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Schnell und unkompliziert

Einweggrill im Test: Was taugt der kurze Brutzelspaß?

Einen Einweggrill finden Sie zu sehr günstigen Preisen im Discounter. Und tatsächlich ist er aufgrund seiner Handlichkeit sehr beliebt: Schnell im Rucksack verstaut, kann er jede Unternehmung durch ein kleines BBQ bereichern. Doch ist der Minigrill wirklich empfehlenswert?

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Vorteile: Was bietet der Einweggrill?

Der größte Vorteil des Einweggrills liegt in seiner kompakten Form. Für einen kleinen Ausflug mit abschließendem Grillen am See ist er daher ideal, denn in ihm findet sich alles, was Sie benötigen: Untersatz, Grillrost, Anzünder und Grillkohle . Einige Modelle verfügen sogar über Besteck, das aber nur aus Pappe oder Plastik besteht. In diesem Falle brauchen Sie also nur noch das Grillgut zu kaufen und schon kann‘s losgehen.

Einweggrill platzsparend
Platzsparender Grillspaß to go: Dieser Einweggrill passt in nahezu jeden Rucksack. © pixabay

Auch in puncto Preis und Verfügbarkeit hat der Einweggrill einiges zu bieten. Beim Discounter erhalten Sie ihn für nur zwei bis fünf Euro. Selbst an Tankstellen übersteigt er diesen Preis kaum, was für Kurzentschlossene ein großer Pluspunkt ist. Ist das Fleisch gar und die Kohle erloschen, können Sie den Grill einfach komplett in den nächsten Mülleimer verfrachten – so entfällt lästiges Schrubben.

Der Anzünder ist der Kohle direkt beigemischt oder befindet sich als Vlies unmittelbar unter dem Gitter. Möchten Sie den Grill anzünden, brauchen Sie die Flamme des Feuerzeugs lediglich an eine entsprechende Ecke zu halten – so verteilt sich die Hitze im Nu. Ist das Vlies verbrannt, können Sie mit dem Grillen starten.

Nachteile: Was spricht dagegen?

Die Meinungen zum Einweggrill gehen auseinander. Ein echter Grillprofi und so mancher Test raten klar von der Benutzung ab. Einerseits ist der Abstand zwischen Grillgut und Kohle zu gering, was dazu führt, dass das Fleisch schnell verbrennt. Andererseits eignet sich der Grill nur für ein kleines BBQ zu zweit. Mehr Platz und Zeit gibt er nicht her – nach etwa einer Stunde ist die Kohle so stark verglüht, dass der Grillspaß ein Ende hat.

Fest steht außerdem, dass der Einweggrill aus ökologischer Sicht keine gute Wahl ist. Das Aluminium, aus dem er besteht, muss unter hohem Energieaufwand produziert werden und landet schon nach einmaliger Benutzung wieder im Müll. Auch ist es nicht biologisch abbaubar und muss wiederum unter hohem Energieeinsatz recycelt werden.

Gegen den Einweggrill spricht zudem, dass diese Art des BBQs in vielen Grünanlagen verboten ist, denn die Aluminiumschale steht direkt auf dem Boden und wird extrem heiß. Verbrannte Flecken auf dem Rasen sind die unschöne Folge.

Alternativen: Muss es immer der schwere Grill sein?

Wenn Sie den spontanen und unkomplizierten Grillspaß nicht missen möchten, besuchen Sie doch einmal einen öffentlichen Grillplatz. Sie brauchen lediglich Kohle und Fleisch mitzubringen und schon kann‘s losgehen. Komfortabler ist der feste Grill allemal.

Einweggrill Grillplatz
In einigen Parks gibt es öffentliche Grillplätze, die jeder Besucher nutzen kann. © pixabay

Eine weitere Alternative ist ein kleiner Grilleimer – der lässt sich ganz einfach per Henkel transportieren und ist jederzeit wieder einsatzbereit. Außerdem ist der Abstand zwischen Kohle und Grillgut hier größer – somit ist das Risiko geringer, dass giftige Stoffe beim Brutzeln entstehen und das Fleisch belasten. Ebenfalls leicht zu transportieren ist auch ein Klappgrill. Wie beim Eimer mit Rost müssen Sie hier Kohle und Anzünder aber zusätzlich besorgen und zum Picknick mitbringen. Dafür lässt sich die Kohle bei diesen beiden Varianten erfahrungsgemäß besser anzünden als beim Einweggrill.

Fazit: Wer spontan zum Grillen ins Grüne fährt, greift gerne mal zum Einweggrill. Der lässt sich nicht nur ideal im Rucksack transportieren, sondern spart auch noch das lästige Mitschleppen von Kohle und Anzünder. Besser gelingen Würstchen, Fleisch und Co. aber auf einem richtigen Rost, wie zum Beispiel beim Eimergrill. Der ist ebenfalls mobil, schont aber die Umwelt, da er wiederverwendet werden kann. Sie haben weder Lust auf Schleppen noch auf große Müllberge? Dann veranstalten Sie Ihr BBQ am besten an einem öffentlichen Grillplatz.

Mehr zum Thema Grillen finden Sie hier:

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