Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Saftiger Roastbeef-Braten

Johannes Höcherl und Leo Gammler bereiten heute ein Roastbeef am Stück zu. Ideal nicht nur für festliche Momente. Roastbeef grillen – das ist gar nicht so schwer, wenn man die richtigen Tricks kennt. Wie alles schön saftig wird, erfahren Sie hier.

09.02.2016 10:00 | 3:38 Min |

Roastbeef grillen: Tipps zum Kauf und der Marinade

Wer keine Lust auf einen klassischen Sonntagsbraten hat, kann sein Roastbeef grillen. Dazu braucht es zwar nur wenige Zutaten, aber umso mehr Expertise – denn es gibt viele Möglichkeiten, das beliebte rauchig-zarte Fleisch zuzubereiten. Eines sollte es dabei aber nicht sein: durch. Einen rosa Kern hinzubekommen, ist die wahre Kunst.

Möchten Sie Roastbeef grillen, brauchen Sie natürlich das richtige Fleisch in der gewünschten Menge. Dabei stellt sich vielen gleich die Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen Roastbeef und dem klassischen Steak? Jein. Das Fleisch ist das Gleiche, nicht aber der Zuschnitt. Roastbeef heißt der Teil im Rinderrücken, der am Stück verkauft wird. Das Rumpsteak hingegen ist ein Stück Fleisch, das aus dem gleichen Teil in kleineren Portionen verkauft wird.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Fleisch gut abgehangen ist. Hat es eine schillernde Oberfläche oder weist es einen merkwürdigen grünlichen Schein auf, lassen Sie besser die Finger davon. Diese Stücke sind nicht selten voller Bakterien, die besser nicht in Ihrem Mund landen sollten.

Für die Marinade besorgen Sie: 

  • Senf
  • Olivenöl
  • Knoblauchzehen
  • Petersilie
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Bier zum Bestreichen (nach Belieben)
Der Grill gibt dem Roastbeef noch ein zusätzliches leckeres Röst-Aroma.
Der Grill gibt dem Roastbeef noch ein zusätzliches leckeres Röst-Aroma. © dimabelokoni/Fotolia

Vorbereitungen: Rezept für den perfekten Genuss

Möchten Sie ein richtig gutes Roastbeef grillen, fertigen Sie zunächst eine köstliche Marinade an. Besonders lecker wird das Fleisch, wenn Sie es schon am Vortag darin ziehen lassen. Hacken Sie die Kräuter und den Knoblauch fein und würzen Sie die Masse mit etwas Salz. Geben Sie das Öl dazu und lassen Sie es zwei Stunden ziehen, bevor das Fleisch in Stück darin baden darf.

Bereiten Sie in der Zwischenzeit das Roastbeef vor, indem Sie die Fettschicht kreuzweise einschneiden. Aber Achtung: Das Messer sollte das Fleisch dabei nicht berühren, damit es seinen Saft beim Grillen nicht verliert. Verteilen Sie nun ordentlich viel Marinade auf dem Roastbeef, wickeln Sie es in Frischhaltefolie und lassen Sie es über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Roastbeef grillen: Die Niedrigtemperatur-Methode

Die beliebteste Möglichkeit, wenn Sie Roastbeef grillen wollen, besteht darin, das Fleisch bei niedriger Temperatur zu garen. Hierbei ist jedoch sehr wichtig, dass das Fleisch absolut frisch ist. Die Kerntemperatur steigt bei dieser Methode nie über 68 Grad – Bakterien könnten also leicht überleben. Höher darf die Temperatur des Fleischs allerdings nicht sein, sonst wird es trocken und durch. Von einem zarten rosa Kern fehlt dann jede Spur.

Nehmen Sie das Fleisch etwa zwei bis drei Stunden, bevor Sie das Roastbeef grillen wollen, aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. Nun muss der Grill vorgeheizt werden. Ein Gasgrill bietet die idealen Voraussetzungen. Starten Sie bei hoher Temperatur und drehen Sie den Hahn dann so weit zu, dass nur noch 80 Grad vorherrschen, dann kann das Roastbeef am Stück auf den Rost.

Ein genialer Trick: Stecken Sie einen Korken zwischen die Abdeckung – so zirkuliert immer etwas frische Luft, während die Temperatur trotzdem gehalten wird. Nun dauert es etwa eineinhalb bis zwei Stunden, bis das Fleisch gar ist. Mit einem Fleischthermometer können Sie besonders genau arbeiten – bei 68 Grad im Inneren ist das Roastbeef verzehrfertig und muss vom Grill.

