Ratgeber

Was ist ein Browser?

Viele Bereiche innerhalb des Internets sind nur mit Hilfe eines Browsers sichtbar. Diese Software ist sozusagen das Tor zum Web. "to browse" kommt aus dem Englischen und bedeutet "stöbern".

Experte: Martin Römhild, onlinefacts.de
Was_ist_ein_Browser

 

Damit die Webseiten auf jedem Programm und bei jedem Betriebssystem auf die gleiche Weise angezeigt werden, wurden sogenannte Webstandards eingeführt, an die sich die allermeisten Hersteller halten. Doch die Benutzung von Browsern geht auch mit Gefahren einher. Wichtig ist nicht nur die Programmierung selbst, sondern auch die seiner Zusatzprogramme.

Besonders kritisch kann es werden, wenn der Browser wie im Fall vom Internet Explorer Teil des Betriebssystems ist. Alle Hersteller entwickeln ihre Programme ständig weiter, Sicherheitslücken werden von ihnen binnen kürzester Zeit behoben. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Browser erlauben, automatische Updates durchzuführen.

Das Surfen hat sich gewandelt

Der Browser unterstützt seit Anbeginn die direkte Eingabe von URLs (z. B. www.sat1.de/ratgeber/sicherheit-im-internet ). Mittlerweile kann man bei den meisten Browsern oben in der Adresszeile auch den Suchbegriff eingeben, dieser wird dann der Suchmaschine der Wahl übergeben. Damit haben die Anbieter berücksichtigt, dass die meisten Menschen heutzutage nicht mehr direkt die Internet-Adresse eingeben.

Webseiten bestehen aus einem Code, der im sogenannten HTML-Format hinterlegt wurde. Aufgrund der Befehle der HTML-Kodierung weiß der Browser ganz genau, was er darstellen soll. Zahlreiche Inhalte funktionieren nur noch nach vorheriger Installation von sogenannten Add-ons. Hier erklären wir, was das ist und worauf Sie im Umgang von Flash, JavaScript & Co. achten müssen.

Das Surfen hat sich auch aus anderen Gründen stark gewandelt. Durch die Nutzung von DSL-Leitungen werden viele große Grafiken, Animationen und Videos angeboten – das wäre in den 90er Jahren zu Modem-Zeiten verpönt. Ebenso basieren die meisten Webseiten nun nicht mehr auf reinem HTML und funktionieren nur mit installierten Plug-ins . Für Webseitenbetreiber reicht es also schon lange nicht mehr aus, ihre Seite nur auf Basis von HTML zu erstellen.

Auf der Festplatte Ihres Computers oder Smartphones wird der Inhalt der Websites abgespeichert. Wenn Sie die gleiche Seite ein zweites Mal besuchen, wird der Ladevorgang deswegen stark verkürzt. Auf Ihrem PC werden ebenfalls Cookies hinterlegt, deren Inhalt später ausgelesen werden kann. Das ist der Grund, warum man beispielsweise bei Online-Shops beim nächsten Besuch mit Vor- und Nachnamen begrüßt wird.

Ein Browser bietet uns die Möglichkeit, bei interessanten Webseiten Lesezeichen zu setzen, um zu einem späteren Zeitpunkt direkt auf diese Seiten zuzugreifen. Sie können abhängig vom Browser in verschiedenen Ordnern abgelegt und verwaltet werden. Jeder Browser bietet uns diesbezüglich unterschiedliche Optionen an. Zudem gibt es die Möglichkeit in der Chronik nachzuvollziehen, welche Seiten man innerhalb der letzten Tage besucht hat. In der Chronik kann auch nach Schlagwörtern gesucht werden, wenn der Name einer Seite nicht mehr einfällt.

Vergleichstests wenig sinnvoll

Üblicherweise sind Vergleichstests wenig hilfreich. Alleine von den eigenen, persönlichen Bedürfnissen und dem Nutzungsverhalten hängt es ab, welcher Browser der richtige für Sie ist. Jeder Anbieter bringt neben seinen Stärken naturgemäß auch Schwächen mit. Da alle Browser kostenfrei sind und problemlos gleichzeitig installiert und gestartet werden können, sollte man seinen Favoriten einfach durch Ausprobieren selbst finden.

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