sie sie durch. Das ist ein hilfreicher Weg, die eigene Motivation zu stärken und stolz auf die Zeit zurückzublicken. Noch leichter fällt es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Partner oder Freund die Fastenzeit durchschreiten.

Doch gerade Raucher leiden sehr unter dem Verzicht auf Zigaretten. Von 100 auf null – das ist eine besonders harte Bewährungsprobe. Claudia Scharf rät, damit es nicht zu Entzugserscheinungen kommt, vorerst den Konsum auf drei Zigaretten pro Tag zu reduzieren. Gelingt das, können diese auch noch aus dem Alltag verbannt werden.

Möchten Sie in der Fastenzeit auch mal auf Kohlenhydrate verzichten, um etwas abzunehmen? Tolle Low-Carb-Lebensmittel finden Sie im SAT.1 Ratgeber.

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