Ratgeber

„Fifty Shades of Grey“ für Anfänger

Bondage: Tipps für heiße Fesselspiele

Wer nach „Fifty Shades of Grey“ Gefallen an der Vorstellung von Fesselspielen gefunden hat, findet diesen vielleicht auch an Bondage. Tipps, wie Sie dabei am besten vorgehen und was es aus Sicherheitsgründen zu beachten gilt, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

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Was ist Bondage eigentlich?

Kurz gesagt: Hinter Bondage verbergen sich erotische Fesselspiele. Das bedeutet: Ein Partner wird – meist nackt – mit einem Seil verbunden, der andere übernimmt beim anschließenden Sex dann den aktiven, sprich dominanten, Part. Das Motto der Sexpraktik, die sich seit den 90er Jahren stetig steigender Beliebtheit erfreut, lautet: "in beiderseitigem Einvernehmen, sicher und mit Verstand". Nehmen Sie das ernst, denn beim Fesselsex geht es nicht um einseitige Triebbefriedigung, sondern um gegenseitige Lustgewinnung und -steigerung.

Der Anstoß für viele, Fesselspiele einmal auszuprobieren: der Roman "Fif...
Der Anstoß für viele, Fesselspiele einmal auszuprobieren: der Roman "Fifty Shades of Grey". © dpa

Kommunikation ist entscheidend

Ganz wichtig beim Bondage – gerade weil einer von beiden körperlich eingeschränkt ist: Kommunikation, vor allem für Anfänger. Sie wissen oft noch nicht, wie es ist, gefesselt zu sein, und finden die Vorstellung aufregend. Was aber ist, wenn Sie Ihre Finger nicht mehr spüren können oder die Fesseln am Handgelenk einschnüren? Fesselspiele bergen auch Gefahren. Für den Notfall sollten Sie sich daher im Vorfeld unbedingt ein Codewort überlegen, dass dem aktiven Part klarmacht, dass eine Grenze überschritten wird.

Tipp: Überlegen Sie sich ein Wort, das Sie sonst nicht beim Liebesspiel verwenden, das aber auch nicht die ganze Stimmung kaputtmacht, wenn Sie es nennen. Statt „Stopp“ oder "Hör sofort auf" könnten Sie zum Beispiel „Rot“ sagen, was dann bedeutet: Bitte Fesseln lösen!

Wie funktionieren Fesselspiele?

Bevor Sie mit Ihrem (S)Experiment starten können, brauchen Sie natürlich ein Seil. Im Idealfall sollte dieses aus Baumwolle oder Seide sein, denn diese Materialien fühlen sich auf der Haut besonders angenehm an. Wer's bequemer mag, entscheidet sich für gepolsterte Lederfesseln. Welche Körperteile Sie fesseln, bleibt Ihnen überlassen.

Ein paar Beispiele: Binden Sie die Arme hinter dem Kopf zusammen und die Füße aneinander. Hinter dem Körper verbinden Sie mit einem langen Seil nun auch Hände und Füße miteinander. Etwas einfacher ist ein Zusammenbinden der Ober- und Unterschenkel. Oder aber Sie ahmen das Andreaskreuz nach. Das x-förmige Symbol wird mit gespreizten Beinen und Armen dargestellt. Der devote Part wird dann zum Beispiel an die Bettpfosten gefesselt.

Achten Sie beim Fesseln unbedingt auf das Wohlbefinden des devoten Parts, sch...
Achten Sie beim Fesseln unbedingt auf das Wohlbefinden des devoten Parts, schließlich kann der sich nicht aus eigener Kraft befreien, wenn es notwendig ist. © pixabay

Wichtige Sicherheitshinweise

Achten Sie beim Seilanlegen unbedingt darauf, dass zwischen Fessel und Haut noch ein Finger passt – der Gesundheit zuliebe. Denn dass die Blutzirkulation beim Sex besonders gut funktionieren sollte, wissen Sie sicher. Wird eine Stelle weiß oder läuft blau an, ist das kein Zeichen von Erregung, sondern ein Indiz dafür, dass Sie die Fesseln lösen sollten. Zu den wichtigsten Bondage-Tipps gehört daher: Am besten immer eine Verbandsschere griffbereit haben. Lassen Sie die gefesselte Person außerdem nie allein im Raum – treten plötzlich Schmerzen oder Verfärbungen am Körper auf, kann das mitunter sogar lebensbedrohlich werden.

Fazit: Seit "Fifty Shades of Grey" sind Fesselspiele zur Luststeigerung beim Sex zunehmend ins öffentliche und private Bewusstsein gerückt. Dabei handelt es sich zwar um Machtspiele – allerdings auf freiwilliger Basis. Dominanz und Unterwerfung stehen dabei im Zentrum, nicht der Schmerz, wie viele denken. Voraussetzung für Fesselspiele im heimischen Schlafzimmer: absolutes Vertrauen. Denn hierbei ist nur erlaubt, was BEIDEN gefällt. Ist das geklärt, kann das aufregende Liebesspiel beginnen. Dabei gibt es einen dominanten und einen devoten Part. Letzterer wird gefesselt und damit in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wichtig: die Fesseln nicht zu fest anlegen und ein Codewort für Notfälle ausmachen. So gehen Sie auf Nummer sicher.

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