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Karnevalskrapfen: Berliner zu Fasching genießen

Zu Fasching sind sie in allen Formen und Farben bei Bäckern zu finden: Karnevalskrapfen. Doch wieso essen wir eigentlich gerade zur fünften Jahreszeit so viele Berliner und woher stammt das Gebäck eigentlich? Fragen, die der SAT.1 Ratgeber im Folgenden beantwortet.

16.02.2015 19:05 | 8:46 Min | © ProSieben

Berliner: Grundlage der beliebten Karnevalskrapfen

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Karnevalskrapfen finden sich zur fünften Jahreszeit in allen Bäckerei-Auslagen. © Pixabay

Um den Karnevalskrapfen auf die Spur zu kommen, begeben sich die Reporter in die größte Berliner-Back-Fabrik Deutschlands in der Eifel. Zu Karneval herrscht hier Hochsaison. Circa 450.000 Berliner werden hier täglich produziert – 24 Stunden täglich. Doch woraus besteht eigentlich ein Berliner? Der Brandteig basiert auf fünf Zutaten: Mehl, Margarine, Eier, Hefe und Zucker.

Krapfen zu Karneval: Eine Tradition mit Historie

Verantwortlich für das Aufkommen der Karnevalskrapfen ist die Fastenzeit. Sie beginnt 40 Tage vor Ostern, am Aschermittwoch . Früher war da nicht nur Fleisch verboten, sondern auch Schmalz, Butter, Milch, Käse und Eier. Damit die verderblichen Lebensmittel vorher verbraucht wurden, backten die Menschen das köstliche Schmalzgebäck in der Pfanne – die Geburtsstunde der Karnevalskrapfen. Erst Ende des 15. Jahrhunderts unter Papst Julius III. lockerte sich das Speiseverbot, doch die Tradition des Fastnachtbackens blieb erhalten.

Viele Namen für den Berliner

Ein einheitlicher Name für die fettige Leckerei hat sich jedoch bis heute nicht etabliert. In Hessen und Rheinland-Pfalz wird das Gebäck Kreppel genannt. In Schwaben hat sich die traditionelle Bezeichnung Fastnachtsküchle gehalten. Die drei gängigsten Bezeichnungen sind jedoch Krapfen im Süden, Pfannkuchen im Osten und Berliner im Nord-Westen Deutschlands.

Bleibt die Frage: Wie kommt es eigentlich zu der Bezeichnung Berliner? Endgültig geklärt ist diese Frage bis heute nicht. Eine Legende legt jedoch nahe, dass sie ihren Ursprung im Jahr 1756 hat. Ein Berliner soll nämlich das Gebäck erfunden haben. Angeblich wollte er unter Friedrich dem Großen als Kanonier dienen, erwies sich jedoch als wehruntauglich. Damit er trotzdem dienen durfte, blieb er als Feldbäcker beim Regiment. Zum Dank schuf er die ersten Berliner Pfannkuchen – natürlich in Kanonenkugelform. Da es jedoch schon bei dem alten Ägyptern ein Gebäck gab, das den Karnevalskrapfen ähnelte, bleibt diese Geschichte wohl weiterhin eine Legende.

Karnevalskrapfen: Viele Formen und Farben

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© Pixabay

Der klassische Berliner ist rund, mit Marmelade gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Mancherorts bestehen Krapfen jedoch auch aus flach aufeinandergelegten Teigkreisen, die in heißem Fett gebraten werden.

Aber auch in puncto Glasur und Füllung unterscheiden sich die Karnevalskrapfen. Gerade zur fünften Jahreszeit kommen die kuriosesten Kreationen in die Ladentheke: mit Rosinen, Quark- oder Alkoholfüllung, kunterbunten Smileys oder Schokoladenüberzug – der liegt in dem Krapfen-Kalorien-Ranking übrigens ganz weit vorn. Stolze 500 Kalorien verstecken sich in der süßen Mahlzeit. Um die von den Hüften wieder verschwinden zu lassen, heißt es: zwei Stunden tanzen. Aber das ist zur Karnevalszeit ja bekanntlich kein Problem!

Sie wollen Krapfen selber machen ? Ein köstliches Rezept samt Anleitung finden Sie im SAT.1 Ratgeber.

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