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Ostermontag – christlicher Feiertag

Ostermontag: Bedeutung, Ursprung und Bräuche

Im christlichen Kalender hat er eine lange Tradition: der Ostermontag. Seine Bedeutung hat schließlich was mit Jesus Christus zu tun. Neben liturgischen Feiern haben sich in Deutschland aber auch viele regionale Bräuche entwickelt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Welche das sind, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

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Im christlichen Kalender hat er eine lange Tradition: der Ostermontag. Neben liturgischen Feiern haben sich in Deutschland viele regionale Bräuche entwickelt.  © dpa

Ostermontag: Bedeutung und Ursprung des Feiertags

Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern ist Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag. Die meisten Arbeitnehmer haben an diesem Tag frei. Denken Sie daher daran, spätestens am Samstag einkaufen zu gehen, denn Ostermontag haben in der Regel keine Geschäfte offen, weder der Bäcker noch die Post oder Supermärkte. Manche Restaurants haben jedoch geöffnet, damit Familien das Fest kulinarisch feiern können. Trotz vieler regionaler Besonderheiten ist der Ostermontag – ebenso wie Gründonnerstag , Karfreitag und Karsamstag  – christlich geprägt, denn er ist die Fortsetzung des Tages, an dem Jesus Christus den Tod überwand.

Der Feiertag bezieht sich übrigens auf eine ganz bestimmte Bibelstelle, in der die Emmaus-Jünger aus ihrer Sicht von der Auferstehung Christi erzählen. Somit ist der Ostermontag in erster Linie eine Ergänzung zum Ostersonntag: Der Emmausgang, auch Emmaus-Osterspaziergang genannt, erinnert noch immer an diese Geschichte. In vielen Regionen werden die Feste bunt und fröhlich gefeiert, denn bereits am Sonntag vor Ostermontag endet die Fastenzeit. Endlich dürfen Sie wieder nach Herzenslust schlemmen und es sich gutgehen lassen. Aus diesem Anlass heraus entstanden zahlreiche Bräuche.

Genaues Datum und regionale Riten an Ostermontag

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In Traunstein findet jedes Jahr der Georgiritt statt – und zwar Ostermontag. Seine Bedeutung: Die Einwohner feiern den Frühlingsanfang, manchmal sogar bei Schnee. © dpa - picture alliance

Der Ostermontag fällt 2016 auf den 28. März. In Traunstein im Chiemgau wird dieser Tag mit einem besonderen Brauch begangen: dem Georgiritt. Also erst lecker brunchen  oder den Gottesdienst besuchen und sich dann das Spektakel live ansehen. Mit dem Georgiritt soll in symbolischer Weise der kalte Winter vertrieben werden. Wie? In dem oberbayerischen Ort ziehen etwa 500 Pferde, festlich geschmückte Wagen und Musikkapellen durch die Straßen und feiern den Beginn des Frühlings. Jedes Jahr gibt es in Traunstein außerdem den Schwertertanz am Vor- und Nachmittag auf dem Marktplatz zu sehen. Einige andere Gemeinden in Oberbayern pflegen zudem den Brauch des Feldumgangs. Dabei geht der Bauer zusammen mit allen Hausbewohnern das Roggen- und Weizensaatfeld ab.

Traditionelle Eierläufe am Ostermontag: Bedeutung der Tradition

Auch etwas weiter nördlich gibt es jede Menge Veranstaltungen am Ostermontag – mit Bedeutung und langer Tradition. Seit etwa 1738 findet der Remlinger Eierlauf in Unterfranken statt. Damals verzichtete Gräfin Dorothea Renata von Castell-Remlingen auf die sogenannten Hubeier, die Teil der bäuerlichen Abgaben waren, und gab diese den Jugendlichen im Dorf. Sie sollten feiern und Spaß haben – daraus entwickelte sich ein richtiges Volksfest.

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Auch eine lange Tradition nach Ostern hat der Remlinger Eierlauf. Er findet jedes Jahr am Ostermontag statt. © dpa - picture alliance

Am Morgen des Ostermontags startet die Veranstaltung, wenn die ansässigen jungen Männer von Haus zu Haus ziehen und Eierspenden für den Wettkampf sammeln. Aus allen Anwesenden werden ein Läufer und ein Sammler per Los gewählt: Während das Ziel des Läufers ein behauener Stein in 2,1 Kilometern Entfernung ist, von dem aus er zum Ausgangspunkt zurückkehren muss, hat der Sammler Zeit für seine spezielle Aufgabe. Er muss 75 Eier einsammeln, die in einer Linie aufgereiht sind. Am Ausgangspunkt befindet sich ein Korb, in dem schließlich alle Eier einzeln und unversehrt landen sollen. Wer seine Aufgabe zuerst erledigt, gewinnt und hat den ganzen Tag zechfrei.

Noch älter ist dieser Brauch in Schönecken an der Eifel, wo seit mehr als 300 Jahren die sogenannte Eierlage stattfindet. Die Regeln sind ähnlich: Auch hier gibt es einen Wettkampf zwischen Läufer und Sammler, nur die Bedingungen sind andere. Denn während der Läufer hier 7,6 Kilometer zurücklegen muss, gilt es für den Sammler, 104 rohe Eier unversehrt einzusammeln.

So viel zum Ostermontag. Welche Bedeutung und Traditionen hinter Karfreitag  und Ostersonntag  stecken, erfahren Sie hier.

Fazit: Familie, Spaß, Glaube, Bräuche: Das ist am Ostermontag von Bedeutung. Der Feiertag ist mittlerweile mehr als ein Tag mit christlichem Background. Die meisten Osterbräuche wie etwa der Eierlauf sind zwar liturgischen Ursprungs, werden von vielen aber in erster Linie aus Spaß an der Freude mitgemacht.

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