Ekel und Hassgefühle rufen sie bei vielen Hobbygärtnern hervor: Nacktschnecken. Erwünscht sind die glitschigen Tiere wohl kaum, denn Salat und anderes Gemüse stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte. Doch was kann man tun, um sie loszuwerden?
Zwischen Blumen- und Gemüsebeeten verbringen wir gerne den Sommer, genießen die Ruhe und erfreuen uns am schönen Leben. Doch die Idylle trügt. Denn gerade hier lauert die Gefahr: lautlos, fast unsichtbar und sehr, sehr langsam greifen sie aus dem Untergrund an und hinterlassen im Beet nur Tod und Verwüstung: spanische Wegschnecken, auch besser bekannt als Nacktschnecken. Diese Schnecken sind der Grund für Hassgefühl und Ekel im heimischen Garten.
Weg müssen sie, diese glitschigen Nacktschnecken. Aber wie? Oft greift der von Schnecken geplagte Gärtner zu grausamen Waffen. Zum Beispiel Schneckenkorn: Nachdem die Nacktschnecken das Gift zu sich genommen haben, verkriechen sie sich im Boden und verenden dort. Eine andere Möglichkeit, die Schnecken in den Schneckenhimmel zu schicken, ist Salz, welches man auf sie streut. Noch brutaler ist das Zweiteilen der Nacktschnecken mit einem Messer oder einer Schere.
Doch es gibt auch weniger qualvolle Wege, mit den Schnecken fertig zu werden. Der handelsübliche Schneckenzaun oder der Schneckenkragen sind beispielsweise sehr gut zur Schneckenbekämpfung geeignet: Für Schnecken sind beide Produkte (fast) unüberwindbar. Die Methode, Nacktschnecken mit koffeinhaltigem Kaffeesatz und Eierschalen zu bekämpfen, ist weniger effektiv: Der Kaffeesatz wirkt zwar bei Schnecken wie Nervengift, wird aber vom Regen leicht weggespült. Die Eierschalen stellen für die Schnecken kein Hindernis dar.
Das wohl beste Mittel im Kampf gegen die Schnecken sind Indische Laufenten. Diese sind in der Haltung und Pflege sehr anspruchslos und vernichten die Nacktschnecken auf eine ganz natürliche Art und Weise. Falls der Garten mal keine Nahrung für sie bereit hält, müssen die Enten zusätzlich gefüttert werden. Sorge tragen sollte man ebenfalls abends und in der Nacht: Die Enten sind besonders beliebt bei Füchsen und Madern. Ein sicherer Käfig, in die man die Laufenten sperren kann, genügt aber völlig aus.
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