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Erntedankfest

Das Erntedankfest zählt zu den ältesten Festen überhaupt. Da das Überleben der Menschen im Winter in früheren Zeiten von der eingebrachten Ernte abhing, dankten sie nach Ende der Erntezeit Gott für das Reifenlassen der Früchte. Noch heute erinnert Erntedank daran, dass das „täglich Brot“ in der Regel niemandem in den Schoß fällt, sondern zumeist hart erarbeitet werden muss.

25.11.2013 09:00 | 23:57 Min |

Wann wird das Erntedankfest gefeiert?

Während in der evangelischen Kirche das Erntedankfest immer am ersten Sonntag nach Michaelis gefeiert wird, wurde für die katholische Kirche auf der Bischofskonferenz 1972 der erste Sonntag im Oktober als Termin festgelegt. Die Gemeinden dürfen jedoch selbst entscheiden, ob sie ihr Erntefest an diesem Tag feiern möchten oder lieber zu einem anderen Zeitpunkt. So findet das Fest in der Moselregion zum Beispiel erst nach der Weinlese, am zweiten Novembersonntag, statt.

Ein hübscher Erntekranz für die Tür

Alte Tradition zu diesem Anlass ist es, speziell für den Erntedankgottesdienst geflochtene, mit Herbstblumen und Vogelbeeren geschmückte Ährenkränze mit nach Hause zu nehmen und dort an den Hausgiebel oder das Scheunentor zu hängen. Dies soll den eingebrachten Erntesegen bis in das nächste Jahr bewahren.

Wer nicht zum Gottesdienst geht, kann einen hübschen Erntekranz auch leicht selbst herstellen. Die dafür erforderlichen Materialien springen einem bei einem gemütlichen Herbstspaziergang fast von allein in die Tasche. Für einen einfachen Kranz wird nichts weiter benötigt als:

  • ein gebundener Kranzrohling, z. B. aus dem Blumenfachhandel
  • bunte Blätter
  • Beerenzweige
  • kleine Zierkürbisse
  • Eicheln und Kastanien
  • Blumendraht
  • Klebepistole

Zunächst werden die Herbstblätter und die Beerenzweige mit Draht um den Rohling gebunden. Neue Blätter und Zweige sollten die bereits befestigten schuppenartig überdecken, damit der Kranz schön dicht wird.

Kastanien und Eicheln lassen sich ganz einfach ebenfalls mit Blumendraht dazwischen anbringen. Die kleinen Zierkürbisse oder anderes Dekomaterial wie Ziermais oder Zieräpfel werden am besten mit der Klebepistole fixiert.

Herbstliche Blumen-Deko

Besonders gut lassen sich zum Erntedank auch  Blumen als Dekoelement  einsetzen. Geschickt arrangiert, verleihen sie den Räumen ein zur Jahreszeit passendes Ambiente und schaffen ein völlig neues Wohngefühl.

Ein ganz besonderes Highlight der Tischdekoration für das Erntedank-Menü ist eine aus einem Kürbis gebastelte Blumenvase. Für diese werden benötigt:

  • ein großer Kürbis
  • Schöpflöffel, Messer
  • Kugelmesser (aus dem Haushaltswarenladen)
  • ein Gefäß (Vase, Einmachglas), welches in den ausgehöhlten Kürbis passt

Zunächst wird vorsichtig der Deckel des Kürbisses einschließlich des Stiels entfernt und anschließend die Kerne und das Fleisch herausgelöst, bis nur noch etwa zwei Zentimeter Kürbiswand übrig sind.

Das bereitgestellte Gefäß findet seinen Platz in der Kürbismitte. Darin können ganz nach Belieben ein Strauß frischer Blumen oder Zweige arrangiert werden. Zum Schluss kommt nur noch Wasser in die Vase oder das Glas und schon ist das Herbstgesteck fertig.

Das herausgelöste Kürbisfleisch lässt sich natürlich auch noch hervorragend verwerten, zum Beispiel für das  in diesem Video  ab ca. 07:25 vorgestellte Hokkaido-Pesto, das wunderbar zu einem Erntedank-Menü passt.

Für romantisch-herbstliche Abendstimmung sorgen  selbst gebastelte Laternen , die innerhalb der Wohnung, aber auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon ihr warmes Licht ausstrahlen.

In unserem Ratgeber-Bereich sind zahlreiche weitere Videos zu finden, in denen viele Möglichkeiten für eine stimmungsvolle Erntedankfest-Dekoration vorgestellt werden.

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