Wenn Sie Roastbeef grillen, benutzen Sie am besten einen Kugelgrill. Ob mit K...
Wenn Sie Roastbeef grillen, benutzen Sie am besten einen Kugelgrill. Ob mit Kohle oder Gas, ist dabei fast egal. © pixabay

Roastbeef grillen bei starker Hitze

Haben Sie keinen so feinfühligen Gasgrill, können Sie natürlich auch auf klassische Art Roastbeef grillen. Heizen Sie hierfür den Gas- oder Holzkohlegrill auf etwa 260 Grad vor, damit das Fleisch schnell von allen Seiten angebraten werden kann. Pro Seite braucht das Fleisch etwa zwei Minuten – bei geschlossenem Deckel. Lassen Sie es vor dem Servieren noch etwa drei Minuten ruhen, damit sich die Fleischsäfte im gesamten Stück verteilen können. Mit dieser Methode können Sie schnell genießen.

Wenn Sie Roastbeef grillen, bietet sich aber auch indirektes Grillen an. Es verhindert, dass das Fleisch durch zu starke Hitze austrocknet, und sorgt für ein perfektes Ergebnis. Braten Sie das Fleisch zunächst von allen Seiten über direkter Hitze gut an und legen Sie es schließlich auf den Teil des Rostes, unter dem keine Kohle glüht. Schließen Sie den Deckel und lassen Sie das Fleisch langsam garen. Ob es fertig ist, testen Sie wieder mit dem Fleischthermometer. Sobald 68 Grad erreicht sind, können Sie das Roastbeef anrichten. Diese Methode ist zwar langwieriger, bietet aber das beste Ergebnis.

Kalt verzehren

Natürlich können Sie, wenn Sie Roastbeef grillen, auch Aufschnitt daraus machen. Lassen Sie das verzehrfertige Fleisch dafür zunächst an der Luft und schließlich im Kühlschrank gut auskühlen. Schneiden Sie es fein auf und servieren Sie es mit etwas frischer Remoulade – köstlich! Nachfolgend noch ein Rezept für die kühleren Tage, wenn der Grill bereits eingemottet wurde.

2015_07_20_Grillen_Roastbeef grillen_Bild 2_fotolia_Natalia Lisovskaya
Lecker – Roastbeef ist auch als Aufschnitt sehr beliebt. © Natalia Lisovskaya - Fotolia

Das Rezept für saftigen Roastbeef-Braten

Zutaten (für 2 Personen):

2015_07_20_Grillen_Roastbeef grillen_Bild 1_fotolia_Giuseppe Porzani
Wenn Sie Roastbeef grillen, achten Sie auf qualitativ hochwertiges Fleisch. © Giuseppe Porzani - Fotolia
  • 1 Stück Roastbeef
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 braune Champignons
  • etwas Frühstücksspeck
  • 250 Milliliter Gemüsebrühe
  • etwas Butter (kalt)
  • Olivenöl
  • frische Kräuter (Thymian und Blattpetersilie)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

1. Zuerst etwas Olivenöl in einer Pfanne (ofenfest) erhitzen und den Backofen auf 100 Grad vorheizen.

2. In der Zwischenzeit werden die Schalotten und der Knoblauch klein geschnitten.

3. Die Champignons vierteln und die frischen Kräuter grob hacken.

Das Roastbeef wird vor seinem Gang in den Ofen von allen Seiten scharf angebr...
Das Roastbeef wird vor seinem Gang in den Ofen von allen Seiten scharf angebraten. © pixabay

4. Nun das Roastbeef mit der Hautseite zuerst in die Pfanne geben. Anschließend von allen Seiten anbräunen.

5. Das Fleisch aus der Pfanne holen und das Gemüse in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Kräuter dazugeben und alles gut anbraten. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen.

6. Würzen Sie das Roastbeef nun von allen Seiten mit Salz, legen Sie es in den Gemüsesud und stellen die Pfanne für 30 bis 50 Minuten (je nach Dicke und Größe des Roastbeefs) in den Ofen.

7. Ist der Braten durch, zaubern Sie noch schnell eine Soße. Dafür zunächst das Gemüse und die Kräuter aus der Pfanne durch ein Sieb drücken. Den Sud in einem Topf aufkochen lassen, ein Stück eiskalte Butter hinzugeben und alles verrühren.

8. Zum Schluss die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Fleisch in Scheiben schneiden und zusammen servieren. Guten Appetit!

Die ausführliche Video-Anleitung zum Nachkochen sehen Sie oben im Video. 

Fazit: Sie können Roastbeef auf die klassische Art und Weise im Ofen zubereiten oder Ihr Roastbeef grillen. Am besten funktioniert das auf einem Gasgrill, denn hier bleibt die Temperatur konstant und Sie können sie per Hand je nach Bedarf einstellen. Aber auch auf dem Kohlegrill gelingt das perfekte Fleisch, wenn Sie es ohne zu viel Hitze langsam garen. Die Marinade machen Sie aus frischen Kräutern, Salz und Öl. Wichtig bei diesem Gericht: Lassen Sie sich Zeit!

Mehr zum Thema Grillen finden Sie hier:

Richtig grillen

Speedwissen Grillen

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Fan werden