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Computer oder doch lieber Kondom, Pille & Co.?

Verhütungscomputer: Wie sicher ist er?

Neben Antibabypille , Kondom , Spirale und Co. gibt es noch die Möglichkeit der natürlichen Verhütung. Dazu zählt der Verhütungscomputer. Wie funktioniert die Methode und wie sicher ist sie?

Verhütungscomputer_dpa
© dpa - Bildfunk

Verhütungscomputer – zwei Prinzipien

Die Aufgabe des Verhütungscomputers ist, die fruchtbaren Tage einer Frau im Voraus zu bestimmen . Dies kann nach zwei Prinzipien erfolgen. Bei der einen Methode wird mithilfe eines Geräts täglich die Morgentemperatur, die sogenannte Basaltemperatur, gemessen. Anhand des Temperaturverlaufs soll der Verhütungscomputer den Eisprung genau bestimmen können. Bei der anderen Sorte Verhütungscomputer wird eine Hormonanalyse des Urins durchgeführt, die mithilfe eines Teststäbchens vorgenommen wird.

Temperaturcomputer: Wie sicher ist er?

Temperaturcomputer nehmen der Frau das Eintragen der Messdaten ab. Anhand der vorausgehenden Zyklen werden die fruchtbaren Tage bestimmt. So können Zyklusschwankungen mit einberechnet werden. Jedoch benötigt es sechs Monate kontinuierlicher Anwendung, bis das optimale Rechenergebnis feststeht. Außerdem muss die Messung immer morgens zur gleichen Zeit erfolgen, für Frauen mit unregelmäßigem Tagesablauf unter Umständen problematisch. Zur Bestimmung der Sicherheit einer Verhütungsmethode wird der Pearl-Index (PI) angewandt. Der Index gibt an, „wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie die jeweilige Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden. Je niedriger der PI, desto sicherer die Methode.“, so Stiftung Warentest. Bei konsequenter Anwendung des Temperaturcomputers liegt der Wert bei 0,3. Kommt es zu Anwendungsfehlern, fällt die Sicherheit auf einen PI-Wert von 2,4 bis 10.

Hormoncomputer: Wie sicher ist er?

Die Verhütungssicherheit der Verhütungscomputer, die die fruchtbaren Tage anhand der Hormone im Urin zu bestimmen versuchen, ist laut Pearl-Index schlechter als bei den Temperaturcomputern. Für die Geräte wurde ein Wert von 6 ermittelt. Wenn Anwendungsfehler mit einbezogen werden, kann der Wert sogar auf bis zu 20 steigen, was einer stärkeren Unsicherheit des Empfängnisschutzes entspricht.

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