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Ist Rosenmontag ein Feiertag? Besteht Urlaubsanspruch?

Wer glaubt, an Karneval sei alles erlaubt, täuscht gewaltig. Viel Verwirrung herrscht vor allem bei der Frage: „Ist Rosenmontag ein Feiertag?“ Die Antwort hat Richter Alexander Hold im Gepäck. Und die dürfte einige Jecken überraschen.

24.02.2014 10:00 | 3:37 Min | © Sat.1

Gesetzliche Regelung zur Frage: „Ist Rosenmontag ein Feiertag?“

Zunächst die Antwort auf die drängendste Frage: Ist Rosenmontag  ein Feiertag? Leider nein, liebe Karnevalisten! Egal, ob in Bayern, Hamburg, Rheinlandpfalz, Thüringen oder NRW, egal ob Karnevalshochburg oder kleines Provinznest: Nirgends in Deutschland gilt Rosenmontag – der übrigens immer auf ein anderes Datum fällt – als Feiertag.

Doch damit ist die Frage noch nicht eindeutig beantwortet, denn jetzt kommt schon das große ABER: Mancherorts gilt Rosenmontag als Brauchtumstag. Heißt konkret: Weil es in einer Stadt wie Köln, Mainz oder Düsseldorf Brauch ist, am Rosenmontag auf die Straßen zu gehen und zu feiern, geben viele Schulleiter ihren Schülern, viele Unis ihren Studenten und viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern frei.

Verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht. Denn das Gewohnheitsrecht, die sogenannte Observanz, ist nicht einklagbar. Ausnahme Nummer 1: Der Arbeitgeber gibt seinen Angestellten drei Jahren in Folge vorbehaltlos am Rosenmontag frei – im Falle dieser sogenannten „betrieblichen Übung“ können Sie den Narrentag im vierten Jahr einfordern. Ausnahme Nummer 2: Sie haben einen Tarifvertrag, in dem etwas zur Frage „Ist Rosenmontag ein Feiertag“ vermerkt ist. Wird das „Ja“ vertraglich vereinbart, können Sie sich im Zweifel auch darauf berufen.

Antwort auf die Frage: „Besteht Anspruch auf Urlaub?“

Doch wie sieht es mit der Urlaubsregelung am Rosenmontag aus? Wer nicht das Glück hat, von einer der oben genannten Ausnahmen zu profitieren, muss wohl oder übel für den wichtigsten aller jeckischen Feiertage Urlaub einreichen. Sprechen keine dringenden betrieblichen Gründe oder kollidierende Urlaubswünsche von Kollegen dagegen, so wird Ihnen dieser vermutlich auch bewilligt werden. Falls Ihr Chef aber total anti Karneval ist und Ihnen den Urlaub verwehrt, sollten Sie weder mit dem Fernbleiben von der Arbeit drohen, noch unangekündigt fehlen. Ohne Krankschreibung wäre dies ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Ob Sie zu Karneval wenigstens verkleidet ins Büro kommen dürfen, verrät Richter Alexander Hold im Video.

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