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Polygamie: Bedeutung und Definition

Während Polyamorie bedeutet, dass Menschen mehrere Beziehungspartner haben, wird in der Polygamie das klassische Zwei-Personen-Beziehungsschema lediglich durch weitere Sexualpartner aufgebrochen. Doch was bedeutet das konkret und funktioniert das überhaupt? „Paula kommt“ klärt auf.

09.12.2014 15:27 | 2:10 Min |

Polygamie und Polyamorie: Bedeutung

In beiden Modellen werden die sexuellen Bedürfnisse nicht nur mit einem Partner befriedigt. Bei der Polygamie führen zwei Menschen eine feste Beziehung miteinander, die sie durch sexuelle Erfahrungen mit anderen Menschen erweitern. Sprich: Sie sind zusammen, haben aber noch Sex mit anderen Liebschaften. Doch genau dabei soll es auch bleiben: Die Liebe ist dem einen Partner vorbehalten.

Das ist der Unterschied zur Polyamorie. Hier werden mehrere Beziehungen gleichzeitig geführt. Die Idee ist, dass es möglich ist, mehrere Menschen gleichermaßen zu lieben, sodass sich niemand benachteiligt fühlen muss.

Eine polyamore Beziehung klingt wild – dabei geht es dabei nicht vorrangig um Sex. Was sich im Detail dahinter verbirgt, erfahren Sie hier.

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Warum mehrere Partner haben?

Eine besondere Vorliebe für Polygamie wird eher dem Mann zugeschrieben. Mehrere Studien fanden heraus, dass die Herren der Schöpfung sich selten, beziehungsweise tendenziell eher ungern mit nur einer Partnerin im Bett zufriedengeben. Der Evolutionspsychologe David C. Schmitt von der Bradley University befragte insgesamt 16.000 College-Studenten aus insgesamt 52 unterschiedlichen Nationen. Mehr als 52 Prozent der männlichen Befragten gaben an, sich in den kommenden Monaten mehrere Sexualpartnerinnen zu wünschen. Bei den Frauen lag der vergleichbare Wert lediglich bei 4,4 Prozent. Aus diesen Gründen wird Polygamie auch immer wieder als der Schutz des Mannes vor dem Ehebruch gedeutet – weil die Liebschaft zu einer anderen Dame hier erlaubt ist und somit nicht als Fremdgehen im klassischen Sinne bewertet wird.

Polygamie in Deutschland

In Deutschland ist Polyamorie verboten – jedenfalls wenn es um die Ehe geht.
In Deutschland ist Polyamorie verboten – jedenfalls wenn es um die Ehe geht. © Halfpoint - Fotolia

In Deutschland leben die meisten Paare das Prinzip der Monogamie . Vorrangig gehen Liebende Beziehungen ein, in denen sie sich voll auf den einen Partner konzentrieren – und Fremdgehen ein Tabu-Thema ist. Auch die Polyamorie ist hierzulande wenig verbreitet. Das Eingehen einer zweiten Ehe ist sogar laut BGB unzulässig und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe geahndet. In den USA ist diese Mehrfachehe ebenfalls verboten. In weiten Teilen Afrikas hingegen ist Polygamie nichts Ungewöhnliches.

Polygamie – ist das überhaupt möglich?

Immer wieder wird debattiert, ob es möglich ist, neben einer festen Beziehung mehrere Sexualpartner zu haben, ohne dass einer der Partner darunter leidet. Tatsächlich sind Gefühle wie Eifersucht oder Neid in der Polygamie große Themen. Da es gesellschaftlich üblicher ist, monogame Beziehungen zu führen und Tugenden wie Treue hoch bewertet werden, können sich die meisten Menschen in Deutschland nicht vorstellen, ihren Partner mit anderen zu teilen.

Polygamie birgt seine Tücken – nicht selten spielen Eifersucht und Neid eine...
Polygamie birgt seine Tücken – nicht selten spielen Eifersucht und Neid eine große Rolle. © JackF - Fotolia

Wollen Sie Ihren Partner von der Polygamie überzeugen, sind viele Gespräche nötig. Wichtig ist, dass Mann und Frau sich mit der Entscheidung wohlfühlen und es nicht nur dem anderen recht machen wollen – denn sonst wird Polygamie schnell zur Qual. Ob sich beide von ihren jeweiligen Liebschaften erzählen oder nicht, liegt bei ihnen. Dies sollte Paare im Voraus aber klar absprechen.

Die Gründe, auf Polygamie oder Polyamorie umzusteigen, können vielfältig sein. Fürsprecher empfinden es als unbefriedigend, sich auf nur einen Sexualpartner zu konzentrieren. In einigen Fällen besteht bei den Betroffenen aber auch die Angst vor Bindung. Wird das Bett mit mehreren Partnern geteilt, haben die Beteiligten weniger das Gefühl, in einer Beziehung festgefahren oder sogar gefesselt zu sein. So oder so – Polygamie muss sich für alle Parteien richtig anfühlen, damit diese Konstellation ein Erfolg werden kann. 

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