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Eine Maß Bier ist nicht immer eine ganze Maß

Für eine Maß Bier zahlen Sie im Biergarten um die sieben Euro. Nicht wenig, aber dafür bekommen Sie auch einen ganzen Liter Bier. Denken Sie zumindest – oft enthält der Maßkrug allerdings weniger.

27.08.2009 18:00 | 5:30 Min | © Das SAT.1 Magazin 2009

Der Eichstrich zeigt, wann die Maß Bier eine Maß ist

Die Maß ist voll, wenn das Bier ohne die Schaumkrone bis zum Eichstrich steht. Eigentlich ganz einfach, auch wenn Ihnen manche Wirte erzählen wollen, dass die Maß schon einen Zentimeter unter der Einkerbung voll sei. Der Fachmann nennt das Phänomen des nicht vollgeschenkten Bierkrugs  Unterschank. Und für diesen Unterschank gibt es in Bayern selbstverständlich gesetzliche Regelungen. Erlaubt ist ein Unterschank im Gegenwert von 60 Cent.

Wie im Video gezeigt, ist ein Unterschank von 100 Millilitern nicht selten, das sind immerhin 10 Prozent einer Maß Bier. Bei einem durchschnittlichen Bierpreis von sieben Euro gehen Ihnen dabei 70 Cent durch die Lappen und die gesetzliche erlaubte Toleranzgrenze wird eindeutig unterschritten. Im Test gab es sogar Biergärten, bei denen eine Maß Bier nur 0,8 Liter enthielt, also satte 20 Prozent zu wenig.

Jede zweite Maß Bier ist zu klein

Bei der Hälfte der getesteten Biergärten im Münchener Raum war die Maß Bier nicht ausreichend gefüllt. Das legt den Verdacht nahe, dass das Vorgehen System hat und es sich nicht um ein Versehen handelt. Allerdings haben auch 50 Prozent aller Wirte gut eingeschenkt. Insbesondere in ländlichen Bereichen scheint die Wirtsehre noch zu gelten. Wenn Ihnen eine zu kleine Maß Bier serviert wird, sollten Sie sich beschweren und nachschenken lassen. Schließlich zahlen Sie auch für eine ganze Maß.

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