Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Zum Valentinstag Rosen schenken: Lohnt sich Fairtrade?

Jedes Jahr Mitte Februar bricht die Romantik aus und die Blumengeschäfte werden geplündert. Wer am Valentinstag Rosen verschenken möchte, hat die Qual der Wahl. Aber lohnt sich der Griff zum teureren Fairtrade-Strauß? Und wer verdient eigentlich am großen Rosen-Business rund um den Valentinstag?

12.02.2014 19:05 | 8:48 Min | © ProSieben

Blick hinter die Kulissen am Valentinstag: Rosen, Rosen, Rosen

Wer denkt, seine Rosen kommen von einer Gärtnerei um die Ecke, liegt falsch. Ein Blick hinter die Kulissen verrät: Mit Blumen-Romantik hat das Rosen-Business nur wenig zu tun. Es ist ein Milliardengeschäft, in dem wenige Player die Fäden in der Hand halten. Doch wer verdient am Rosengeschäft wie viel? Fest steht, die Margen sind alles andere als transparent und nicht immer gleich hoch. Vor dem Valentinstag zum Beispiel kosten Rosen im Schnitt doppelt so viel wie sonst – Schuld daran ist aber nicht etwa der Großhändler. Wegen der weltweit hohen Nachfrage muss er die Blumen schon überteuert einkaufen und macht so sogar weniger Gewinn als sonst.

Aus Schleswig-Holstein kommt im Übrigen die meistverkaufte Rosensorte der Welt, „Freedom“. Diese ist natürlich patentiert, denn nur am Patent verdient der Züchter Geld. Und zwar zwei Cent pro Zehnerstrauß. Die nächste Station auf dem Weg vom Pflänzchen zur prachtvollen Rose liegt dann in Afrika.

Fairtrade zum Valentinstag: Rosen mit Gütesiegel

Schokolade, Kaffee, Klamotten – überall boomt der Markt mit dem Gütesiegel „Fairtrade“. Doch wie sieht es mit Rosen aus? Lohnt es sich, auch hier auf faire Arbeitsbedingungen zu achten? Fest steht jedenfalls: Die Rosen mit Siegel sind beliebt. Ihr Marktanteil liegt bereits bei 20 Prozent und das hat Vorteile, denn auf Fairtrade-Farmen bekommen die Arbeiterinnen doppelt so viel Lohn wie auf normalen Farmen, heißt immerhin 30 Cent pro Strauß. Für den Produzenten bedeutet das nach Abzug aller Kosten immerhin noch einen Gewinn von etwa zwölf Cent pro Strauß.

Und was hat der Kunde von Fairtrade-Rosen, außer einem guten Gewissen? Die Blumen können einzeln gekauft werden, sie sind größer, länger haltbar und nur wenig teurer. Warum? Drei bis vier Tage, nachdem sie gepflückt wurden, stehen sie schon im Geschäft, schneller als normale Rosen. Der Grund: Der Weg bei Fairtrade ist direkter, denn Zwischenhändler, die normalerweise auch noch an den Blumen verdienen, fallen hier weg. Und die Floristin – was bleibt ihr pro Rose? Schätzt man, bleiben etwa zwölf Cent pro Blume übrig. Der Griff zum Fairtrade-Strauß lohnt sich also, nicht nur für die Arbeiterinnen in Afrika, sondern auch für Produzenten, Blumenhändler und Kunden. Fazit: Zum Valentinstag Rosen schenken – das ist für alle Beteiligten ein gutes Geschäft und eine große Freude für den, der sie bekommt, allemal.

Wer, statt am Valentinstag Rosen verschenken, die Dame des Herzens mit anderen Blumen oder Pralinen beglücken möchte, erfährt alles Wissenswerte im SAT.1 Ratgeber.

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare

Fan werden