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Traditionen und Theorien

Ostereiersuche: Woher stammt der Brauch?

Jedes Jahr werden unzählige Eier versteckt – hartgekocht oder aus Schokolade, doch warum eigentlich, woher stammt der Brauch der Ostereiersuche? Fest steht: Eine klare Antwort gibt es nicht, dafür jede Menge Theorien. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

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© pixabay.com

Warum Eier – und warum hart und bunt?

Nach christlichem Brauch wird vor Ostern 40 Tage lang gefastet. Zu den verbotenen Lebensmitteln in dieser Zeit gehörten früher alle tierischen Produkten, also neben Fleisch, Butter und Milch auch Eier. Kein Wunder, dass diese Ostersonntag , nach Ende der Fastenzeit, besonders beliebt waren. Dass die Eier hart gekocht wurden, hatte den Hintergrund, dass die Hennen im Frühjahr besonders viele Eier legen. Um diese haltbar zu machen, wurden sie gekocht. Und wieso bunt? Ganz einfach: um sie von rohen Eiern zu unterscheiden.

Ostereiersuche: Theorie übers Verstecken

In der Wohnung, im Garten, im Park – Ostereier verstecken gehört ebenso zum Osterfest wie das Färben oder Basteln im Vorfeld. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Angeblich ist diese Tradition heidnischen Ursprungs. Denn: Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier verschenkt. Sie gelten von jeher als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der Kirche missfiel dieser Brauch und verbot den Brauch. Die Folge: Die Eier wurden nun heimlich verschenkt, sprich versteckt.

Eier als Zahlungsmittel

Auch in einem anderen Bereich haben Ostern und Eier eine Verbindung: Im Mittelalter entrichteten Bauern ihrem Grundherrn den sogenannten „Zehnt“, eine zehnprozentige Steuer, in Form von Eiern. Allerdings nur im Frühjahr, denn dann waren die Hennen besonders legefreudig. Dieser Brauch fiel irgendwann weg, was sich bis heute hingegen hält: Eier gibt es um Ostern in Hülle und Fülle.

Sie sehen: Woher der Brauch der Ostereiersuche genau stammt, ist nicht ganz eindeutig. Vermutlich haben zur Entstehung dieser Tradition mehrere Rituale und Geschichten gleichzeitig beigetragen.

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