Küchen-Alleskönner im Test

Thermomix®: Wunderkessel oder überteuerter Schnickschnack?

Für Kochmuffel ist er so etwas wie eine Offenbarung, für Kochprofis hingegen der Untergang der Esskultur. Was aber kann der Thermomix® wirklich? Wir haben das heiß diskutierte Küchengerät mal näher unter die Lupe genommen.

22.07.2015 11:45 Uhr
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© Thermomix Deutschland

Was ist eigentlich ein Thermomix®?

Rühren, Mixen, Kneten, Hacken: All das kann der Thermomix® dank rotierender Schlagmesser sogar gleichzeitig. Wie das geht? Durch ein ausgeklügeltes Prinzip: Die vier angebrachten Klingen können im Rechtslauf die Lebensmittel zerkleinern und im Linkslauf vermischen. Darüber hinaus hat der Thermomix noch die Funktion, den Inhalt zu wiegen, zu kochen oder zu dünsten, „Thermi“-Besitzer können außerdem in Windeseile Suppen zubereiten, Brot backen und Eis herstellen.

Das 2014 erschienene Modell verfügt zudem über einen Touchscreen, auf dem Rezepte Schritt für Schritt erklärt werden. Wem es an Ideen zum Kochen mangelt, der kann sich auf der entsprechenden Facebook-Seite Rezepte anschauen. Muss man bei einer solchen Multifunktions-Küchenmaschine aber überhaupt noch kochen? Der Praxis-Test verrät’s.

Man vs. Machine: Wer gewinnt?

Schnell und flexibel: Damit wirbt der Hersteller von Thermomix®. Doch kann das Gerät menschliche Kochkünste tatsächlich ersetzen? Zumindest in puncto Geschwindigkeit scheint der Thermomix® unschlagbar zu sein. Kein Wunder, das eingebaute Laufwerk bringt es auf bis zu 10.200 Umdrehungen pro Minute – das schaffen nicht mal die flinkesten Kochhände.

Wie schlägt sich der Thermomix im Vergleichstest aber beim Geschmack? Hier hat der Mensch ganz klar die Nase vorn. Selbst im Schongang wird jedes Gemüse radikal kleingehäckselt. Das Resultat: matschiges Essen, das alles andere als frisch schmeckt.

Wunderkessel nichts für angehende Kochmeister

Unser Fazit: Für Menschen, die wenig Zeit oder Lust haben, sich eine warme Mahlzeit zuzubereiten, ist der Thermomix® eine ideale Lösung – insbesondere, wenn man ein Suppenkasper ist. Eine Bequemlichkeit, die jedoch ihren Preis hat: Das Gerät kostet stolze 1000 Euro. Wer mehr Wert auf Geschmack legt und seinem Essen eine individuelle Prise geben möchte, sollte den Kochlöffel lieber selbst in die Hand nehmen.

Angeber-Fact: Die Statistik belegt es: Die meisten Deutschen scheinen auf eine Küchenhilfe wie dem Thermomix nicht angewiesen zu sein. Rund 35 Prozent der für eine Erhebung befragten Personen gaben an, regelmäßig selbst zu kochen. Gelegentlich gekocht wird in 22 Prozent der deutschen Haushalte. Knapp 13 Prozent hingegen greifen ausschließlich zu Fertiggerichten.

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