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Saftig und lecker – Rumpsteak

Rumpsteak grillen: Tipps fürs perfekte Stück Fleisch

Außen eine schöne Kruste, innen rosa – so sollte es aussehen, wenn Sie Rumpsteak grillen. Und das ist gar nicht so schwer. Mit ein paar hilfreichen Tipps und offenen Augen beim Kauf können Sie schon bald das perfekte Stück Fleisch servieren. Wie’s geht, verrät der SAT.1 Ratgeber.

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© Jag_cz - Fotolia

Augen auf beim Steak-Kauf!

Möchten Sie ein Rumpsteak richtig grillen, ist es besonders wichtig, auf gute Qualität zu achten. Idealerweise besuchen Sie den Metzger Ihres Vertrauens und lassen sich ein frisches Stück zuschneiden. Eine Dicke von drei Zentimetern ist optimal. Kaufen Sie das Fleisch im Discounter, ist es zwar günstiger, oftmals aber nicht ausreichend abgehangen und hat die beste Zeit schon hinter sich.

Es gibt einfache Anhaltspunkte, wie Sie ein gutes Stück Rumpsteak erkennen: Es sollte tief dunkelrot sein und von feinen weißen Adern durchzogen. Dann ist es besonders frisch und hat nach dem Grillen ein herrliches Aroma. Übrigens: Hände weg von regenbogenartig oder grün schimmernden Stücken – dieses Fleisch wurde falsch gelagert und könnte Bakterien enthalten.

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Mmmhhh...lecker! So sieht ein gutes Stück Fleisch aus. © Mara Zemgaliete - Fotolia

Rumpsteak grillen: Vorbereitungen

Haben Sie ein fertig geschnittenes Rumpsteak gekauft, nehmen Sie es zeitig vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Hat das Steak Raumtemperatur angenommen, kann’s losgehen. Waschen Sie das Stück jedoch niemals unter dem Wasserhahn ab. Es reicht vollkommen, ein paar Male mit einem Küchentuch Blutreste und Saft aufzusaugen.

Sie stören sich am Fettrand? Schneiden Sie ihn nicht ab, bevor Sie das Rumpsteak grillen. Er gibt dem Fleisch das gewisse Etwas und kann gegart auf dem Teller immer noch beiseite gelegt werden. Eine Marinade auf das Fleisch zu bringen, ist eher unüblich. Besser ist es, den natürlichen Geschmack zu genießen und nur sanft zu würzen. Bestreuen Sie beispielsweise die gebratene Seite mit etwas getrockneten Kräutern. Ob Sie das Fleisch vorher oder erst nach dem Grillen salzen, ist eine Geschmackssache – hier scheiden sich die Geister. Sie dürfen also selbst entscheiden.

Wichtig ist jedoch, das richtige Fett zum Grillen zu verwenden. Wird Olivenöl beispielsweise zu heiß, beginnt es zu qualmen und entwickelt ungesunde Stoffe. Hocherhitzbar sind beispielsweise Palmfett und Butterschmalz. Wer lieber auf flüssige Varianten setzen möchte, greift besser zu Erdnussöl oder raffiniertem Rapsöl.

Wie lange braucht es, um ein Steak Rare zu grillen?

Wenn Sie Rumpsteak grillen, sollten Sie vorher entscheiden, wie Sie es am liebsten mögen. Rare ist ein Fleisch, wenn es innen noch blutig ist. Bei einer Scheibe von drei Zentimetern Dicke bedeutet das: Nach zwei bis drei Minuten muss das Steak wieder vom Grill. Jetzt ist es außen leicht gebräunt und innen noch blutrot. Die Kerntemperatur beträgt idealerweise 52 Grad.

Sie möchten es ohne Thermometer testen? Dann lockern Sie Ihre rechte Hand und drücken Sie mit dem linken Daumen auf den rechten Daumenmuskel. So weich fühlt sich rohes Fleisch an.

Rumpsteak grillen: Medium

Die meisten Menschen mögen ihr Fleisch medium, also halb durch. Um das hinzubekommen, lassen Sie das Steak etwa drei bis fünf Minuten auf dem Grill. So ist es später innen rosig, aber außen gut gebräunt. Auch hier können Sie den Daumentrick anwenden: Legen Sie die Spitzen von Daumen und Mittelfinger aneinander. Drücken Sie nun wieder mit der linken Hand auf den Daumenmuskel. Fühlt sich das Fleisch auf dem Grill so an, ist es genau richtig.

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Sie möchten Rumpsteak grillen, aber nicht durch, sondern Medium? Das heißt: außen knusprig und innen zart rosa. © Thomas Francois - Fotolia

Well done

Well done bedeutet gut durch. In diesem Falle sollten Sie das Rumpsteak grillen, bis das Fleisch gleichmäßig rot-bräunlich gegart ist. Um das zu erreichen, muss es bis zu acht Minuten auf dem Grill verweilen. Die Kerntemperatur beträgt dann 70 bis 85 Grad. Für den Fingertest legen Sie den Daumen an den kleinen Finger. Der Daumenmuskel ist jetzt fest – ebenso wie das gegarte Fleisch.

Ein bisschen Pepp: Mit Raucharoma Rumpsteak grillen

Wenn Sie Rumpsteak grillen, können Sie ihm mit etwas Raucharoma das gewisse Etwas verleihen. Normalerweise erhält Fleisch durch Holz, über dem es gegrillt wird, seinen typischen BBQ-Geschmack. Damit es schneller geht, wird jedoch meistens Grillkohle verwendet – nur klappt damit das Räuchern leider nicht.

Im gut sortierten Fachmarkt finden Sie mittlerweile sogenannte Smoker. Für diejenigen, die einen Gasgrill verwenden, leider keine Option. Denn: Die Aromen werden der Holzkohle beigemengt und verleihen dem Fleisch seinen typischen Geschmack. Natürlich können Sie diese Chips auch aus Kaminholz selber machen. Hacken Sie kleine Stücke aus Buche, Obstbaumholz oder Eiche und legen Sie sie auf die Briketts – kleiner Aufwand, große Wirkung! Für die Gas-Griller gibt es aber auch Aromen, die sie auf ihrem Brutzler verwenden können. Schauen Sie doch mal bei den Grillutensilien und lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.

Sie verwenden einen Elektrogrill ? Wichtige Tipps erhalten Sie im SAT.1 Ratgeber.

Fazit: Ein Rumpsteak grillen – das kann wirklich jeder, wenn er sich an ein paar Dinge hält. So sollten Sie darauf achten, dass das Fleisch eine gute Qualität und eine feine Maserung hat. Die gibt ihm später sein Aroma und sorgt dafür, dass das Steak nicht zu trocken wird. Mit dem Daumentrick können Sie leicht abschätzen, welchen Gargrad das Grillgut bereits erreicht hat. So bekommt jeder sein Steak, wie er es gern hätte. Bestimmte Aromazusätze verleihen dem Fleisch auch auf dem Gasgrill eine rauchige Note.

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