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SM-Sex: Einblick in mögliche Spielarten

Seitdem „Fifty Shades of Grey“ als Buch und Film die Gemüter in Wallung bringt, hält SM-Sex auch in heimische Schlafzimmer immer mehr Einzug. Was vorher als Tabu galt, wird nach und nach salonfähig. Tipps für die erotischen Spielchen rund um Dominanz und Unterwerfung gibt Sexpertin Paula Lambert in „Paula kommt“.

09.12.2014 15:27 | 2:05 Min |

Was ist SM?

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SM-Sex ist durch die "Fifty Shades of Grey"-Reihe populär geworden. Auch Christian und Anastasia machen von Handschellen Gebrauch. © pixabay

Das Kürzel SM steht für Sadomasochismus – es ist aus den beiden Wörtern Sadismus und Masochismus zusammengesetzt. Beim Sadismus gelangen Liebhaber dadurch zur Befriedigung, dass sie andere Menschen quälen und/oder demütigen. Wer hingegen masochistisch veranlagt ist, erlebt Lust, indem er sich seinem Gegenspieler unterwirft. SM-Sex bringt Menschen mit diesen Bedürfnissen zusammen: Dabei lässt sich der devote – also unterwürfige – vom dominanten Partner beherrschen. Schmerzen zufügen, demütigen, unterwerfen: Was nach der Hölle auf Erden klingt, ist durchaus als Vergnügen gedacht, schließlich beruht SM-Sex auf freiwilliger Basis.

Das Spiel aus Dominanz und Unterwerfung wird oft in Form von Rollenspielen ausgelebt, in denen der eine Partner den anderen demütigt und unterwirft. Dazu kann auch gehören, dass dem devoten Part Schmerz zugefügt wird. Der Sex selbst ist für den Lustgewinn nicht fundamental. Dennoch kommt es in erotischen Rollenspielen oft zum Geschlechtsverkehr.

Bondage: Fesselspiele

Eine der Techniken, die beim SM-Sex gern eingesetzt werden, ist Bondage. Damit werden verschiedene Fesselungstechniken zusammengefasst, die den Unterwürfigen im wahrsten Sinne des Wortes außer Gefecht setzen. Dieses Ausgeliefertsein gegenüber dem dominanten Part führt im Idealfall auf beiden Seiten zur sexuellen Stimulation. Diese Spielart des SM-Sex setzt allerdings absolutes Vertrauen beider Partner zueinander voraus.

Doch Vertrauen ist bekanntlich gut, Kontrolle besser: Sicherheitsmaßnahmen sowie ein Safe-Wort, das vom Gefesselten genannt werden kann, wenn er an seine Schmerzgrenze kommt, sind beim SM-Sex unerlässlich.

SM-Sex mit der Peitsche

Wenn es um Lust- und Schmerzempfinden geht, kommen in der Regel auch eine Vielzahl von Schlaginstrumenten wie Peitschen, Paddel oder Klatschen zum Einsatz. Natürlich gilt wie überall das Motto: Nichts muss, alles kann. Ganz wichtig beim Einsatz von Peitschen und Co: ein sicherer Griff und ein Schlagen aus dem Handgelenk. Denn auch beim SM-Sex wird zwischen sexuell erregendem und unangenehmem Schmerz unterschieden. Werden zum Beispiel aus Versehen Nieren oder Wirbelsäule getroffen, ist dies für den devoten Part selten ein Vergnügen.

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Nicht an allen Körperstellen werden Schläge mit der Peitsche bei SM-Liebhabern als erregend empfunden: Wirbelsäule und Nierengegend sollten beispielsweise lieber unberührt bleiben. © sakkmesterke - Fotolia

Tipp: Als Ziel für kontrolliertes Schlagen eignen sich besonders Po und Rücken , da sie weniger empfindlich sind. Doch jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden – die Wahl der Peitsche und vor allem ihre Handhabung sollte daher auf die Bedürfnisse des unterwürfigen Parts abgestimmt werden.

Erfahrungen mit Dirty Talk

Ein grundlegender Bestandteil von SM-Sex ist der Dirty Talk . Dabei erniedrigt der dominante Part sein Gegenüber mit Beschimpfungen und öbszönen Bemerkungen, wobei gerade der Gegensatz von derber Sprache und sanfter Ausdrucksweise für Erregung sorgen kann.

Kombiniert wird der Dirty Talk mit körperlicher Dominanz. Auch hier sind die Geschmäcker verschieden, sodass es am dominanten Partner ist, herauszufinden, was gefällt und was nicht.

Spielchen sind erlaubt

Mehr als um bestimmte Sexstellungen geht es beim Sadomasochismus um verschiedene Rollenspiele, durch die der Drang nach Beherrschung und Unterdrückung ausgelebt werden kann. Da wird der devote Part schon mal zur Putzsklavin erklärt und muss das Haus säubern. Wird die Aufgabe nicht zufriedenstellend ausgeführt, drohen Strafen. Natürlich sind auch ein Tausch klassischer Männer- und Frauenrollen, nachgestellte Verhöre oder Tier-Spiele erlaubt. Hier gilt: Jedem das Seine.

Schmerz gehört dazu

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Fesselspiele sind ein fester Bestandteil der SM-Kultur. Dabei gibt es viele verschiedene Variationen. © stefan_weis - Fotolia

Welche Form der Erniedrigung auch immer ausgeübt wird: Ein gewisses Maß an Schmerz gehört dazu. Als Sextoys können hierbei nicht nur Handschellen und Peitschen dienen. Ein Versohlen des Hinterns wie bei „ Fifty Shades of Grey “ oder Praktiken mit Wachs sind ebenfalls beliebt. Ob nur tröpfchenweise oder großflächig verwendet – der Einsatz von heißem Kerzenwachs kann beim SM-Sex zur lustvollen Qual werden. Übrigens können Sie dabei auch kulinarisch wildern: Heiße Schokolade im Wechsel mit kühlen Flüssigkeiten wirkt auf die Sinne besonders erregend.

Fazit: Den Partner dominieren oder selbst dominiert werden – wen diese Vorstellung erregt, sollte SM-Sex zumindest einmal ausprobieren. Das A und O dabei: bedingungsloses Vertrauen zum Partner. Da Schmerz ein wichtiger Bestandteil der SM-Praktiken ist, ist ein Safe-Wort für den Notfall unabdingbar.

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