Ratgeber

Zwischen Kreuzigung und Auferstehung

Karsamstag nach christlicher Tradition

Der Karsamstag ist der letzte Tag vor Ostern und damit auch der Abschluss der Karwoche. Christen gedenken Jesu Christi, der am Vortag gekreuzigt wurde. Was das Neue Testament über den Ostersamstag sagt und wie er gefeiert wird, erfahren Sie hier, im SAT.1-Rageber.

Fastentuch Kirche Münster_dpa
© dpa

Was geschah am Karsamstag?

Die Bezeichnung „Kar-“ leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, das so viel wie Kummer, Klage und Trauer bedeutet. Und genau das ist der Karsamstag nach christlicher Tradition auch: ein trauriger Tag, denn einen Tag zuvor, am Karfreitag , wurde der Sohn Gottes auf Befehl des römischen Kaisers Pontius Pilatus gekreuzigt. Weiterhin heißt es, dass Jesus Christus an diesem Tag in die Hölle hinabgestiegen ist und dort im Limbus die Seelen der Gerechten befreit haben soll. Der Limbus gilt als ein Ort am Rande der Hölle, an dem sich die Seelen aufhalten, die ohne Selbstverschulden vom Himmel ausgeschlossen wurden. 

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Traditionell wird die Kirche am Karsamstag nicht aufwendig geschmückt, erst an Ostern selbst zieren Blumen den Altar. © Pixabay

Karsamstag in der Kirche

Heute wird der Karsamstag zelebriert, indem Christen der Grabesruhe Jesu Christi gedenken. Ein letztes Mal fasten sie, bevor mit dem Osterfest die Feierlichkeiten rund um die Auferstehung des Gottessohnes beginnen. Wer am Karsamstag in die Kirche geht, wird erkennen, dass der sonst oft prächtig mit Blumen und Kerzen geschmückte Altar schlicht belassen wird. Auch werden am Karsamstag keine Sakramente wie die heilige Kommunion oder Eucharistiefeiern in den Kirchen zelebriert.

Im Übrigen fällt der Karsamstag 2016 auf den 26. März. In der Nacht auf Ostersonntag findet die sogenannte Nachtwache statt, eine Feier mit Gebet, die in den späten Abendstunden vollzogen wird.

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