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Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto sorgt in immer mehr deutschen Küchen für Begeisterung. Die Turbo-Soße bringt feine Würze ins Essen und passt besonders gut zu Pasta, Eiern, Käse und gebratenem Fleisch. Aber auch als Brotaufstrich macht der grüne Tausendsassa eine gute Figur.

04.05.2016 10:00 | 4:04 Min | © Sat.1

Wildes Gemüse

Bärlauch gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist mit dem allseits bekannten Schnittlauch, Zwiebeln und Knoblauch verwandt. Als Bärlauch-Pesto ist das wilde Kraut im Kühlschrank über Wochen haltbar und bildet eine raffinierte Basis für viele Gerichte. Der Clou: Sie müssen Ihren Bärlauch gar nicht extra kaufen, sondern können ihn von März/April bis etwa Juni ganz einfach selber sammeln gehen. So bekommt das nächste Essen gleich eine wild-romantische Note.

Bärlauch fühlt sich am Rand von Laubwäldern besonders wohl und kann dort leic...
Bärlauch fühlt sich am Rand von Laubwäldern besonders wohl und kann dort leicht selbst gesammelt werden. © Pixabay

Die Basiszutat für Ihre Bärlauch-Pesto fühlt sich besonders auf den feuchten, nährstoffreichen Böden am Rande von Laubwäldern wohl. Aber auch im heimischen Garten können Sie den Wildknoblauch ganz einfach selbst anpflanzen und haben dann immer Ihren eigenen Vorrat vor Ort. Besonders gut schmeckt Bärlauch übrigens, bevor er seine hübschen weißen Blüten entwickelt hat.

Vorsicht vor Verwechslungen

Die Blätter des Bärlauchs sehen denen von Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und den jungen, noch ungefleckten Blättern des gefleckten Aronstabs sehr ähnlich. Diese sind jedoch hochgiftig und führen immer wieder zu – schlimmstenfalls tödlichen – Vergiftungen.

Vorsicht! Die Blätter von Maiglöckchen sehen denen des Bärlauchs sehr ähnlich...
Vorsicht! Die Blätter von Maiglöckchen sehen denen des Bärlauchs sehr ähnlich, sind aber sehr giftig. © Pixabay

Ob es sich bei Ihrem Waldfund um Bärlauch handelt oder nicht, können Sie aber zum Glück ganz einfach testen: Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern. Riecht es nach Knoblauch, sind Sie auf der sicheren Seite. 

Nicht nur lecker, sondern auch gesund

Bärlauch wurde schon im Mittelalter als Naturmedizin genutzt. Heute gibt es das wilde Kraut in Reformhäusern und Bioläden teilweise sogar als Tabletten oder Saft zu kaufen.

Aber das grüne Wunder kann noch mehr: Bärlauch fördert die Verdauung, unterstützt die Abwehrkräfte und hat eine antibakterielle Wirkung, weshalb er vor allem in der Erkältungszeit sehr gefragt ist.Und das Wildkraut wird immer beliebter, denn schon 50 Gramm Bärlauch decken den Vitamin C-Tagesbedarf eines Erwachsenen

Auch auf einen zu hohen Cholesterinspiegel kann Bärlauch sich positiv auswirken und beugt sogar Herzinfarkten vor – lauter gute Gründe, das Gemüse zum Beispiel als Bärlauch-Pesto öfter mal in den Speiseplan zu integrieren.

Bärlauch-Pesto: Das Blitzrezept

Bärlauch-Pesto hat unglaublich viele Vorteile: Es schmeckt gut, ist gesund und auch noch blitzschnell und einfach zubereitet. Außerdem bildet es die Basis für quasi jedes andere Bärlauch-Rezept und lässt sich sogar einfrieren. Auch klassische Einweckmethoden eignen sich hervorragend zum Haltbarmachen.

Und diese Zutaten brauchen Sie dafür:

  • 600 Gramm Bärlauch
  • 50 Gramm Mandeln
  • 50 Gramm Walnüsse
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 400 Milliliter Olivenöl
  • 120 Gramm Parmesankäse
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1. Waschen Sie den Bärlauch zunächst gründlich und tupfen Sie ihn dann vorsichtig trocken.

2. Dann werden die Blätter kleingehackt. Auch die Stiele können Sie verwerten, diese sind nur manchmal etwas hart.

3. Die Stücke geben Sie nun in ein großes Glas und schichten Sie Parmesan und Olivenöl obenauf.

4. Würzen Sie das Ganze nach Belieben mit etwas Salz und Pfeffer und pürieren Sie es dann gründlich.

5. Nach diesem ersten Pürierdurchgang geben Sie die Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne mit ins Glas. Sie können natürlich auch andere Nüsse verwenden – Hauptsache, es sind viele.

6. Jetzt wird alles abermals gut püriert und am Ende nach Bedarf noch einmal mit Salz und Pfeffer nachgewürzt. Fertig!

7. Um das Pesto möglichst lange haltbar zu machen, streichen Sie es im Glas flach – so können etwaige Luftblasen entweichen.

8. Geben Sie nun noch etwas Öl obendrauf – der Ölfilm verlängert die Haltbarkeit. Nun das Glas fest verschließen und ab damit in den Kühlschrank.

Suppe aus selbstgemachtem Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto ist sehr vielseitig. Es lässt sich zum Beispiel ganz einfach zu Soße, Dressing oder auch Suppe weiterverarbeiten. Wie leicht das geht, zeigt dieses Rezept für eine leichte Bärlauch-Suppe:

Bärlauch-Pesto ist lecker, gesund und extrem vielseitig.
Bärlauch-Pesto ist lecker, gesund und extrem vielseitig. © Pixabay

Folgende Zutaten brauchen Sie:

  • 30 Gramm Butter
  • 30 Gramm Mehl
  • 250 Milliliter Sahne
  • 250 Milliliter Milch
  • Bärlauch-Pesto
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

1. Rühren Sie in einem Topf mit Butter und Mehl eine klassische Mehlschwitze an.

2. Löschen Sie diese nun mit Milch und Sahne ab und bringen Sie das Ganze zum Kochen.

3. Pro Portion geben Sie nun etwa 1 Esslöffel Ihres selbstgemachten Bärlauch-Pestos in den Topf und rühren es gut ein.

4. Lassen Sie die Suppe nochmal kurz aufkochen und schmecken Sie sie mit Salz und Pfeffer nach Belieben ab – schon fertig!

Fazit: Bärlauch-Pesto ist ein absoluter Allrounder und bereichert jede Speisekarte. Dabei ist das wilde Gemüse nicht nur lecker, sondern auch noch sehr gesund.

Mehr zum Thema erfahren Sie in den folgenden Videos:

Alleskönner Bärlauch

Frischer gefrorener Bärlauch

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