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Was ist ein Backup?

Die Diplomarbeit lässt sich nicht mehr öffnen. Die Steuererklärung, Geschäfts-E-Mails und die Familienfotos sind plötzlich verschwunden. Wie wichtig ein Backup für PC-Nutzer ist, merken viele erst, wenn es zu spät ist.

Expertin: Anette Bierbaum, onlinefacts.de
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Unter einem Backup, dem englischen Wort für Datensicherung, versteht man die Speicherung sicherungswürdiger Daten: Die regelmäßige Sicherungskopie abseits des eigentlichen Speicherortes. Diese kommt zum Einsatz, wenn die Festplatte kaputt ist oder ein Virus wichtige Daten zerstört – und gehört damit zu den wichtigsten ToDos für jeden Computerbesitzer. Die Datensicherung sollte für alle auf dem Computer gespeicherten Daten erfolgen, die einem wichtig sind oder einen persönlichen Wert haben. Dazu zählen wichtige berufliche und private Unterlagen, wie die Geschäftskorrespondenz, die Steuererklärung, die Diplom- oder Abschlussarbeit. Hinzu kommen alle Daten, die eine persönliche Bedeutung haben, wie Fotos, Videos, persönliche Aufzeichnungen und private Mails.

Die Wahl des richtigen Speichermediums

Mit der großen Auswahl hilfreicher Backup-Programme, externer Speichermedien, und Online-Alternativen ist die regelmäßige Sicherheitskopie der wichtigsten Unterlagen eigentlich ein Kinderspiel. Dennoch wird das Thema Backup gerade im Privatbereich viel zu oft vernachlässigt. Hier finden Sie die praktischsten Backup-Formen und Programme:

Die wichtigsten Backup-Möglichkeiten

Fragt man Experten, ist für das Backup immer noch die Nutzung externer Festplatten, die sich über USB mit dem Computer verbinden lassen, die erste Wahl. Den regelmäßigen Datentransfer dorthin übernimmt eine spezielle Software. Die Auswahl kostenloser und einfach bedienbarer Programme ist groß und vielfältig. Eine praktische Alternative sind außerdem sogenannte Clouds , in denen alle Daten online gespeichert werden können. Für welches Datensicherungskonzept man sich auch immer entscheidet, ist natürlich Geschmackssache. Die folgenden Tools machen den Backup zum Kinderspiel:

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Online-Clouds

Anbieter wie Google (Google Drive) und Apple (iCloud) bieten Usern die Möglichkeit, wichtige Daten online zu sichern. Das hat den Vorteil, dass diese auch im Falle eines Brands oder Einbruchs außerhalb der Wohnung sicher aufbewahrt sind. Bei der Speicherung großer Datenmengen erweisen sich Clouddienste aber als eher unpraktisch – diese hochzuladen könnte Tage dauern und lohnt sich auch aus finanzieller Sicht nicht. Weiterer Kritikpunkt an Cloud-Speicherdiensten ist der unzureichende Datenschutz , den auch Stiftung Warentest bemängelt. So beanstanden die Tester beispielsweise mögliche Ausspäh-Aktivitäten der Geheimdienste.

Sichere Alternative: Die externe Festplatte

Auf die zweckdienlichen Vorteile der Online-Speicherung muss man bei der externen Festplatte zwar verzichten. Ihr Vorteil: Sie bietet neben der Datensicherheit ausreichend Speicherplatz auch für große Volumen, wie die Musik- oder Video-Sammlung. Die Spannbreite externer Speicher für den Privatbereich reicht vom kleinen 2,5-Zoll-Format mit ein bis zwei Terabyte bis hin zu Modellen mit zu sechs Terabyte Speichervolumen. Mittlerweise sind die Preise für externe Festplatten moderat (unter 100 Euro). Unterschiede gibt es vor allem beim Übertragungstempo und der Robustheit.

Mit Programmen Daten sichern

Die einfachste Möglichkeit für das regelmäßige Backup auf einer zusätzlichen Festplatte bieten Datensicherungsprogramme. Diese speichern die gesamte Software und alle wichtigen Daten der Festplatte einzeln oder komplett in einem Festplatten-Abbild, dem sogenannten „Disk-Image“. Bei einem Festplatten-Crash stellen die Programme die wichtigen Daten mit wenigen Klicks wieder her.

Probe aufs Exempel

Ob man seine Daten erfolgreich mit einem Backup-Programm gesichert hat, weiß man erst, wenn man diese auch erfolgreich wiederherstellen konnte. Um sich in Sicherheit wiegen zu können, lohnt sich ein Sofort-Test. Sollte zum Wiederherstellen ein Wiederherstellungsmedium benötigt werden, sollte auch das unbedingt getestet werden – wenn das nicht klappt, fehlt vielleicht einfach das passende Computerprogramm (Treiber) für den Netzwerkzugriff oder die Hardware-Schnittstelle (z. B. USB 3.0.).

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