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Italiener-Wochenende: München im südeuropäischen Fieber

Das Oktoberfest lockt neben deutschen auch viele ausländische Besucher an – vor allem aus Südeuropa. Deshalb gibt es auch das sogenannte Italiener-Wochenende. München feiert hier mit „Salute” statt „Prost” und heißt die Gäste auf der Wiesn herzlich willkommen.

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Am Italiener-Wochenende in München steigen die Besucherzahlen auf dem Oktoberfest oft nochmal stark an. © norbel - Fotolia

Hätten Sie's gewusst?

Etliche Menschen besuchen jährlich das größte Volksfest der Welt. Doch die meisten wissen gar nicht, was sie dort eigentlich feiern. Klar, mittlerweile ist es ein Fest rund um Genuss, Spaß und Ausgelassenheit. Doch die Oktoberfest-Geschichte zeigt den traditionellen Ursprung der Feierlichkeit, die auch heute noch auf der Oide Wiesn nachvollzogen werden kann.

Doch hätten Sie gedacht, dass die meisten ausländischen Besucher Italiener sind? Ein Wochenende in Bayern zur Oktoberfest-Zeit – das steht bei ihnen fest im Kalender. Mit 17 Prozent machen sie die Mehrheit der Wiesn-Touristen aus. Auf Platz zwei landen – besonders erstaunlich – die Australier. Rund 11 Prozent der Besucher kommen vom anderen Ende der Welt. Auf Platz drei, mit insgesamt 9 Prozent: die Nachbarn aus Österreich.

Italiener-Wochenende: Festa alla birra

Dadurch, dass insgesamt über 200.000 Italiener jedes Jahr das Oktoberfest besuchen, versetzt das Italiener-Wochenende München in Partystimmung – und die Wiesn in ein Fest mit südeuropäischem Flair. Traditionell findet es am mittleren Wochenende statt, also am Ende der zweiten Oktoberfestwoche. Damit sich die italienischen Gäste in der bayerischen Hauptstadt heimisch und rundum wohl fühlen, wird an diesen Tagen das Oktoberfest glatt umbenannt – in „Fest alla birra”, was übersetzt Fest des Bieres heißt. Die Tradition des Oktoberfests rückt dabei in den Hintergrund, aber was soll's, wenn die Italiener mit Ihrem Charme den Oktoberfest-Besuchern einheizen?!

Was mögen die Italiener am Oktoberfest?

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Am Italiener-Wochenende in München steigen die Besucherzahlen auf dem Oktoberfest oft nochmal stark an. © Kzenon - Fotolia

Doch was ist es, dass die Südeuropäer zum Italiener-Wochenende nach München zieht? Ganz klar. Natürlich einerseits das Erlebnis, am größten Volksfest der Welt teilzuhaben. Aber – typisch italienisch – ist es auch der Genuss, der sie anlockt. Vor allem das Bier scheint bei den Südländern besonders gut anzukommen.

Nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Münchener. Viele Italiener schätzen ihre offenherzige und fröhliche Art. Und natürlich die hübschen Frauen in den Dirndln – wer könnte da schon weggucken?

Camping auf Italienisch

Die südländischen Besucher freuen sich zumeist schon Monate vor dem Italiener-Wochenende auf München und das Oktoberfest. Und zumeist reisen sie samt Wohnwagen oder -mobil an. Doch wer das Oktoberfest kennt, der weiß, dass die Stellplätze begrenzt und schon binnen kürzester Zeit ausgebucht sind. Und wenn sich so viele Italiener auf einmal auf den Weg gen Norden machen, kann es natürlich zu Staus kommen. Besonders witzig: Die Verkehrsmeldungen werden vom bayerischen Radiosender an dem Italiener-Wochenende auch auf Italienisch gesendet.

Safety first

Bei so vielen Menschen darf die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Und da die Münchener Polizisten die italienische Sprache in den meisten Fällen nicht beherrschen, holen sie sich zum Italiener-Wochenende Unterstützung aus Südtirol. Seit 2005 hat sich diese Kooperation als hilfreich erwiesen. Die Kollegen aus dem Ausland helfen bei der Kommunikation und haben ein Auge auf das Geschehen. Sollte es zu unangenehmen Zwischenfällen kommen, sind auch die Beamten der Berufsfeuerwehr Bozen und Freiwillige des Südtiroler Landesrettungsvereins „Weißes Kreuz” zur Stelle.

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