Ratgeber

Sex im Dunkeln

Darkroom: Erfahrungen & Tipps fürs anonyme Liebesspiel

Der Darkroom stammt aus der US-amerikanischen Schwulen- und Lesbenszene der 1970er Jahre. Kurze Zeit später sammelten auch Heterosexuelle erste Erfahrungen im Schummerlicht und fanden Gefallen daran, in einem dunklen Hinterzimmer Sex zu haben. Alles, was Sie über die verruchte Location wissen müssen, verrät der SAT.1 Ratgeber.

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Im Darkroom wird geküsst, gefummelt und – wenn es beide Partner wollen – auch der Geschlechtsakt vollzogen. © sakkmesterke - Fotolia

Darkroom: Sex im Dämmerlicht

Im Darkroom wird geküsst, gefummelt und – wenn es beide Partner wollen – auch der Geschlechtsakt vollzogen. Dabei ist es in einem Darkroom entgegen der gängigen Vorstellung nicht vollständig dunkel, sondern eher schummrig. Wenige, meist abgedunkelte Lichtquellen sorgen für ein dämmriges Licht, in dem Silhouetten und Umrisse der anderen im Raum befindlichen Personen zu erkennen sind. Anonym ist es trotzdem, da Sie das Gesicht des Gegenübers normalerweise nicht deutlich erkennen können.

Während der Darkroom früher nur etwas für homosexuelle Abenteurer war, können heute auch Heterosexuelle hier Erfahrungen sammeln. Im Darkroom treffen Menschen mit unterschiedlicher Motivation, unterschiedlichen Vorlieben und Interessen aufeinander. Wichtig ist, dass bestimmte Verhaltensregeln eingehalten werden. Respekt wird großgeschrieben.

Wichtige Verhaltensregeln im Darkroom

Die wichtigste Regel im Darkroom ist: Schützen Sie sich! Safer Sex und Kondome sind Pflicht, da Sie nie sicher sein können, ob Ihr Sexualpartner gesund ist. Ebenso sollten Sie auf Ihr Hab und Gut Acht geben oder erst gar keine Wertsachen mitnehmen. Diebstahl ist auch unter sexuell Gleichgesinnten nicht ausgeschlossen. Sollten Sie einmal Ihre Geldbörse fallen lassen, ist die Suche nach dieser im Dämmerlicht äußerst schwierig.

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Das A und O im Darkroom: Verhütung mit Kondomen. Schließlich kennen Sie Ihr Gegenüber nicht. © Gina Sanders - Fotolia

Im Darkroom wird nicht viel geredet, dafür mehr gehandelt. Ernste oder intensive Gespräche sind fehl am Platz; kurze Absprachen zum weiteren Vorgehen hingegen erlaubt. In der Regel symbolisieren Interessierte ihr Anliegen nur durch Körpersprache. Entfernt sich das Gegenüber nicht oder wendet sich ab, können Sie aufeinander zugehen und nahezu alles machen, was beiden gefällt, zum Beispiel wilde  Sexfantasien  ausleben.

Erfahrungen zeigen: Kleider- und Wortwahl sind entscheidend

Ein weiterer Tipp zur Kleiderwahl:  Wäsche  mit komplizierten Öffnungsmechanismen ist im Darkroom fehl am Platz. Zudem ist die Farbe Weiß nicht immer angebracht, da viele Etablissements mit Schwarzlicht ausgestattet sind, in dem weiße Oberteile leuchten. Ansonsten gilt: Seien Sie nett, offen und nehmen Sie Abstand von übertriebenen Vorstellungen oder Schönheitsidealen. Es geht nicht um Eitelkeiten, sondern um gegenseitige sexuelle Beglückung und das Sammeln erotischer Erfahrungen.

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Erfahrungen sammeln: Im Darkroom fällt es vielen leichter, Hemmungen abzulegen. © tverdohlib - Fotolia

Im Darkroom müssen Sie übrigens auf alles gefasst sein. Auch wenn Sie sich anfangs vielleicht zu zweit vergnügen, muss das nicht lange so bleiben. Tipp: Möchten Sie verhindern, dass aus Ihrem Duo eine Orgie wird, müssen Sie dies sagen. Abwertende Blicke nützen nichts – schließlich ist es dunkel. Und auch das Wegschieben von Händen kann fehlinterpretiert werden. Also lieber klare Worte finden, als sich hinterher zu ärgern.

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