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Kochen im Wok mit leckeren Zutaten und Pfiff

Kochen im Wok – das geht nicht nur besonders leicht, es ist auch sehr gesund. Wichtige Vitamine bleiben erhalten und alles wird ohne viel Fett zubereitet. Egal, ob Gemüse, Fleisch oder Tofu – alles gelingt kinderleicht. Hier finden Sie die besten Kochtechniken und Tipps für die richtige Handhabung. Dazu gibt es noch ein leckeres Rezept für Gemüsecurry mit Cashewnüssen.

08.10.2012 10:00 | 5:12 Min | © Sat.1

Schmoren, dämpfen und kochen im Wok: Die Techniken

Zum Kochen im Wok gibt es ganz unterschiedliche Techniken, denn der Allrounder aus Asien ist vielseitig einsetzbar. Nahezu jedes Gericht kann in ihm perfekt zubereitet werden, man muss nur wissen wie:

Kochen im Wok 1
Im Wok lassen sich viele leckere Gerichte auf ganz unterschiedliche Art zubereiten. © pixabay
  • Garen und braten: Beim Kochen im Wok ist das die gängigste Methode. Sie wird auch als "Pfannenrühren" oder "Wirbeln" bezeichnet. Dafür wird der trockene Wok erhitzt, anschließend kommt eine kleine Menge Fett hinein, in dem die einzelnen Zutaten bei starker Hitze und unter ständigem Rühren gekocht werden. Das Ganze dauert zwischen 5 und 10 Minuten. Tipp: Es sollte immer von innen nach außen gerührt werden.
  • Schmoren: Diese Technik wird dann genutzt, wenn das einfache Kochen im Wok nicht genügt, zum Beispiel bei festem Gemüse wie Kartoffeln, Karotten und Sellerie. Diese werden im ersten Schritt mit wenig Fett kurz angebraten, leicht gewürzt und dann mit Flüssigkeit abgelöscht. Im Anschluss die Hitze reduzieren und fertig garen. Das dauert zwischen 3 und 30 Minuten. Ohne Deckel wird das Gemüse sämig und würzig, die Flüssigkeit reduziert sich mit ansteigender Kochdauer. Mit Deckel kann die Flüssigkeit nicht entweichen und Sie haben gleichzeitig eine schöne Soße. Achtung: Erst kräftig würzen, wenn die Flüssigkeit verdampft ist, sonst kann es passieren, dass der Geschmack zu intensiv wird.
  • Dämpfen: Hierbei handelt es sich um die schonendste Kochtechnik, bei der Farbe, Struktur und Vitamine weitestgehend erhalten bleiben. Dafür wird der Wok mit Wasser gefüllt und mit geschlossenem Deckel zum Kochen gebracht. Die Zutaten werden auf den Siebeinsatz gelegt, der dann in den Wok gehängt wird. Wichtig: Das Wasser darf nur bis knapp unter den Einsatz reichen und nicht mit dem Gemüse in Kontakt kommen. Je nach Gemüseart dauert das Dämpfen recht lange. Machen Sie zwischendurch eine Probe.
  • Frittieren: Auch das Frittieren gehört zum Kochen im Wok. Dafür erhitzen Sie genügend Öl, sodass die Zutaten darin schwimmen können. Hat das Fett zwischen 160 und 170 Grad, können Sie loslegen. Nach nur wenigen Minuten ist alles goldgelb ausgebacken.

Die Reinigung des Woks ist extrem wichtig, damit Sie lange Freude an ihm haben. Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie diesen gründlich mit heißem Wasser und Spüli auswaschen, anschließend abtrocknen und mit einem ölgetränkten Tuch auswischen – so rostet er nicht. Nach dem Kochen im Wok ebenfalls mit heißem Wasser und Spülmittel einweichen. Vorsicht: Nicht mit scharfen Mitteln oder Stahlwolle putzen, denn das beschädigt die Oberfläche. Danach wieder mit Öl einreiben.

