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„Pille danach“ hilft bei Verhütungspanne

Wenn das Kondom beim Geschlechtsverkehr gerissen ist oder die Verhütung vergessen wurde, geraten Sie nicht in Panik – die „Pille danach“ schützt vor einer ungewollten Schwangerschaft. Seit dem 15. März 2015 ist die „Pille danach“ rezeptfrei in den Apotheken erhältlich.

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© dpa

Nach Ende der Rezeptpflicht: Verkauf steigt um 40 Prozent

Der Ansturm auf die Pille danach ist auch zwei Monate nach Wegfall der Rezeptpflicht groß. Laut dem Gesundheitsinformationsdienst "imsHealth" stieg der Verkauf seit Mitte März 2015 um 40 Prozent. Lag der Absatz bis dahin noch bei rund 9.500 Packungen pro Woche, sind es jetzt zwischen 13.000 und 14.000 Packungen.

Vor allem Frauenärzte hatten im Vorfeld vor dem Wegfall der Rezeptpflicht gewarnt, weil sie befürchteten, dass die ausführliche Beratung, die jetzt den Apothekern auferlegt ist, im Kundengespräch nicht zu leisten sei. So würde beispielsweise nur unzureichend darüber aufgeklärt, dass die herkömmliche Pille nach Einnahme der "Pille danach" über einen Zeitraum von rund einem Monat unwirksam ist.

So erfolgt die Einnahme

Je nach Art der Pille sollten Sie das Medikament innerhalb der ersten 12 bis 48 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen. Es gibt auch Pillen, die Sie 72 Stunden danach schlucken können – die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft steigt jedoch, je länger Sie warten. Vor der Einnahme ist es wichtig, dass Sie eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen, da es sonst zu Übelkeit kommen kann und Sie die Tablette wieder erbrechen. Wenn Sie die Anweisung ihres Frauenarztes genau befolgen, kann eine ungewollte Schwangerschaft durch die „Pille danach“ verhindert werden. Allerdings sollten Sie bedenken, dass das Präparat nur im Notfall zum Einsatz kommen sollte, wenn Sie Ihre fruchtbaren Tage vermuten.

Die Wirkung der „Pille danach“

Die „Pille danach“ hemmt den bevorstehenden Eisprung oder zögert ihn hinaus, sodass das Zeitfenster der fruchtbaren Tage geschlossen wird. Der Eisprung erfolgt dann etwa fünf Tage später. So können Sie eine Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen – vorausgesetzt natürlich, Sie haben die Tablette genau nach Anweisungen Ihres Frauenarztes genommen. Zwar ist die „Pille danach“ relativ wirksam, doch gibt es auch Nebenwirkungen. Durch die hohe Hormondosis, die Ihrem Körper auf einem Schlag verabreicht wird, können Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bauchschmerzen auftreten. Beachten Sie daher, dass die „Pille danach“ nicht willkürlich in Anspruch genommen werden sollte, da sie eine starke hormonelle Belastung für Ihren Körper darstellt. Sollten Sie Nebenwirkungen jeglicher Art bei sich bemerken, konsultieren Sie bitte möglichst schnell Ihren Frauen- oder Hausarzt. Vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids schützt die „Pille danach“ nicht. Daher sollten Sie beim Sex immer ein Kondom verwenden.

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