Kochen im Wok
Gemüse und Fleisch werden für den Wok in kleine Stücke geschnitten. © pixabay

Die richtigen Handgriffe: So funktioniert Kochen im Wok

Kochen im Wok ist kinderleicht, Sie müssen nur die richtige Reihenfolge beachten. Dann bleibt das Gemüse schön knackig und das Fleisch saftig.

  1. Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Legen Sie daher alle Zutaten geschnitten und portioniert bereit. Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Chili und Ingwer müssen fein gehackt sein. Gemüse lässt sich am besten in feinen Würfeln oder Stiften verarbeiten. Je härter das Gemüse, desto feiner. Sonst ist die Garzeit zu hoch.
  2. Nun den Wok erhitzen und dann 1 bis 2 Teelöffel Öl vom Rand aus in das Kochgerät laufen lassen. Gut schwenken und das Öl so verteilen. Hat sich das Fett am Boden gesammelt, können die ersten Zutaten hinein. Diese für etwa 2 Minuten unter ständigem Rühren anschwitzen.
  3. Tipp: Zuerst garen Sie die festen Zutaten für 2 bis 3 Minuten. Das Geheimnis beim Kochen im Wok: alles in Schwung halten, die Pfanne also immer schön schwenken und rühren.
  4. Als nächstes sind die zarten Gemüsesorten an der Reihe. Damit Sie diese nicht zermatschen, schwenken Sie den Wok nur noch – nicht mehr rühren!
  5. Der nächste Schritt beim Kochen im Wok: die brutzelnden Zutaten mit Gewürzsoße oder einer anderen Flüssigkeit ablöschen. Wieder schwenken und weitere 1 bis 2 Minuten fertig garen.
  6. Tipp: Soll nicht nur Gemüse, sondern auch Fleisch gekocht werden, kommt es nach den Würzzutaten in den Wok. 2 Minuten anbraten, herausnehmen und erst dann Flüssigkeit hinzugeben.
Kochen im Wok Cashews
Cashewnüsse sind eine beliebte Zutat, um den Wok-Gerichten eine ganz besondere Note zu geben. © pixabay

Rezept für Gemüsecurry mit Cashewnüssen

Dieses Rezept ist perfekt, um das Kochen im Wok zu üben. Es ist eigentlich vegetarisch, kann aber auch mit magerem Hähnchenfleisch aufgepeppt werden. Die Zutaten:

  • 750 Gramm Gemüse (Möhren, Lauch, Zucchini, Wirsing, Bohnen, Pilze, Broccoli)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Chilischoten
  • 250 Gramm Basmati-Reis
  • 50 Gramm Cashewnüsse
  • 4 Esslöffel Sonnenblumen- oder Sesamöl
  • 2 Teelöffel Curry
  • ½ Teelöffel Zimt
  • 2 Esslöffel Sojasoße
  • 200 Milliliter Kokosnussmilch
  • 2 Teelöffel Gemüsebrühe (Instantpulver)
  • Pfeffer und Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Koriander zum Abschmecken
  1. Die Zutaten vorbereiten, waschen, schneiden und abmessen.
  2. Kochen Sie den Reis nach Packungsanleitung in einem separaten Topf.
  3. Rösten Sie dann die Cashewnüsse in einer kleinen Pfanne und lassen Sie sie abkühlen.
  4. Nun den Wok erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Chili angaren. Dann Curry, Zimt und das restliche Gemüse hinzugeben. Nehmen Sie die Hitze etwas zurück und löschen Sie dann alles mit Sojasoße, Kokosnussmilch und Brühe ab. 15 Minuten köcheln lassen, kräftig würzen und schließlich mit dem Reis servieren.

Fazit: Kochen im Wok macht richtig Spaß und ist dazu auch noch gesund. Für die unterschiedlichen Gerichte lassen sich verschiedene Kochtechniken anwenden: Braten, kochen, dämpfen, frittieren – alles ist möglich. Achten Sie aber darauf, die Zutaten immer in Bewegung zu halten, damit nichts anbrennt. Wichtig: Nach dem Kochen den Wok reinigen und einölen, so hält er sich länger. Im Video bekommen Sie noch mehr hilfreiche Tipps von Björn Freitag.
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